Eine lehrreiche und informative Woche vderbrachten EHG-Schüler in Italien. Foto: pm

ROTTWEIL – Eine ganz beson­de­re Unter­neh­mung wird all­jähr­lich den Schü­le­rin­nen und Schü­lern des Ita­lie­nisch Kurs des Tech­ni­schen Gym­na­si­ums der Erich-Hau­ser-Gewer­be­schu­le Rott­weil gebo­ten: der Aus­tausch mit dem Gym­na­si­um „G. Cot­ta“ aus Legano/ Ita­li­en.

Nach den Kon­tak­ten per Mail und whats­app begeg­ne­ten sich nun nach einer lan­gen Bus­fahrt die deut­schen und ita­lie­ni­schen Schü­ler und Schü­le­rin­nen zum ers­ten Mal „fac­cia a fac­cia“. Die Auf­nah­me durch die Gast­el­tern war über­aus herz­lich, so dass schnell alle zuvor vor­han­de­nen Ängs­te und Befürch­tun­gen ver­flo­gen waren.

Am Tag nach der Ankunft stand eine Stadt­füh­rung in Vero­na auf dem Pro­gramm, mit der Besich­ti­gung der römi­schen Are­na, der Piaz­za del­le Erbe, des Cas­tell­vec­chio und der Sca­li­ger Grä­ber. Nach­mit­tags konn­te man auf eige­ne Initia­ti­ve wei­te­re reiz­vol­le Win­kel in die­ser schö­nen Stadt ent­de­cken, unter ande­rem den Hof mit dem Bal­kon der in Romeo ver­lieb­ten Giu­li­et­ta.

Die neue Woche begann im Liceo Cot­ta mit der Begrü­ßung durch den Schul­lei­ter. Anschlie­ßend erleb­ten die Schü­ler die doch etwas ande­re, aber inter­es­san­te Atmo­sphä­re im ita­lie­ni­schen Unter­richt. Die ita­lie­ni­schen Schü­ler hat­ten eine klei­ne Stadt­füh­rung durch Lega­no vor­be­rei­tet, bei der sie ihre beein­dru­cken­den Deutsch­kennt­nis­se unter Beweis stell­ten.

Ein inter­es­san­ter Besuch in der hoch­mo­dern aus­ge­stat­te­ten Fir­ma Fadi­ni schloss sich an. Sie ist füh­rend in der Pro­duk­ti­on von auto­ma­ti­schem Antrieb von Toren und Stra­ßen­schran­ken.
Ganz beson­ders fie­ber­ten die Schü­ler dem Besuch von Vene­dig ent­ge­gen.

Die Cle­ver­ness der Vene­zia­ner konn­ten sie gut wäh­rend einer Vor­füh­rung in einer Glas­blä­se­rei auf Mura­no erle­ben, aber natür­lich auch die beson­de­re Atmo­sphä­re der Stadt in den Gäß­chen und an den Kanä­len. Eine beson­de­rer Höhe­punkt war eine Füh­rung durch das tra­di­ti­ons­rei­che Thea­ter La Feni­ce.

Der Besuch einer Pas­tic­ce­ria stellt eine rei­ne Gau­men­ver­füh­rung dar, so auch die der Fami­lie Muz­zi, in der Gebäck und Süß­wa­ren nach alter Tra­di­ti­on her­ge­stellt wer­den, wie bei­spiels­wei­se die bekann­te Colom­ba zu Ostern oder der Panet­to­ne zu Weih­nach­ten.

Am letz­ten Tag besich­tig­ten die Schü­ler Padua, wo sich eine der ältes­ten Uni­ver­si­tä­ten Ita­li­ens befin­det, in der auch Gali­leo Gali­leo vie­le Jah­re gelehrt hat­te. Der bota­ni­sche Gar­ten, der ältes­te sei­ner Art über­haupt, fas­zi­nier­te mit sei­ner impo­san­ten Anla­ge und den jahr­hun­der­te­al­ten Pflan­zen.

Die­ser Besuch in Ita­li­en im Rah­men des Schü­ler­aus­tau­sches war ein sehr schö­nes Erleb­nis und hat allen sehr viel Spaß gemacht. Die Woche war sehr lehr­reich und infor­ma­tiv. Es war auch eine her­vor­ra­gen­de Gele­gen­heit, end­lich das anzu­wen­den, was man in vie­len Stun­den zuvor gelernt hat­te: Ita­lie­nisch.