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Freitag, 25. September 2020

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Kreisjugendring vor der Auflösung gerettet

KREIS ROTTWEIL – Nach dem sich der Kreisjugendring im März, noch vor der Coronazeit, zu einer entscheidenden Sitzung treffen konnte, will das neue Führungsteam um Fidelis Stehle das ein oder andere anpacken, so dass das Gremium wieder mit mehr Leben gefüllt wird. Dass dies nicht einfach sein wird ist allen bewusst.

Nicht umsonst wurden schon Pläne entwickelt, welche sich mit der Auflösung des Kreisjugendrings befassten. Lange Zeit wurde nach Nachfolgern gesucht, die nun glücklicherweise in Fidelis Stehle (Vorstand), Felix Lehmann (stellvertretender Vorstand), Benedict Braun (Kassier) und Frederik Seeger (Schriftführer) gefunden wurde. Alle wurden mit großer Mehrheit gewählt.

Das neue Team, das aus Vertretern vom Bund der Deutschen katholischen Jugend und des evangelischen Jugendwerkes besteht, möchte so Seeger vor allem Ansprechpartner für die Mitgliedsverbände sein. Gleichzeitig erfreut es ihn, dass nun in direkter Weise Ökumene praktiziert wird, wovon sicherlich auch die kirchliche Jugendarbeit profitieren wird. Da der Kreisjugendring aber aus vielen weiteren Verbänden besteht, sieht das neue Team vor allem die Herausforderung darin, sich einen Überblick über die Arbeitsweisen und Strukturen aller zu verschaffen. Den nur wenn alle mit an einem Strang ziehen, kann der Kreisjugendring wieder mit Leben gefüllt und dadurch eine Bereicherung für alle Jugendlichen sein.

Braun meint weiter, dass Jugendliche viel zu sagen haben und nur durch gute kooperative Strukturen der Kreisjugendring ein Sprachrohr für die vielen teils hoch ehrenamtlich engagierten Kinder und Jugendlichen sein kann. Das neue Team will daher die Wertschätzung und den Dank an die Kinder und Jugendlichen unter anderem durch eine Aufwertung der Jugendleitercard (Juleica) zum Ausdruck bringen. In vielen Kreisen bekommen die Inhaber dieser Karte bei Institutionen Vergünstigungen und vieles mehr. In Rottweil, so Stehle, ist dies leider nicht der Fall, weshalb viele Jugendliche diese Karte erst gar nicht beantragen. Das Team will daher auf viele Firmen und Institutionen zugehen und diese vom Konzept der Juleica überzeugen, so dass die Inhaber der Jugendleitercard bald auch in Rottweil und Umgebung davon profitieren können.

Als weiteres großes Ziel nehmen die vier das „Superwahljahr“ 2021 ins Visier. Bei der anstehenden Land- und Bundestagswahl soll ein Event mit Abgeordneten organisiert werden, bei dem sich die Jugendlichen und Politiker näherkommen und austauschen können. Denn oftmals wird die Meinung der Kinder und Jugendlichen von den Politikern nicht wirklich ernst genommen, so Lehmann. Er findet jedoch, dass auch die jüngsten in der Gesellschaft in vielen Bereichen schon sehr kompetent sind und durchaus sich eigenständig eine Meinung bilden und dadurch positionieren können. Gerade in der heutigen Zeit, wo vermehrt Parolen aus den politischen Rändern propagiert werden ist es wichtig, mit den Politikern ins Gespräch zu kommen und den Kindern und Jugendlichen die Werte der Demokratie näher zu bringen.

Da die Ideen sehr viel Zeit beanspruchen werden, wird im Hintergrund nach Möglichkeiten einer hauptamtlichen Unterstützung gesucht. In anderen Kreisjugendringen ist dies bereits oft gang und gäbe so Stehle und es hat sich gezeigt, dass der Schritt mit einer hauptamtlichen Person allen Verbänden im Kreis zugute kommt. Bis es aber so weit kommen wird ist es noch ein langer Weg. Das neue Team freut sich auf die kommenden Aufgaben und ist guten Mutes, dass es in Zukunft mit dem Kreisjugendring wieder bergauf gehen wird.

 

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