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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Kreis-CDU zu Gast in der Syn­ago­ge in Rott­weil

Kreis-CDU zu Gast in der Synagoge in Rottweil

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ROTTWEIL – Der Rott­wei­ler Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und Vor­sit­zen­de des CDU-Kreis­­ver­­­bands Rott­weil hat im Rah­men einer Besich­ti­gung mit Gedan­ken­aus­tausch in der jüdi­schen Syn­ago­ge Rott­weil das sehr gute Mit­ein­an­der der Kul­tu­ren und der Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten spe­zi­ell im Raum Rott­weil her­vor­ge­ho­ben.

„Ich dan­ke dem Vor­sit­zen­den der Israe­li­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaft Baden, Herrn Rami Suli­man und der stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den, Frau Tat­ja­na Mal­afy, für die Ein­la­dung. Wir sehen gera­de an der Syn­ago­ge in Rott­weil, wie ein Mit­ein­an­der unse­re Gesell­schaft berei­chern kann. Dass sich Men­schen jüdi­schen Glau­bens in Deutsch­land immer noch oder immer wie­der bedroht füh­len müs­sen, ist uner­träg­lich, und es for­dert uns alle her­aus“, so Teu­fel in sei­nem Impuls.

Ange­sichts eines zuneh­men­den Anti­se­mi­tis­mus und gera­de der jüngs­ten Vor­komm­nis­se in Hal­le wol­le man deut­lich machen, dass jeder reli­gi­ös begrün­de­te Extre­mis­mus bekämpft wer­de. „Wir tre­ten ein für ein fried­li­ches und tole­ran­tes Mit­ein­an­der aller Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten und wol­len ins­be­son­de­re auch jüdi­sches Leben in unse­rem Kreis wei­ter för­dern und unter­stüt­zen“, so der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der CDU-Lan­d­­tags­­frak­­ti­on.

Mit der Ein­rich­tung der Syn­ago­ge und dem jüdi­schen Gemein­de­zen­trum habe man an eine wich­ti­ge Tra­di­ti­on ange­knüpft, da die Regi­on um Rott­weil schon lan­ge Hei­mat für Juden gewe­sen ist. „Wir müs­sen wei­ter dar­an arbei­ten, dass sich jüdi­sches Leben in Baden-Wür­t­­te­m­berg selbst­be­wusst ent­fal­ten kann, und wir wol­len, dass das jeder­zeit und über­all frei und vor allem unbe­drängt geschieht“, so Teu­fel, der als Zei­chen des Mit­ein­an­ders einen „Baum der Freund­schaft“ über­reich­te. Er freue sich, wenn der Baum im Gar­ten der Syn­ago­ge sei­nen Platz fin­den wür­de, so der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te.

In die­sem Sin­ne rief der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Vol­ker Kau­der dazu auf, dass „wir nicht alles hin­neh­men dür­fen, was in unse­rem Land zuneh­mend um sich greift. Es gibt Din­ge, die sind nicht jus­ti­zia­bel, aber gera­de dar­um müs­sen wir uns alle, ob evan­ge­lisch, katho­lisch, jüdisch, mus­li­misch oder auch kon­fes­si­ons­los, gegen Hass und Het­ze weh­ren und gegen jeg­li­che Bedro­hung von reli­giö­sen Gemein­schaf­ten Wider­stand leis­ten.“ Und Land­rat Dr. Wolf-Rüdi­ger Michel, der die Ent­wick­lung der jüdi­schen Gemein­de in Rott­weil seit ihrem Beginn eben­falls mit sehr viel Sym­pa­thie beglei­tet, ergänz­te: „Ich habe einen Traum, den Traum, dass es ein­mal nicht mehr not­wen­dig sein wird, Syn­ago­gen, Mosche­en und Kir­chen von der Poli­zei beschüt­zen las­sen zu müs­sen.“

Dem Schluss­wort von Ste­fan Teu­fel, in dem er sich bei den Gast­ge­bern herz­lich für die so wohl­wol­len­de Füh­rung samt dem sehr inten­si­ven und har­mo­ni­schen Gespräch bedank­te, stimm­ten dann auch alle Teil­neh­mer ger­ne zu: „Dies war sicher­lich nicht das letz­te Tref­fen, das wir mit­ein­an­der hat­ten und von dem wir alle mit sehr viel Nach­denk­lich­keit, aber auch mit viel Mut und Zuver­sicht nach Hau­se gehen wer­den.“

 

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