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Gut informiert in die Ausbildung starten

(Anzeige). Wer einen Ausbildungsplatz hat, der kann sich glücklich schätzen. Doch nicht immer ist die Freude von langer Dauer.

Mit dem Auto in den Sommerurlaub

(Anzeige). Der Sommer steht vor der Tür und damit beginnt auch die große Reisezeit. Mehr als 90 Prozent der Deutschen nutzen laut...

„Wunderfitz“ am Friedrichsplatz eröffnet

(Anzeige). Frischer Kaffeeduft dringt aus dem Haus am Friedrichsplatz 16, in unmittelbarer Nähe zum schönen Christophorus-Brunnen, gleich neben der Predigerkirche. Dort befindet...

HUK-COBURG-Versicherungsgruppe: Dank Top-Beratung bestens abgesichert

(Anzeige). Danny Walther übernimmt zum 1. August das Kundendienstbüro der HUK-COBURG in Rottweil. In der Hohlengrabengasse 24 bietet der Versicherungsexperte seinen Kunden...

Fünfmal 25 Jahre – HECO ehrt Jubilare

(Anzeige). Schramberg, im Juli 2020 – HECO feierte vor wenigen Tagen in angemessenem Rahmen die langjährige Betriebszugehörigkeit von fünf Mitarbeitenden. Die Jubilare...
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Rottweil
Samstag, 15. August 2020
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    Kosovo verdient Hilfe

    KREIS ROTTWEIL – In Zusammenarbeit mit dem bildungspolitischen Projekt Education Unlimited, das sich um Kooperation zwischen Schulen in der Repuplik Kosovo und Baden-Württemberg bemüht, besuchten Mitglieder und Gäste des Landesvorstandes der CDU-Senioren-Union auf einer sechstägigen Reise die Republik Kosovo.

    Education Unlimited wird von der Deutschen Botschaft in Pristina mit Botschafter Christian Heldt sowie dem Vizepräsidenten des Europaparlaments und Landesvorsitzenden der Senioren-Union, Rainer Wieland MdEP, unterstützt und begleitet.

    Im politischen Teil der Reise stellten hochrangige Begegnungen und intensive Gespräche unter anderem mit Varli Veseli, dem Präsidenten des kosovoarischen Parlaments, Ramush Haradinaj, dem Premierminister der Republik und Abgeordneten verschiedener Parteien Schwerpunkte der Reise dar.

    Dazu zählte auch der Besuch bei EULEX, einer zivilen Mission der Europäischen Union, in deren Rahmen Polizisten, Richter, Gefängnisaufseher und Zollbeamte in den Kosovo entsandt wurden, um dort beim Aufbau von Polizei, Justiz und Verwaltung zu helfen. Die Vorstellung kommunalpolitischer Projekte durch Bürgermeister Muharremai aus Suhareke beziehungsweise Lladrovci aus Drenas, sowie Beispiele für industrielle „Vorzeigeobjekte“ etwa des Weinguts Agrokosova und des Mineralwasserproduzenten. „Spirit of Drini“ in Prizren, gaben zusätzlich Einblicke in die Arbeit vor Ort.

    Das von der Stadt Fellbach in Suhareke geförderte „Haus Fellbach“, die Gesprächsrunden im Loyola – Gymnasium in Prizren und im Skenderbej Gymnasium in Drenas gab Gelegenheit in Gesprächsrunden mit den Schülern die Zukunftsvorstellungen- und Wünsche der Kinder und Jugendlichen zu erfahren.

    Vorherrschend waren Reise- und Studienmöglichkeiten in Europa. Die derzeit geltenden Visabestimmungen stellen dabei ein großes Hindernis dar. Die Wünsche, hier zeitnah Änderungen und Erleichterungen zu erreichen, zogen sich durch alle Gespräche.

    Bei Besichtigungen und Gesprächen in der katholischen Kirche St. Abraham, der Mosche in Drenas und in dem aus dem Mittelalter stammenden serbisch-orthodoxen Kloster Visoki Decani, das heute noch von Österreichischen und Italienischen KFOR-Soldaten beschützt wird, wurden die Bemühungen deutlich, über Grenzen von Volkszugehörigkeit und Religion hinweg Lösungen für ein zukünftiges friedliches und nachhaltiges Miteinander zu finden. Dabei war besonders erfreulich zu sehen, dass es auch einen liberalen und säkularen Islam geben kann. In Sulz sind mehr Frauen mit Kopftuch zu sehen, als in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Bei allen Schichten der Bevölkerung – auch bei den jüngeren – stellte sich heraus, dass der Krieg mit seinen schrecklichen Erlebnissen noch sehr „in den Köpfen“ verankert ist.

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    Unterstrichen und besonders offenkundig wurden die Probleme bei Besuch in Mitrovica, wo eine gesperrte und von militärischen Kräften der KFOR überwachte Straßenbrücke Wohnbezirke des nördlichen, serbischen Teils des Kosovo trennt.

    Mit drei weiteren Reiseteilnehmern hat Hugo Bronner den Weg über die Brücke in den serbischen Teil gewagt. Auf Anerkennung bei der deutschen Delegation stießen die durchaus erkennbaren Ansätze, die immer noch weit verbreiteten gravierenden Vorbehalte und Aversionen der mehrheitlich ethnisch albanischen Bevölkerung gegenüber dem serbischen Volksteil zu überwinden. Die Greueltaten waren zu groß, deshalb wird es noch lange dauern.

    Fazit für Hugo Bronner: Gemessen an der Aufbauarbeit nach den Kriegszerstörungen und vor allem seit der Unabhängigkeit im Jahre 2008 hat der Kosovo die Unterstützung der EU verdient. Immer wieder wurde der Delegation versichert, wir sind ein Europäisches Land. Denn: Russland, China und die Türkei stehen in den Startlöchern. Was das bedeuten würde, verdeutlicht ein Blick auf die Landkarte.

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