Die Weltfriedensglocke von Assisi ziert das Titelbild des neuen Veranstaltungskalenders der Katholischen Erwachsenenbildung. Foto: keb

ROTTWEIL – Die Welt­frie­dens­glo­cke von Assi­si ist auf dem Titel­fo­to des neu­en Ver­an­stal­tungs­ka­len­ders der Katho­li­schen Erwach­se­nen­bil­dung Kreis Rott­weil für das zwei­te Halb­jahr 2018 abge­bil­det. Sie steht für das Bemü­hen der gro­ßen Welt­re­li­gio­nen um einen umfas­sen­den Frie­den. Ganz in die­ser Hal­tung haben die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung, die Evan­ge­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung Rott­weil, die Israe­li­ti­sche Kul­tus­ge­mein­de Rott­weil/Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen sowie DITIB Tür­kisch-Isla­mi­sche Gemein­de Rott­weil für die dies­jäh­ri­ge Rott­wei­ler Rei­he Reli­gio­nen das Schwer­punkt­the­ma „Bedeu­tung der Sym­bo­le in den Reli­gio­nen – Iden­ti­tät und Miss­brauch“ gewählt.

Wenn eine Kip­pa zum Anstoß wird für anti­se­mi­ti­sche Angrif­fe, wenn das Kreuz zum natio­na­lis­ti­schen Sym­bol umge­deu­tet wird, wenn ein Kopf­tuch genügt, um jeman­den als Fun­da­men­ta­lis­tin zu beschul­di­gen, dann stimmt etwas nicht mehr“, so die bei­den Ver­ant­wort­li­chen der Katho­li­schen und Evan­ge­li­schen Erwach­se­nen­bil­dung, Fri­do Ruf und Esther Kuhn-Luz. In der Ver­an­stal­tungs­rei­he wer­den jüdi­sche, christ­li­che und mus­li­mi­sche Referent*innen aus ihrer Sicht erklä­ren, wel­che Sym­bo­le für ihre Reli­gi­on iden­ti­täts­stif­tend sind und was es bedeu­tet, wenn die­se Sym­bo­le gegen die Reli­gi­on miss­braucht wer­den. 

Den Anfang macht am 24. Okto­ber der evan­ge­li­sche Theo­lo­ge Prof. Dr. Hans-Ulrich Gehring mit dem Vor­trag „Das Kreuz – Sym­bol der christ­li­chen Reli­gi­on“. Dem schließt sich am 7. Novem­ber der Vor­trag von Dr. Mahmoud Abdal­lah vom Zen­trum für Isla­mi­sche Theo­lo­gie in Tübin­gen an mit dem The­ma „Was mei­nen sie damit? – Sym­bo­le im Islam“. Fort­ge­setzt wird die Vor­trags­rei­he am 15. Novem­ber in der Syn­ago­ge der Israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de Rott­weil. Frau Prof. Bar­ba­ra Traub, Mit­glied im Zen­tral­rat der Juden Deutsch­lands, refe­riert zum The­ma „Vom Davids­stern bis zur Kip­pa – Reli­giö­se Sym­bo­le im Juden­tum.“ Den Abschluss fin­det die Rei­he in einem kuli­na­ri­schen und kul­tu­rel­len Abend am 22. Novem­ber im Refek­to­ri­um des MGH Kapu­zi­ner. Vor­ge­stellt wer­den dort Sym­bo­le, Bräu­che und Tra­di­tio­nen der drei Reli­gio­nen und wie sie ins täg­li­che Leben hin­ein­wir­ken.

Auch das The­ma des ver­gan­ge­nen Semes­ters beglei­tet die Erwach­se­nen­bil­dung wei­ter­hin: „Lau­da­to si – unse­re Erde zuerst!“. Am 11. Dezem­ber ist die Blog­ge­rin und Buch­au­torin Nadi­ne Schu­bert zu Gast mit dem Vor­trag „Leben ohne Plas­tik – Befrei­ung vom Plas­tik­wahn“. Dabei gibt es vie­le Pra­xis­tipps, die Lust machen, Plas­tik aus dem All­tag zu ver­ban­nen.

Um die­se Ange­bo­te her­um grup­pie­ren sich im neu­en Pro­gramm vie­le wei­te­re inter­es­san­te Ver­an­stal­tun­gen. Im Bereich Erzie­hung / Fami­li­en­bil­dung gibt es das mehr­stu­fi­ge Kurs­kon­zept „Kess-Erzie­hen“ mit dem Basis­kurs (ab 3 Jah­ren) sowie den Kurs „Aben­teu­er Puber­tät“. Ein spe­zi­el­les For­mat bie­tet die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung mit der Kin­der­trau­er­grup­pe „Unter dem Regen­bo­gen“. Kin­dern im Alter von 6 bis 12 Jah­ren wird nach dem Ver­lust von nahen Ange­hö­ri­gen Hil­fe­stel­lung in die­ser belas­te­ten Situa­ti­on gege­ben. Eine neue Grup­pe für Jugend­li­che sowie für Jun­ge Erwach­se­ne ist gera­de im Ent­ste­hen.

Dar­über hin­aus gibt es im neu­en Kalen­der eine brei­te Palet­te an Ver­an­stal­tun­gen zu ver­schie­dens­ten The­men und Lebens­si­tua­tio­nen.  Ange­fan­gen bei den Gebär­den­kur­sen, wei­ter über Gedächt­nis­trai­ning, Yoga-Kur­se, Qi Gong, Fel­den­krais, Pila­tes, Acht­sam­keit, Medi­ta­ti­ves Tan­zen eben­so wie Män­ner­grup­pe, Erb­rechts­aka­de­mie und Lite­ra­tur­treffs. Semi­na­re mit den The­men „Inne­rer Kri­ti­ker: Freund oder Feind?“, „Mir pas­siert das immer wie­der!“, „Sich eine Stim­me ver­schaf­fen“, „Kon­flik­te ver­ste­hen und lösen“, „Bestim­me dein Ziel“, „Ein­füh­rung in die Gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on“, „Fami­li­en­stel­len“ wie auch „Gekonn­te  Gesprächs­füh­rung“ geben Hil­fe­stel­lun­gen und Stär­kung für den pri­va­ten und beruf­li­chen All­tag. Das erfolg­rei­che Ver­an­stal­tungs­for­mat „Gemein­sam ler­nen: mit­ein­an­der und von­ein­an­der“ in Koope­ra­ti­on mit ver­schie­de­nen ande­ren Insti­tu­tio­nen wird auch im neu­en Semes­ter fort­ge­führt. Die­ses Ange­bot mit Kur­sen wie Intui­ti­ves Bogen­schie­ßen, Line-Dance, Lach­yo­ga und Yoga auf dem Stuhl bringt Men­schen mit und ohne Behin­de­rung auf unkom­pli­zier­te, inte­gra­ti­ve und natür­li­che Wei­se zusam­men und leis­tet damit einen Bei­trag zur Inklu­si­on.

Und schließ­lich die Rubrik „Immer am Ball“ mit Fort­bil­dungs­se­mi­na­ren und Kur­sen zur Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und För­de­rung eige­ner Kom­pe­ten­zen. Der neue Ver­an­stal­tungs­ka­len­der liegt in öffent­li­chen Räu­men aus und kann auch ange­for­dert wer­den bei der Katho­li­schen Erwach­se­nen­bil­dung Kreis Rott­weil e.V. T. 0741/246–119 oder über info@keb-rottweil.de. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.keb-rottweil.de