Landrat würdigt scheidende Vorstands- und Ausschussmitglieder

Kreisseniorenrat Rottweil

Gleich sieben Vorstands- und Ausschussmitglieder des Kreisseniorenrats Rottweil wurden bei der Mitgliederversammlung von Landrat Wolf-Rüdiger Miachel verabschiedet. Unser Bild zeigt erste Reihe von links Josef Rebhan, Winfried Halusa, Franz Sauter, zweite Reihe von links Günter Wößner und Herwart Kopp, dritte Reihe von links Hans Hardtmann und Herbert Stahl. Foto: Wolf

KREIS ROTTWEIL — Sieben Vor­stands- und Auss­chuss­mit­glieder schieden bei der Mit­gliederver­samm­lung des Kreis­se­nioren­rats Rot­tweil aus ihren Ämtern aus, darunter der bis­lang amtierende Vor­sitzende Win­fried Halusa und sein Vorgänger Franz Sauter.

Diese Zäsur war für Lan­drat Wolf-Rüdi­ger Michel Anlass, deren Ver­di­en­ste umfassend darzustellen und sie in ein­er sehr per­sön­lichen Art und Weise zu ver­ab­schieden. Den schei­den­den Vor­stands- und Auss­chuss­mit­gliedern über­re­ichte Michel als Anerken­nung für ihr Engage­ment jew­eils ein Buchgeschenk, ein Jahre­stick­et für das Glat­ter Schloss mit Muse­um sowie erst­mals eine Tafel fair hergestell­ter „Land­kreis-Schoko­lade“.

Der Lan­drat erin­nerte daran, dass Halusa, seit 2007 im Kreis­se­nioren­rat und seit 2009 dessen Vor­sitzen­der, schon zuvor viele Jahre als Stad­trat und Vor­sitzen­der der CDU-Frak­tion in Schram­berg, als Kreis­rat, als Geschäfts­führer der BKK Schram­berg und in anderen Funk­tio­nen Erfahrun­gen in mehreren Gremien gesam­melt habe. Unter sein­er Ägide im Kreis­se­nioren­rat seien unter anderem der Pflegestützpunkt ges­tartet, der Kreis­se­nioren­plan ver­ab­schiedet und ein Inter­net­blog ein­gerichtet wor­den. Michel würdigte Halusas sach­liche, prag­ma­tis­che und offene Herange­hensweise an die unter­schiedlich­sten The­men­bere­iche. Er habe immer den Blick für das Mögliche gehabt.

Der Lan­drat skizzierte Franz Sauters Lebensleis­tung und poli­tis­chen Ein­satz für den ländlichen Raum zunächst als Kreis­rat und dann 28 Jahre lang als Bun­destagsab­ge­ord­neter. 1999 sei er nach dem plöt­zlichen Tod der dama­li­gen Vor­sitzen­den Ursu­la Plake in die Bresche gesprun­gen und habe die Führung des Kreis­se­nioren­rats über­nom­men. Diese habe er 2009 an Halusa übergeben, habe aber weit­er­hin neun Jahre lang aktiv im Auss­chuss mit­gear­beit­et und Ideen einge­bracht.

Für ihr langjähriges Engage­ment bedank­te sich der frisch gewählte neue Vor­sitzende des Kreis­se­nioren­rats Rot­tweil, Egon Kalbach­er (rechts) bei seinen bei­den Vorgängern Franz Sauter (links) und Win­fried Halusa jew­eils mit einem nahrhaften Geschenkko­rb. Foto: Wolf

Josef Reb­han war viele Jahre als stel­lvertre­tender Vor­sitzen­der und dann noch sechs Jahre im bera­ten­den Auss­chuss ein stre­it­bar­er Ver­fechter von Anliegen der Senioren. Dabei habe er auch immer als ehe­ma­liger Land­tagsab­ge­ord­neter seine guten Kon­tak­te zur Lan­desregierung und den Lan­des­be­hör­den in Stuttgart für den Kreis­se­nioren­rat genutzt.

Gün­ter Wößn­er, elf Jahre im Kreis­se­nioren­rat und viele Jahre dessen Kassier­er, habe immer schon als Dorn­han­er Bürg­er­meis­ter und Kreis­rat den Mut gehabt, immer voranzuge­hen, Ver­ant­wor­tung zu übernehmen und etwas zu wagen, ohne das Mach­bare aus den Augen zu ver­lieren, betonte Michel.

Her­wart Kopp, sechs Jahre Auss­chuss­mit­glied des Kreis­se­nioren­rats, habe als ehe­ma­liger Sulz­er Gemein­der­at und Holzhausen­er Ortschaft­srat viel kom­mu­nalpoli­tis­che Erfahrung ins Gremi­um einge­bracht, erk­lärte der Lan­drat, der auch Kopp Engage­ment als ehre­namtlich­er Orts- und Stadtarchivar her­ausstrich.

Her­bert Stahl gehörte seit 2012 dem Kreis­se­nioren­rat an, seit 2010 dem Vor­stand des Senioren­rats Rot­tweil, viele Jahre davon als Schrift­führer. Michel ging auf Stahls 15jährige Amt­szeit als Amts­gerichts­di­rek­tor und als Vor­sitzen­der Richter am Landgericht Rot­tweil ein, wo er zeitweilig eine Zivilka­m­mer sowie das Schwurg­ericht und die Große Straf- und Jugend­kam­mer geführt habe. Dabei habe Stahl die notwendi­gen Entschei­dun­gen gedanklich mit nach Hause genom­men. 15 Jahre lang sei er zudem ehre­namtlich im Vor­stand der Bewährung­shil­fevere­ine an den Landgericht­en Tübin­gen und Rot­tweil gewe­sen. Michel strich auch das ehre­namtliche Engage­ment vor Stahls Frau Ursu­la her­aus, die den Inter­net-Blog des Kreis­se­nioren­rats ein­gerichtet und betreut habe. Sie habe maßge­blich an der Gestal­tung des Vor­sorge-Fly­ers mit­gewirkt.

Hanns Hardt­mann, seit 2012 Auss­chuss­mit­glied, habe sich als gel­ern­ter Grafikde­sign­er von der kreativ-men­schlichen Seite ger­ade bei der Gestal­tung von Plakat­en und Fly­ern einge­bracht. Hardt­mann sei auch ein Mit­be­grün­der der öku­menis­chen Hos­piz­gruppe in Obern­dorf.

Der frisch gewählte Vor­sitzende Egon Kalbach­er schloss sich den anerken­nen­den Worten des Lan­drats an und bedank­te sich bei den auss­chei­den­den Vor­stands- und Auss­chuss­mit­gliedern für die vie­len pos­i­tiv­en Sig­nale. Beson­ders hob er Sauter und Halusa her­vor, die als Vor­sitzende 19 Jahre lang den Kreis­se­nioren­rat und dessen pos­i­tive Entwick­lung entschei­dend geprägt hät­ten, und würdigte deren ruhige und sach­liche Art. Kalbach­er über­re­ichte den Sauter und Halusa jew­eils einen Geschenkko­rb mit nahrhaftem Inhalt als Dank für ihr außergewöhn­lich­es Engage­ment sowie für die erfol­gre­ichen Impulse, die sie gegeben hät­ten.