Reibungslos vollzog sich bei der Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrats Rottweil die Stabübergabe vom bisherigen Vorsitzenden Winfried Halusa (links) an seinen neu gewählten Nachfolger Egon Kalbacher. Foto: Wolf

KREIS ROTTWEIL – Für den Kreis­se­nio­ren­rat Rott­weil wird das Jahr 2019 von beson­de­rer Bedeu­tung sein: Er wird 25 Jah­re alt. Die­ses Jubi­lä­um will dann auch der neu gewähl­te Vor­sit­zen­de des Kreis­se­nio­ren­rats, Egon Kal­ba­cher, in den Mit­tel­punkt der Pla­nun­gen für die Wahl­pe­ri­ode 2018 bis 2020 stel­len, wie er bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung unter­strich.

Land­rat Wolf-Rüdi­ger Michel wid­me­te sich in sei­ner Tour d’Horizon durch die Kreis­tags­po­li­tik sehr aus­gie­big dem The­ma Breit­band­aus­bau und des­sen End­pha­se im Kreis. „Spä­tes­tens im Herbst kön­nen für 90 Pro­zent der Haus­hal­te im Kreis der Zugang zum schnel­len Inter­net ermög­licht wer­den“, ver­sprach er. Die elek­tro­ni­sche Akte wer­de auch beim Land­rats­amt kom­men sie müs­se aber bar­rie­re­frei aus­ge­stal­tet wer­den. Aus Michels Sicht wird die Kreis­ver­wal­tung dies­be­züg­lich für eine recht lan­ge Über­gangs­zeit zwei­glei­sig fah­ren müs­sen alt­her­ge­bracht mit Papier und elek­tro­nisch. In andert­halb bis zwei Jah­ren wür­den auch alle Schu­len, die dies wünsch­ten, ans Glas­fa­ser­netz ange­schlos­sen sein. Mit Blick auf die Sor­ge der älte­ren Genera­ti­on vor den Gefah­ren erhöh­ter Kri­mi­na­li­tät ver­wies der Land­rat auf die Kri­mi­nal­po­li­zei­li­che Bera­tungs­stel­le, die jeder­zeit bereit sei, bei­spiels­wei­se über ein­bruchs­hem­men­de Maß­nah­men zu infor­mie­ren. Auf die Fra­ge von Gün­ter Wöß­ner nach der künf­ti­gen ärzt­li­chen Ver­sor­gung im Kreis mein­te Michel, dass die Ein­rich­tung von Ärz­te­häu­sern der rich­ti­ge Weg sei. Man müs­se damit der Ent­wick­lung, dass der Arzt­be­ruf immer weib­li­cher wer­de, Rech­nung tra­gen.

Kal­ba­cher, auch Vor­stands­mit­glied des Lan­des­se­nio­ren­rats konn­te sich vor­stel­len, dass der Kreis­se­nio­ren­rat in sei­nem Jubi­lä­ums­jahr die Regio­nal­ta­gung des Lan­des­se­nio­ren­rats für den Regie­rungs­be­zirk Frei­burg aus­rich­ten kön­ne. „Das Jubi­lä­um wol­len wir auch nut­zen um die viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben des Kreis­se­nio­ren­rats auf­zu­zei­gen und uns als Part­ner für die Senio­rin­nen und Senio­ren zu prä­sen­tie­ren, deren Inter­es­sen wir inten­siv ver­tre­ten wol­len.“ Kal­ba­cher streif­te noch wei­te­re The­men- und Auf­ga­ben­schwer­punk­te wie Umset­zung des Kreis­se­nio­ren­plans (unter ande­rem Grün­dung von Orts­se­nio­ren­rä­ten Schaf­fung von Küm­me­r­er­stel­len) , Alters­ar­mut und Ver­ein­sa­mung , Situa­ti­on der ambu­lan­ten und sta­tio­nä­ren Pfle­ge, die Koope­ra­ti­on unter ande­rem mit dem Pfle­ge­stütz­punkt, dem Behin­der­ten­be­auf­trag­ten, der Alten­fach­be­ra­tung, die bar­rie­re­freie Kom­mu­ne, die Mobi­li­tät (Sicher­heits­trai­ning, Reflek­ti­ons­fahr­ten, ehren­amt­li­che Fahr­diens­te), Erfah­rungs­aus­tausch mit ande­ren Kreis­se­nio­ren­rä­ten und dem Demo­gra­fie­be­auf­trag­ten des Lan­des, Thad­dä­us Kunz­mann.

Bei sei­nem Blick in die Arbeit des Lan­des­se­nio­ren­rats hob Kal­ba­cher her­vor, dass gemäß sei­nes Antrags nun auch Ergeb­nis­se aus den Vor­stands­sit­zun­gen in der Publi­ka­ti­on des Lan­des­se­nio­ren­rats „im Blick“ ver­öf­fent­licht wür­den. Neben sei­ner Mit­ar­beit in den Arbeits­grup­pen Ehren­amt und Kom­mu­ne sei er neu in den Aus­schuss „Mobi­li­tät im Alter“ gewählt wor­den. Abschlie­ßend wies der neue Vor­sit­zen­de auf eini­ge Ange­bo­te des Krei­ses wie unter ande­rem „Alter und Tech­nik“, die Schaf­fung einer wei­te­ren Stel­le im Land­rats­amt, besetzt mit Juli­ka Schoch, die den Kon­takt zu den Kom­mu­nen hält sowie den sehr akti­ven Pfle­ge­stütz­punkt hin. Als ein ganz gro­ßes The­ma sprach Kal­ba­cher die auf Grund der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung zuneh­men­de Ver­ein­sa­mung im Alter an.