Katholische Erwachsenenbildung stellt sich den Herausforderungen

Katholische Erwachsenenbildung stellt sich den Herausforderungen

ROTTWEIL – In etwas ungewohnter Umgebung – weil unter Corona-Bedingungen – fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Katholischen Erwachsenenbildung Kreis Rottweil in der Auferstehung-Christi-Kirche in Rottweil statt. Und es war genau der Tag des 51. Geburtstags der Kirche, die am 22. Juni 1970 eingeweiht worden ist, wie Michael Becker, Vertreter der Kirchengemeinde und Mitglied im Vorstand der keb den Verantwortlichen der Erwachsenenbildung aus dem ganzen Dekanat in seinen einführenden Worten freudig mitteilte.

Nach dem Ankommen auf dem Vorplatz der Kirche mit Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende Birgit Christmann sowie einem Grußwort des für die Erwachsenenbildung zuständigen stellvertretenden Dekans Rüdiger Kocholl aus Schramberg, wurde die Mitgliederversammlung in der Kirche mit einem Impuls „Mein Licht in die Mitte stellen“ fortgesetzt. Dem schlossen sich die Jahresberichte der Vorsitzenden Ulrike Wenzler-Munding sowie des Geschäftsführers Frido Ruf an.

In seinen Ausführungen ging Ruf vor allem auf die herausfordernde pandemiebedingte Situation ein. Im „Lockdown – Lockerungs – Auf – und Ab“ des vergangenen Jahres musste bei ständig wechselnden Vorgaben und Einschränkungen gestoppt, abgesagt, verändert und improvisiert werden. Gerade auch in den Kirchengemeinden konnten nach dem März 2020 fast keine Veranstaltungen mehr angeboten werden, weil vor allem die Begegnungsräume nicht mehr zur Verfügung standen.

Nichtsdestotrotz: die keb ist nicht von der Bildfläche verschwunden! Schnell wurden als Alternative für die Präsenzveranstaltungen neue Online-Formate entwickelt, mit dem Vorteil und der Erfahrung, dass sich damit die eigentliche geographische Ausdehnung erweiterte, über den regionalen Kooperationsverbund hinaus bis hin zu Kursteilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, der Schweiz und Österreich, ja sogar aus Afrika.

Eine neue Erfahrung und doch zeigt sich, dass die Veranstaltungsangebote der keb wesentlich vom realem persönlichen Kontakt, von der Begegnung von Mensch zu Mensch leben. Trotzdem, so Ruf, es bleibt spannend. Die „neue Normalität“ – so sehnlich von vielen gewünscht – wird eine andere sein. Neue Fragen und Herausforderungen werden sich nach dieser Pandemie und auch angesichts der Situation von Kirche an die und in der Erwachsenenbildung stellen.

Der Darstellung des Rechnungsergebnisses 2020 sowie des Haushalts 2021 folgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes, bevor die Mitglieder noch eine Anpassung der keb-Satzung an aktuelle gesetzliche Erfordernisse vornahmen. Zum Abschluss bedankte sich Birgit Christmann bei den Anwesenden für ihr Kommen wie auch für ihr ganzjähriges Engagement in der Erwachsenenbildung gerade auch in diesen schwierigen Zeiten. Mit dem Mut machenden Text „Exodus – Aufbruch“ und dem damit verbundenen Geschenk einer kleinen Vespertüte wurden die Teilnehmer mit Zuversicht in eine bessere Zeit hinein verabschiedet und – maskenfrei außerhalb der Kirche – wurde auch schon beim informellen Beisammensein und Austausch ein Teil der Wegzehrung verbraucht.

 

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 24. Juni 2021 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/kreis-rottweil/katholische-erwachsenenbildung-stellt-sich-den-herausforderungen/316628