Erster Landesbeamter des Landkreises Rottweil Hermann Kopp (links), Energiemanager des Landkreises Michael Wurster (Bildmitte) und der Leiter des Kompentenzzentrum Energiemanagement der Klimaschutz- und Energieagentur Baden- Württemberg GmbH (KEA) Claus Greiser (rechts). Foto: pm

ROTTWEIL – Um den wach­sen­den Her­aus­for­de­run­gen des Kli­ma­schut­zes gerecht zu wer­den, geht der Land­kreis Rott­weil mit gutem Bei­spiel vor­an und bewirt­schaf­tet sei­ne eige­nen Lie­gen­schaf­ten ener­gie­ef­fi­zi­ent. Hier­zu betreibt der Land­kreis seit 2001 zur Iden­ti­fi­zie­rung von ener­ge­ti­schen Schwach­stel­len ein umfang­rei­ches Ener­gie­ma­nage­ment.

Seit 2011 konn­te so der Strom­ver­brauch in den kreis­ei­ge­nen Gebäu­den um 17 Pro­zent und der Wär­me­ver­brauch um 8,2 Pro­zent gesenkt wer­den. Neben den finan­zi­el­len Ein­spa­run­gen von  jähr­lich etwa 75.000 Euro, konn­ten dadurch auch die CO2-Emis­sio­nen von 2390 auf 1301 Ton­nen pro Jahr redu­ziert wer­den. Um die­se Ein­spa­run­gen wei­ter aus­zu­bau­en, ver­wen­det der Land­kreis Rott­weil seit 2018 unter der fach­kun­di­gen Bera­tung der Kli­ma­schutz- und Ener­gie­agen­tur Baden-Würt­tem­berg (KEA) das kos­ten­lo­se Online-Werk­zeug Kom.EMS.

Für die­se Erfol­ge fand der Land­kreis Rott­weil nun natio­na­le Aner­ken­nung und erhielt bei einer fei­er­li­chen Ver­an­stal­tung im Land­rats­amt Rott­weil, das Sie­gel „Land­kreis mit aus­ge­zeich­ne­tem Ener­gie­ma­nage­ment“, wel­ches in Zukunft im Ein­gangs­be­reich des Land­rats­amts zu sehen sein wird. Für die Sie­gel­ent­hül­lung ist Claus Grei­ser ins Land­rats­amt nach Rott­weil gekom­men. Als Lei­ter des Fach­be­reichs Kom­mu­na­les Ener­gie­ma­nage­ment der Lan­des­en­er­gie­agen­tur war er an der Ent­wick­lung von Kom.EMS betei­ligt, wes­halb er die Gele­gen­heit nutz­te um den gela­de­nen Gäs­ten, wor­un­ter sich auch zahl­rei­che Bür­ger­meis­ter der ver­schie­de­nen Städ­te und Gemein­den aus dem Land­kreis befan­den, zu erläu­tern, dass ein sys­te­ma­ti­sches Ener­gie­ma­nage­ment der Aus­gangs­punkt einer erfolg­rei­chen kom­mu­na­len Kli­ma­schutz­po­li­tik ist.

Grei­ser hat­te auch ein Ange­bot im Gepäck: Die sechs Kom­mu­nen im Land­kreis, die bereits ein Ener­gie­ma­nage­ment betrei­ben und die ande­ren Kom­mu­nen, die die­ses Poten­ti­al noch nicht erkannt haben, sol­len unter­stützt wer­den. Das Ziel ist das kom­mu­na­le Ener­gie­ma­nage­ment wei­ter in der Regi­on zu ver­brei­ten und somit auch den Land­kreis als Modell­re­gi­on lang­fris­tig wirt­schaft­lich und kli­ma­freund­lich zu ent­wi­ckeln. So hob der Ers­te Lan­des­be­am­te des Land­krei­ses, Her­mann Kopp, in sei­ner Begrü­ßungs­re­de neben dem Nut­zen für die Umwelt auch den schwä­bi­schen Cha­rak­ter des kom­mu­na­len Ener­gie­ma­nage­ments her­vor: „Durch Ener­gie­ma­nage­ment wird nicht nur die Umwelt geschützt, son­dern die Kom­mu­nen spa­ren auch noch Geld.“.

Wodurch das kom­mu­na­le Ener­gie­ma­nage­ment auch tref­fend beschrie­ben wird, denn Ener­gie­ma­nage­ment ver­bin­det Kli­ma­schutz mit sinn­vol­lem öko­no­mi­schen Han­deln. Was auch der Ener­gie­ma­na­ger des Land­krei­ses Micha­el Wurs­ter in sei­nem Schluss­wort noch­mal fest­stell­te: „Ener­gie­ma­nage­ment bedeu­tet für uns die kon­ti­nu­ier­li­che Stei­ge­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz der Kreis­lie­gen­schaf­ten. Dabei kon­zen­trie­ren wir uns über­wie­gend auf Ein­spar­po­ten­tia­le, die ohne Inves­ti­tio­nen erschlos­sen wer­den kön­nen. Die Ver­wen­dung von Kom.EMS hat uns dabei unter­stützt die­se Ein­spa­run­gen noch­mals zu stei­gern“

Der Land­kreis Rott­weil möch­te in Zukunft sei­ne Bemü­hun­gen im kom­mu­na­len Ener­gie­ma­nage­ment wei­ter fort­set­zen, dadurch die Ener­gie­ver­bräu­che sen­ken, Geld ein­spa­ren und das Kli­ma schüt­zen.