Grafik: DEGA

Unter dem Mot­to „Alles laut oder was?“ star­tet die Deut­sche Gesell­schaft für Akus­tik zum 22. Mal eine Sen­si­bi­li­sie­rung im Umgang mit Lärm und des­sen Fol­gen. Um auf die Pro­ble­ma­tik des Lärms auf­merk­sam zu machen, ver­an­stal­tet die Deut­sche Gesell­schaft für Akus­tik (DEGA) den „Tag gegen Lärm“ am Mitt­woch 24. April. Ziel die­ses Akti­ons­ta­ges ist es, auf Ursa­chen und Wir­kung von Lärm auf­merk­sam zu machen und somit die Lebens­qua­li­tät nach­hal­tig zu ver­bes­sern. Um dies ein­drück­li­cher zu gestal­ten, ruft die DEGA dazu auf, an die­sem Tag um 14.15 Uhr eine kur­ze Pau­se ein­zu­le­gen und sich 15 Sekun­den Ruhe zu gön­nen.

Lau­te Geräu­sche beglei­ten immer häu­fi­ger unse­ren All­tag. Egal, ob bei der Arbeit durch lau­te Maschi­nen oder durch Autos auf der Stra­ße. Wer­den die­se Geräu­sche als beein­träch­ti­gend oder stö­rend emp­fun­den, wer­den sie als Lärm bezeich­net. Auf Dau­er kann uns dies krank machen. Laut einer Umfra­ge des Umwelt Bun­des­am­tes (2016) füh­len sich 76 Pro­zent der Befrag­ten in ihrem Wohn­um­feld durch Stra­ßen­ver­kehr gestört oder beläs­tigt.

An nächs­ter Stel­le steht die Lärm­be­läs­ti­gun­gen durch den Luft­ver­kehr: Der dadurch ver­ur­sach­te Lärm stört 44 Pro­zent der Bevöl­ke­rung. Rund 38 Pro­zent der Bevöl­ke­rung füh­len sich durch Schie­nen­ver­kehr beein­träch­tigt. Die Befrag­ten gaben an, dass auch Geräu­sche der Nach­barn als stö­rend emp­fun­den wer­den. So nah­men etwa 60 Pro­zent der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dies als Belas­tung wahr.

Wird unser Gehör einem kurz­fris­ti­gen lau­ten Geräusch aus­ge­setzt, kann ein aku­ter Hör­scha­den, wie bei­spiels­wei­se Tin­ni­tus, die Fol­ge sein. Andau­ern­der Lärm ab cir­ca 80 Dezi­bel kann zu einem lang­fris­ti­gen Hör­scha­den füh­ren.
Neben den phy­si­schen Aus­wir­kun­gen führt Lärm zu einer Stress­re­ak­ti­on des Kör­pers. Puls und Blut­druck stei­gen bei einer sol­chen typi­scher­wei­se an. Wer also dau­er­haft einem gewis­sen Lärm­pe­gel aus­ge­setzt ist, läuft Gefahr an einer Herz-Kreis­lauf-Erkran­kung zu erkran­ken.

Auch nächt­li­cher Lärm beein­träch­tigt unse­ren Orga­nis­mus. Da Men­schen nachts sen­si­bler auf Geräu­sche reagie­ren, wer­den mehr Lau­te als stö­rend wahr­ge­nom­men als tags­über.

Um zukünf­ti­ge Hör­schä­den und die damit ver­bun­de­nen Fol­ge­wir­kun­gen zu ver­mei­den, emp­fiehlt die DEGA sowie das Gesund­heits­amt Rott­weil bei ent­spre­chen­den Tätig­kei­ten einen Gehör­schutz auf­zu­set­zen, sowie die Über­prü­fung der Radio- und Fern­seh­ge­rä­te auf ihre Laut­stär­ke­ein­stel­lun­gen. Vor allem bei Neu­bau­ten ist es sinn­voll, den Schall­schutz mit in die Pla­nung ein­flie­ßen zu las­sen.

Emp­foh­len wer­den außer­dem regel­mä­ßi­ge Kon­trol­len des Gehörs bei einem Fach­arzt sowie die Ver­mei­dung von Kin­der­spiel­zeug, dass sehr lau­te Geräu­sche erzeugt (Schreck­schuss­pis­to­le etc.). Auch lau­te Musik auf Kon­zer­ten oder in der Dis­co kann das Gehör schä­di­gen. Hier ist es eben­so wich­tig, einen Gehör­schutz zu tra­gen, um Fol­ge­schä­den durch lau­te Musik zu ver­mei­den.

Grund­sätz­lich gilt: Es soll­te nie mehr Lärm erzeugt wer­den als nötig, um sich und vor allem sei­ne Mit­men­schen kei­nem unnö­ti­gen Lärm aus­zu­set­zen.
Wei­te­re Infos unter: http://www.tag-gegen-laerm.de/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/laermwirkung/laermbelaestigung

https://www.apotheken-umschau.de/Laerm