Auch im Regen ist der Turm beeindruckend. Foto: Gabriele Sauerland

VILLINGENDORF – Die Nar­ren­zunft Vil­lin­gen­dorf hat­te im Rah­men des Kin­der­fe­ri­en­pro­gramms die Kin­der zur Rad­tour an den Test­turm nach Rott­weil ein­ge­la­den. Neun Kin­der waren gekom­men um die Welt von oben zu sehen. Von oben kam aber lei­der nichts Schö­nes, denn es sah nach Regen aus. Mutig radel­te man los, umschiff­te die Bau­stel­le am Kreis­ver­kehr um wenig spä­ter unter der Brü­cke das Vor­ha­ben mit der Rad­tour auf­zu­ge­ben. Es reg­ne­te, und das nicht wenig.

Kurz­fris­tig wur­de umdis­po­niert und mit dem Auto zum Test­turm gefah­ren. In beein­dru­cken­der Geschwin­dig­keit ging es den Turm hin­auf, rein in die Wol­ken­schicht. Wo man bei gutem Wet­ter eine tol­le Sicht hat, sahen die Kin­der und Beglei­ter nur Wol­ken, Regen und ab und zu mal einen ver­wa­sche­nen Blick auf das Neckar­tal. Der Blick war ver­gleich­bar mit dem eines Nar­ren, des­sen Bril­le unter der Lar­ve beschlägt. So ein Turm ist schon toll, nur sehen soll­te man etwas. Nach meh­re­ren Jah­ren mit gutem Wet­ter fiel das Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm 2018 buch­stäb­lich ins Was­ser, denn das kam von oben zuhauf.

Aus der Not wur­de abschlie­ßend eine Tugend gemacht und die tra­di­tio­nel­le Bewir­tung in der Zunft­stu­be ein­ge­rich­tet. Nar­ren­va­ter Tobi­as Schuh­ma­cher führ­te die Kin­der durch die Archi­ve der Nar­ren­zunft und erklär­te den Kin­dern, wel­che Bedeu­tung die Nar­ren­fi­gu­ren Haber­müas­ler und Sai­er haben und wie die­se ent­stan­den. Bei einer Brat­wurst im Wecken und Geträn­ken wur­den dann die Fil­me der Fas­net ab 1962 gezeigt, wobei die Kin­der vie­le Unter­schie­de zur heu­ti­gen Fas­net erkann­ten. Wenn in den nächs­ten zehn Jah­ren Petrus wie­der für gutes Wet­ter sorgt, soll es allen recht sein. Viel­leicht klappt es dann ja auch mal mit dem Aus­blick vom Turm.