Von links: Steffen, Gisela und Jürgen Hirt. Foto: Preuß

DEISSLINGEN  (spr) – Wer in Deiß­lin­gen etwas zu fei­ern hat geht ins Hotel Hirt – eine Insti­tu­ti­on für Fami­li­en­fes­te und run­de Geburts­ta­ge. Am Sams­tag hat es das Geburts­tags­kind nicht weit: Jür­gen Hirt, aner­kann­ter Küchen­meis­ter und erfolg­rei­cher Unter­neh­mer, fei­ert sei­nen 60. Geburts­tag.

„Er ist von Kopf bis Zeh Hote­lier, das ist sei­ne Beru­fung“, sagt Ehe­frau Gise­la Hirt. Mor­gens. Mit­tags. Abends. Nachts: „Er ist immer gut drauf, immer mit offe­nem Ohr für die Gäs­te“, deren Wohl abso­lu­te Chef­sa­che ist. Ja, ver­rät die Ehe­frau, vor dem ers­ten Kaf­fee sei er noch nicht auf Betriebs­tem­pe­ra­tur, aber nach der ers­ten Dosis Kof­fe­in prak­tisch nicht mehr zu brem­sen – zu kei­ner Tages- und Nacht­zeit.

Vor 26 Jah­ren haben die bei­den das Café Hirt über­nom­men. Das war 1957 von Ernst und Anne­ma­rie Hirt gegrün­det wor­den – weni­ge Mona­te vor Jür­gen Hirts Geburt. Mit dem Neu­bau von zunächst 18 Zim­mern star­te­te der Hotel­be­trieb. Mitt­ler­wei­le ver­fügt das Haus über 41 Zim­mer. Die Aus­las­tung ist gut, unter der Woche sei man häu­fig aus­ge­bucht. Das Publi­kum ist bunt gemischt. Zahl­rei­che Unter­neh­men aus einem Umkreis von bis zu 50 Kilo­me­tern brin­gen ihre Geschäfts­freun­de aus aller Welt ger­ne im Hotel Hirt unter. Aber auch Wan­de­rer, Biker und vie­le inter­na­tio­na­le Gäs­te, die das gemüt­li­che Haus als Basis für inter­es­san­te Aus­flü­ge in der Regi­on nut­zen, stei­gen ger­ne in Deiß­lin­gen ab.

Das Hotel ist bereits mehr­fach aus­ge­zeich­net wor­den, der Anteil der Stamm­gäs­te betra­ge 80 Pro­zent, schätzt Jür­gen Hirt. „Ich freue mich auf mei­ne Gäs­te und bin rich­tig froh, wenn ich sie wie­der begrü­ßen darf.“ Er sagt das lei­se, bedäch­tig, ohne jede Effekt­ha­sche­rei, authen­tisch eben. Die Gäs­te ihrer­seits freu­en sich eben­falls, Jür­gen Hirt wie­der zu sehen. Auf den Bewer­tungs­por­ta­len im Inter­net wird das Hotel sehr emp­foh­len. Der per­sön­li­che Ser­vice, das tol­le Team, die Herz­lich­keit, die gute Küche und ganz beson­ders das her­aus­ra­gen­de Früh­stück wer­den gelobt.

Jür­gen Hirt ist Gestalt gewor­de­ne Gast­freund­schaft, das schät­zen die Men­schen in einer Zeit, in der das unver­bind­lich Unper­sön­li­che domi­niert. Des­halb ist ein klei­nes, inha­ber­ge­führ­tes Land­ho­tel kein Aus­lauf­mo­dell, son­dern gefrag­ter denn je. Dazu passt die regio­na­le Küche – geho­ben, aber nicht abge­ho­ben.

„Ich per­sön­lich koche am liebs­ten mit Fisch. Zan­der oder Saib­ling sind mei­ne Favo­ri­ten“, so Hirt. 20 Voll­zeit­kräf­te und meh­re­re Aus­hil­fen sor­gen für die Gäs­te. „Vie­le sind schon seit 20 Jah­ren dabei und sind von uns sel­ber aus­ge­bil­det“ berich­tet Gise­la Hirt, die als Hotel­be­triebs­wir­tin die admi­nis­tra­ti­ven Auf­ga­ben erle­digt. Drei Aus­zu­bil­den­de sind der­zeit im Hotel tätig, „und bis­lang haben wir noch jeden, der blei­ben woll­te, über­nom­men“, so Jür­gen Hirt. Für das neue Aus­bil­dungs­jahr ist bereits eine Bewer­be­rin aus der Regi­on ein­ge­stellt.

Beson­ders froh ist das Ehe­paar Hirt, dass mit Sohn Stef­fen (25) bereits eines von drei Kin­dern im Betrieb mit­ar­bei­tet und die Nach­fol­ge­fra­ge damit bereits gesi­chert ist. Der Koch will noch eine Aus­bil­dung zum Hotel­be­triebs­wirt absol­vie­ren, um dann für die Wei­ter­füh­rung des Betrie­bes in Fami­li­en­hand gerüs­tet zu sein.

Nicht nur die Gäs­te, auch Bür­ger­meis­ter Ralf Ulb­rich ist froh über das gas­tro­no­mi­sche Aus­hän­ge­schild des Ortes: „Wir sind als Gemein­de dank­bar, einen solch weit­hin aner­kann­ten und tüch­ti­gen Gas­tro­no­men in unse­rer Gemein­de zu besit­zen. Das Hotel Hirt sorgt nicht nur für die über­re­gio­na­le Bekannt­heit Deiß­lin­gens, es ist für unse­re Gemein­de auch eine nicht weg­zu­den­ken­de Infra­struk­tur­ein­rich­tung. Zahl­lo­se Fami­li­en­fei­ern, Ver­samm­lun­gen, Fest­ak­te, Tagun­gen und Arbeits­es­sen wären ohne ihn und sein Team, sein Enga­ge­ment und sei­ne Gast­freund­schaft schlicht nicht mög­lich. Das Hotel Hirt ist eine Insti­tu­ti­on in unse­rer Gemein­de und Jür­gen Hirt sein Kopf und Herz zugleich!“ lobt der Schul­tes.

Den Ehren­tag am 17. März wird Jür­gen Hirt so ange­hen, wie es sei­nem Selbst­ver­ständ­nis ent­spricht: Gelas­sen und ent­spannt, und natür­lich in sei­nem Hotel, immer ansprech­bar für die Gäs­te. Ob Gra­tu­lan­ten vor­bei­kom­men wer­den? „Da las­se ich mich über­ra­schen, wir sind ja bes­tens auf Gäs­te vor­be­rei­tet.“