Kreis-CDU zu Gast in der Synagoge in Rottweil

Kreis-CDU zu Gast in der Synagoge in Rottweil

ROTTWEIL – Der Rottweiler Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Rottweil hat im Rahmen einer Besichtigung mit Gedankenaustausch in der jüdischen Synagoge Rottweil das sehr gute Miteinander der Kulturen und der Religionsgemeinschaften speziell im Raum Rottweil hervorgehoben.

„Ich danke dem Vorsitzenden der
Israelischen Religionsgemeinschaft Baden, Herrn Rami Suliman und der
stellvertretenden Vorsitzenden, Frau Tatjana Malafy, für die
Einladung. Wir sehen gerade an der Synagoge in Rottweil, wie ein
Miteinander unsere Gesellschaft bereichern kann. Dass sich Menschen
jüdischen Glaubens in Deutschland immer noch oder immer wieder
bedroht fühlen müssen, ist unerträglich, und es fordert uns alle
heraus“, so Teufel in seinem Impuls.

Angesichts eines zunehmenden Antisemitismus und gerade
der jüngsten Vorkommnisse in Halle wolle man deutlich machen, dass
jeder religiös begründete Extremismus bekämpft werde. „Wir
treten ein für ein friedliches und tolerantes Miteinander aller
Religionsgemeinschaften und wollen insbesondere auch jüdisches
Leben in unserem Kreis weiter fördern und unterstützen“, so der
stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion.

Mit der Einrichtung der Synagoge
und dem jüdischen Gemeindezentrum habe man an eine wichtige
Tradition angeknüpft, da die Region um Rottweil schon lange Heimat
für Juden gewesen ist. „Wir müssen weiter daran arbeiten, dass
sich jüdisches Leben in Baden-Württemberg selbstbewusst entfalten
kann, und wir wollen, dass das jederzeit und überall frei und vor
allem unbedrängt geschieht“, so Teufel, der als Zeichen des
Miteinanders einen „Baum der Freundschaft“ überreichte. Er freue
sich, wenn der Baum im Garten der Synagoge seinen Platz finden würde,
so der Landtagsabgeordnete.

In diesem Sinne rief der
Bundestagsabgeordnete Volker Kauder dazu auf, dass „wir nicht alles
hinnehmen dürfen, was in unserem Land zunehmend um sich greift. Es
gibt Dinge, die sind nicht justiziabel, aber gerade darum müssen wir
uns alle, ob evangelisch, katholisch, jüdisch, muslimisch oder auch
konfessionslos, gegen Hass und Hetze wehren und gegen jegliche
Bedrohung von religiösen Gemeinschaften Widerstand leisten.“ Und
Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, der die Entwicklung der jüdischen
Gemeinde in Rottweil seit ihrem Beginn ebenfalls mit sehr viel
Sympathie begleitet, ergänzte: „Ich habe einen Traum, den Traum,
dass es einmal nicht mehr notwendig sein wird, Synagogen, Moscheen
und Kirchen von der Polizei beschützen lassen zu müssen.“

Dem Schlusswort von Stefan Teufel,
in dem er sich bei den Gastgebern herzlich für die so wohlwollende
Führung samt dem sehr intensiven und harmonischen Gespräch
bedankte, stimmten dann auch alle Teilnehmer gerne zu: „Dies war
sicherlich nicht das letzte Treffen, das wir miteinander hatten und
von dem wir alle mit sehr viel Nachdenklichkeit, aber auch mit viel
Mut und Zuversicht nach Hause gehen werden.“

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 20. November 2019 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/kreis-rottweil/kreis-cdu-zu-gast-in-der-synagoge-in-rottweil/246045