Kein ganz normales Jahr für die AWO im Kreis

KREIS ROTTWEIL (pm) – Der AWO-Kreis­ver­band Rott­weil und die drei AWO-Orts­ver­ei­ne Rott­weil, Obern­dorf und Schram­berg sind mitt­ler­wei­le die allei­ni­gen Gesell­schaf­ter der AWO sozia­le Diens­te gGmbH im Land­kreis Rott­weil. Hier­über infor­mier­te AWO-Kreis­vor­sit­zen­der Hans-Peter Faißt aus Rott­weil laut einer Pres­se­mit­tei­lung in der Kreis­de­le­gier­ten­kon­fe­renz der Arbei­ter­wohl­fahrt in Obern­dorf.

Gewählt wur­de Obern­dorf als Sit­zungs­ort, da die Stadt lan­ge Zeit die Wir­kungs­stät­te von Karl Sai­le war, der im Rah­men der Kreis­de­le­gier­ten­kon­fe­renz vom AWO-Bezirks­vor­sit­zen­den Wil­fried Pfeif­fer mit der Ehren­me­dail­le in Bron­ze des AWO-Bezirks­ver­bands aus­ge­zeich­net wur­de.

In sei­nen sechs Sit­zun­gen im zurück­lie­gen­den Jahr war der AWO-Kreis­ver­band aber auch mit wei­te­ren The­men beschäf­tigt. So waren Anträ­ge zur Bezirks­kon­fe­renz in Offen­burg eben­so The­ma, wie die Bun­des­kon­fe­renz in Wolfs­burg. Bei bei­den Kon­fe­ren­zen war der AWO-Kreis­ver­band Rott­weil jeweils mit Dele­gier­ten ver­tre­ten. Einen sehr regen Mei­nungs­aus­tausch hat­te es auch mit der SPD-Kreis­tags­frak­ti­on und dem SPD-Kreis­ver­band gege­ben. Eine Beson­der­heit war auch die erst­mals orga­ni­sier­te gemein­sa­me ganz­tä­gi­ge Klau­sur von AWO-Kreis­vor­stand und den lei­ten­den Mit­ar­bei­tern aller Ein­rich­tun­gen der AWO Sozia­le Diens­te gGmbH.

Sor­gen berei­tet den Ver­ant­wort­li­chen der AWO die Mit­glie­der­ent­wick­lung die wei­ter rück­läu­fig ist. Waren es zum Stich­tag 31. Dezem­ber 2015 noch 413 Mit­glie­der, so sank deren Zahl zum 31. Dezem­ber 2016 auf kreis­weit 383. Eine Ent­wick­lung, mit der die AWO – wie vie­le ande­re Ver­bän­de auch – bun­des­weit zu kämp­fen hat. Auf ver­schie­dens­ten Fach­ta­gun­gen wer­den dazu bei der AWO Lösungs­an­sät­ze dis­ku­tiert.

Hans-Peter Faißt: „Wie wich­tig die ver­band­li­che und gleich­zei­tig ehren­amt­li­che Struk­tur der AWO ist, zeigt sich auch in den viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten vor Ort.“ Dabei ver­weist er unter ande­rem auf Kin­der­treffs, Senio­ren- und Spie­le­nach­mit­ta­ge, den Gebraucht­wa­ren­la­den „Kon­tor“ und ande­res mehr. Auch nach dem Klaus Fleck mitt­ler­wei­le aus Alters­grün­den etwas kür­zer tritt, gibt es das Ange­bot der Schuld­ner­be­ra­tung der Ver­mitt­lung von Mut­ter-Kind-Kuren wei­ter­hin. Nun aber haupt­amt­lich besetzt.

Als Gesell­schaf­ter der AWO Sozia­le Diens­te gGmbH war es dem Kreis­ver­band und den Orts­ver­ei­nen wich­tig, end­lich den ent­schei­den­den Schritt zur Erwei­te­rung des Pfle­ge­heims in Die­tin­gen zu gehen. Läuft alles nach Plan, dann wird zum Jah­res­en­de der Erwei­te­rungs­bau mit den zusätz­li­chen 24 Pfle­ge­bet­ten und sechs Tages­pfle­ge­plät­zen in Betrieb genom­men. Ob dies klappt hängt aller­dings weni­ger vom Bau­zeit­plan ab, der so gut wie sicher ein­ge­hal­ten wird. Viel­mehr ist es der bun­des­weit bestehen­de Man­gel an Fach- und Hilfs­kräf­ten im Pfle­ge­be­reich, der den Zeit­plan noch durch­ein­an­der brin­gen könn­te.

Dane­ben ver­wies Hans-Peter Faißt in sei­nem Rechen­schafts­be­richt auf den Man­gel an bezahl­ba­rem Wohn­raum. Hier hät­ten auch die Kom­mu­nen Mög­lich­kei­ten für eine Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on zu sor­gen. Was dies für betrof­fe­ne bedeu­tet, weiß unter ande­rem der Lei­ter der AWO-Wohn­sitz­lo­sen­hil­fe Didi Greu­ter.

Über die Ent­wick­lung in der Kas­se des AWO-Kreis­ver­bands infor­mier­te Kas­sie­re­rin Elke Ringl-Klank, die von Revi­sor Hans-Mar­tin Fischer ein­wand­freie Arbeit beschei­nigt bekam. Im Rah­men der ein­stim­mig erteil­ten Ent­las­tung wür­dig­te Geschäfts­füh­rer Peter Hirsch die viel­fäl­ti­ge ehren­amt­li­che Arbeit im AWO-Kreis­ver­band. Der AWO-Bezirks­vor­sit­zen­de Wil­fried Pfeif­fer beleuch­te­te das The­ma „Ehren­amt und Haupt­amt in der AWO“, bevor er Karl Sai­le für des­sen lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment ehr­te.