Lehengericht feiert sich

Lehengericht feiert sich

Mit viel Musik, Handwerksvorführungen und ein paar Reden feierte Lehengericht sein 200-jähriges Bestehen an diesem Wochenende – und zwar in Schiltach.

Lehengericht war bekanntlich bis 1974 eine selbständige Gemeinde und kam erst damals zu Schiltach. Vorher hatte  das Lehengericht – das sind Vorder- und Hinterlehengericht und viele Höfe auf den Schwarzwald-Höhen dazwischen – sein Rathaus kurioserweise in Schiltach.

Auf dem Platz vor dem früheren Lehengerichter Rathaus  haben die Lehengerichter mit den Schiltachern und vielen Gästen aus dem Umland am Wochenende gefeiert. Ortsvorsteher Thomas Kipp  hieß als Gäste Trachtenträger aus Schenkenzell, Kirnbach, Reichenbach und Langenschiltach willkommen. Der Platz mit der Linde sei der Ort gewesen, an dem sich früher „das Leben abgespielt” habe. Hier waren die Post, die Milchzentrale und eben das Rathaus.

Dachdeckermeister Heinz Feder aus Königsfeld-Erdmannsweiler zeigte das Schindelmachen.
Foto: him

Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas freute sich, dass für die Schau “Lebendiges Lehengericht” viele Akteure gekommen waren. Die Imker demonstrierten ihre Arbeit mit den Bienen. Eine Schäpelmacherin und eine Strohschuhmacherin zeigten ihr altes Handwerk. Die Offenhaltung der Landschaft war Thema, wie auch die Flößerei, das Schindelmachen oder das Deichelbohren. Auch alte Dieselmotoren aus der Landwirtschaft gab es zu sehen.

 

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 7. Mai 2018 von Martin Himmelheber (him). Erschienen unter https://www.nrwz.de/kreis-rottweil/lehengericht-feiert-sich/203082