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Rottweil
Dienstag, 25. Februar 2020

Kreisseniorenrat Rottweil wird 25 Jahre alt

KREIS ROTTWEIL – Für den Kreisseniorenrat Rottweil wird das Jahr 2019 von besonderer Bedeutung sein: Er wird 25 Jahre alt. Dieses Jubiläum will dann auch der neu gewählte Vorsitzende des Kreisseniorenrats, Egon Kalbacher, in den Mittelpunkt der Planungen für die Wahlperiode 2018 bis 2020 stellen, wie er bei der Mitgliederversammlung unterstrich.

Landrat Wolf-Rüdiger Michel widmete sich in seiner Tour d’Horizon durch die Kreistagspolitik sehr ausgiebig dem Thema Breitbandausbau und dessen Endphase im Kreis. „Spätestens im Herbst können für 90 Prozent der Haushalte im Kreis der Zugang zum schnellen Internet ermöglicht werden“, versprach er. Die elektronische Akte werde auch beim Landratsamt kommen sie müsse aber barrierefrei ausgestaltet werden. Aus Michels Sicht wird die Kreisverwaltung diesbezüglich für eine recht lange Übergangszeit zweigleisig fahren müssen althergebracht mit Papier und elektronisch. In anderthalb bis zwei Jahren würden auch alle Schulen, die dies wünschten, ans Glasfasernetz angeschlossen sein. Mit Blick auf die Sorge der älteren Generation vor den Gefahren erhöhter Kriminalität verwies der Landrat auf die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle, die jederzeit bereit sei, beispielsweise über einbruchshemmende Maßnahmen zu informieren. Auf die Frage von Günter Wößner nach der künftigen ärztlichen Versorgung im Kreis meinte Michel, dass die Einrichtung von Ärztehäusern der richtige Weg sei. Man müsse damit der Entwicklung, dass der Arztberuf immer weiblicher werde, Rechnung tragen.

Kalbacher, auch Vorstandsmitglied des Landesseniorenrats konnte sich vorstellen, dass der Kreisseniorenrat in seinem Jubiläumsjahr die Regionaltagung des Landesseniorenrats für den Regierungsbezirk Freiburg ausrichten könne. „Das Jubiläum wollen wir auch nutzen um die vielfältigen Aufgaben des Kreisseniorenrats aufzuzeigen und uns als Partner für die Seniorinnen und Senioren zu präsentieren, deren Interessen wir intensiv vertreten wollen.“ Kalbacher streifte noch weitere Themen- und Aufgabenschwerpunkte wie Umsetzung des Kreisseniorenplans (unter anderem Gründung von Ortsseniorenräten Schaffung von Kümmererstellen) , Altersarmut und Vereinsamung , Situation der ambulanten und stationären Pflege, die Kooperation unter anderem mit dem Pflegestützpunkt, dem Behindertenbeauftragten, der Altenfachberatung, die barrierefreie Kommune, die Mobilität (Sicherheitstraining, Reflektionsfahrten, ehrenamtliche Fahrdienste), Erfahrungsaustausch mit anderen Kreisseniorenräten und dem Demografiebeauftragten des Landes, Thaddäus Kunzmann.

Bei seinem Blick in die Arbeit des Landesseniorenrats hob Kalbacher hervor, dass gemäß seines Antrags nun auch Ergebnisse aus den Vorstandssitzungen in der Publikation des Landesseniorenrats „im Blick“ veröffentlicht würden. Neben seiner Mitarbeit in den Arbeitsgruppen Ehrenamt und Kommune sei er neu in den Ausschuss „Mobilität im Alter“ gewählt worden. Abschließend wies der neue Vorsitzende auf einige Angebote des Kreises wie unter anderem „Alter und Technik“, die Schaffung einer weiteren Stelle im Landratsamt, besetzt mit Julika Schoch, die den Kontakt zu den Kommunen hält sowie den sehr aktiven Pflegestützpunkt hin. Als ein ganz großes Thema sprach Kalbacher die auf Grund der demografischen Entwicklung zunehmende Vereinsamung im Alter an.

 

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