LAUTERBACH – Da kommt Freude im Lauterbacher Rathaus auf: Das Regierungspräsidium Freiburg unterstützt den Bau eines Abwassersammlers in Lauterbach im Bereich Mooswald mit 700.000 Euro. Der Zuwendungsbescheid sei am Dienstag per Post an Bürgermeister Norbert Swoboda versandt worden, so Pressesprecher  Markus Adler es in einer Pressemitteilung der Behörde. Das Gebiet Mooswald liegt an der Gemarkungsgrenze zu Tennenbronn.

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Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer erläutert: „Die Ersterschließung von Weilern im Ländlichen Raum ist ein landespolitischer Förderschwerpunkt.“ Die dortigen Gemeinden hätten wegen der großen Ausdehnung höhere Aufwendungen als Kommunen in den Ballungsgebieten. Deshalb freue sie sich, einen Höchstfördersatz von 80 Prozent gewähren können. „Für die Bewohnerinnen und Bewohner wird damit die Abwasserversorgung zukunftssicher und nach heutigem technischen Standard aufgestellt.“

Lauterbach hat als Flächengemeinde zahlreiche kleinere Streusiedlungen, die noch nicht alle an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind. Diese werden noch über Kleinkläranlagen und geschlossene Gruben mit Hilfe von Tankwagen entsorgt. Die Kommune sei dabei, die Anzahl der dezentralen Abwasseranlagen zu reduzieren und unternehme dazu große Anstrengungen.

Die Streusiedlung Mooswald mit ihren 20 Anwesen mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden soll über eine 4,8 Kilometer lange Abwasserleitung direkt an die Kläranlage in Schramberg angeschlossen werden. Mit dem Bau der Leitung werden auch wasserwirtschaftliche Missstände beseitigt und die Entsorgung zukunftssicher geregelt. Die Leitung kostet insgesamt 850.000 Euro.

Die Förderung zielt laut Regierungspräsidium auch darauf ab, unzumutbar hohe Gebühren und Beiträge für die Einwohnerinnen und Einwohner zu vermeiden. „In Lauterbach kostet ein Kubikmeter Wasser, Abwasser und Regenwasser derzeit 6,45 Euro und liegt damit im Landesvergleich sehr weit oben. Auch deshalb war es möglich, den Höchstfördersatz anzusetzen“, so Adler abschließend.