ROTTWEIL – Der Kreis­se­nio­ren­rat Rott­weil hat bei sei­ner Mit­glie­der­ver­samm­lung eine bedeu­ten­de Zäsur voll­zo­gen. Der bis­he­ri­ge Vor­sit­zen­de Win­fried Halu­sa kan­di­dier­te nach neun Jah­ren an der Spit­ze des Kreis­se­nio­ren­rats aus Alters­grün­den nicht mehr, sein Vor­gän­ger Franz Sau­ter, von 1999 bis 2009 Vor­sit­zen­der und danach Mit­glied des bera­ten­den Aus­schus­ses zog sich eben­falls zurück. Egon Kal­ba­cher, bis­her stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und seit drei Jah­ren Vor­stands­mit­glied im Lan­des­se­nio­ren­rat, steht als Nach­fol­ger Halu­sas mit sei­ner Erfah­rung und sei­nem Enga­ge­ment für Kon­ti­nui­tät in der poli­ti­schen Senio­ren­ar­beit im Land­kreis. Zudem sind nun sie­ben der zehn „Wahl­mit­glie­der“ des bera­ten­den Aus­schus­ses neu in das Gre­mi­um ein­ge­zo­gen.

Halu­sa hob in sei­nem letz­ten Rechen­schafts­be­richt als Vor­sit­zen­der rück­bli­ckend auf 2017 beson­ders die Erstel­lung des Vor­sor­ge-Fly­ers und die Gestal­tung des Inter­net-Auf­tritts mit einer neu­en Home­page durch zwei Arbeits­krei­se des Kreis­se­nio­ren­rats her­vor. Kurz skiz­zier­te er die bei­den Sit­zun­gen mit den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ste­fan Teu­fel und Ger­hard Aden, bei denen vor allem das The­ma Pfle­ge­not­stand im Fokus stand.

Der schei­den­de Vor­sit­zen­de reka­pi­tu­lier­te zum Ende der Wahl­pe­ri­ode die Höhe­punk­te der ver­gan­ge­nen drei Jah­re: den Kreis­se­nio­ren­tag im Okto­ber 2016 in Obern­dorf, den fun­dier­ten Vor­trag zum hoch­kom­ple­xen The­ma Ren­te durch den aus­ge­wie­se­nen Exper­ten Andre­as Schwarz, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Baden-Würt­tem­berg, und das Inkraft­tre­ten des durch den Kreis­tag ein­stim­mig ver­ab­schie­de­ten Kreis­se­nio­ren­plans, für des­sen Umset­zung und Rea­li­sie­rung sich der Kreis­se­nio­ren­rat wei­ter­hin mit Ver­ve ein­set­zen müs­se. „Da müs­sen auch die Kom­mu­nen mit­spie­len.“

Er mahn­te an, sich ver­stärkt dem Dau­er­the­ma Pfle­ge­not­stand zu wid­men. Kas­sie­rer Gün­ter Wöß­ner lös­te mit sei­nem Hin­weis, dass von den zwölf Cent Zin­sen, die der Kreis­se­nio­ren­rat von der Kreis­spar­kas­se erhal­ten habe, auch noch drei Cent Kapi­tal­ertrag­steu­er fäl­lig wür­den, leich­tes Schmun­zeln bei den Mit­glie­dern aus.

Bernd Hamann, der Lei­ter des Sozi­al­re­fe­rats im Land­rats­amt, sprach dem Kreis­se­nio­ren­rat den Dank und die hohe Wert­schät­zung der Kreis­ver­wal­tung für sei­ne Arbeit aus. Er bestärk­te Vor­stand und Aus­schuss, in ihrem Enga­ge­ment wei­ter so fort­zu­fah­ren. Josef Reb­han ging in sei­nem Antrag auf Ent­las­tung auf die anste­hen­de Zäsur durch das Aus­schei­den so vie­ler Vor­stands- und Aus­schuss­mit­glie­der ein. Er stell­te vor allem die Leis­tung der bei­den Vor­sit­zen­den Franz Sau­ter und Win­fried Halu­sa, die sich jeweils neun Jah­re lang an vor­ders­ter Front für die Inter­es­sen der Senio­ren im Kreis ein­ge­setzt hät­ten.

Egon Kal­ba­cher (Deiß­lin­gen), seit sechs Jah­ren im Kreis­se­nio­ren­rat, wur­de ein­stim­mig zum neu­en Vor­sit­zen­den gewählt. Eben­so ein­hel­lig fiel die Zustim­mung für Mar­ga­ri­ta Wol­ber (Schiltach) als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de, für Mat­thi­as Kohl­ha­se (Schram­berg) als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der, Paul Bro­g­ham­mer (Rott­weil) als Kas­sie­rer und Peter Wolf (Obern­dorf) als Pres­se­wart aus.

Neu im bera­ten­den Aus­schuss sind nun Wolf­gang Dre­her aus Obern­dorf, vie­le Jah­re im Kir­chen­ge­mein­de­rat und als Ange­stell­ter der städ­ti­schen Wohn­bau­ge­sell­schaft (OWO) im Bereich sozia­ler Woh­nungs­bau und betreu­tes Woh­nen tätig, Hele­ne Eyth aus Sulz, als Kran­ken­schwes­ter Erfah­rung in der Pfle­ge­dienst­lei­tung, Robert Häring aus Obern­dorf, 24 Jah­re im Gemein­de­rat sowie vor 17 Jah­ren Grün­der der Bür­ger für Bür­ger, Kurt Mey­er aus Wilf­lin­gen, ehe­ma­li­ger Poli­zei­be­am­ter und in der Senio­ren­ar­beit enga­giert, Robert Nübel aus Sulz, 24 Jah­re Stadt­rat, 18 Jah­re lang Prä­si­dent des Sport­krei­ses Rott­weil, Hel­mut Rohm aus Mar­schal­ken­zim­mern (Jahr­gang 1948), gut drei Jahr­zehn­te in der Lei­tung des DRK-Orts­ver­eins und als Orts­vor­ste­her aktiv, sowie Bet­ti Tuf­fent­sam­mer aus Schiltach, dort unter ande­rem im Netz­werk Flücht­lings­hil­fe enga­giert. Als Aus­schuss­mit­glie­der bestä­tigt wur­den Karl Roth aus Wald­mös­sin­gen, Irma Schwel­lin­ger aus Vil­lin­gen­dorf und Hans-Peter Storz aus Dun­nin­gen.

Außer­dem gehö­ren fol­gen­de von Insti­tu­tio­nen und Behör­den ent­sand­te Mit­glie­der dem Aus­schuss an: Die­ter Gaus (Liga der frei­en Wohl­fahrts­ver­bän­de), Manu­el Forst­ner (stell­ver­tre­ten­der Sozi­al­amts­lei­ter Land­rats­amt), Johan­nes Jäger (Stadt­se­nio­ren­rat Rott­weil für die Stadt- und Orts­se­nio­ren­rä­te), Car­men Merz (Bür­ger­meis­te­rin von Zim­mern für den Gemein­de­tag), Albert Röcker (Spit­tel-Senio­ren­zen­trum Schram­berg für die sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tun­gen) und Danie­la Hai­gis (Sozi­al­sta­ti­on Sulz für die ambu­lan­ten Diens­te).