Otmar Knoll, Direktor von Whirlpools World in Deißlingen-Lauffen, bei der Audienz mit dem 14. Dalai Lama. Foto: pm

DEISSLINGEN – Hun­der­te von Städ­ten betei­lig­ten sich am Sonn­tag, 10. März, an der Akti­on „Flag­ge zei­gen für Tibet!“ und bekun­de­ten damit ihre Unter­stüt­zung für die Tibe­ter und deren geist­li­ches Ober­haupt, den Dalai Lama. Auch die Gemein­de Deiß­lin­gen macht seit vie­len Jah­ren bei die­ser Kam­pa­gne mit. Für den hier behei­ma­te­ten Rol­ler­club „Die Gött­li­chen“ und Otmar Knoll, Direk­tor der Fir­ma Whirl­pools World, bedeu­te­te die­ser Tag jedoch mehr als ein all­ge­mei­nes Zei­chen der Soli­da­ri­tät.

Genau 60 Jah­re ist es her, seit sich das tibe­ti­sche Volk – auch aus Sor­ge um das Leben des Dalai Lama – gegen die chi­ne­si­sche Besat­zungs­macht erho­ben hat­te. Der Tibet­auf­stand wur­de vom chi­ne­si­schen Mili­tär bru­tal nie­der­ge­schla­gen; Zehn­tau­sen­de Tibe­ter star­ben, der Dalai Lama floh ins Exil nach Indi­en. Unzäh­li­ge Kul­tur- und Reli­gi­ons­ein­rich­tun­gen Tibets wur­den in der Fol­ge ver­nich­tet. Auch heu­te ist die Lage in Tibet noch sehr ange­spannt und es ist streng ver­bo­ten, den aktu­el­len Dalai Lama zu erwäh­nen oder gar Bil­der von ihm zu ver­brei­ten.

Weis­heit, Wür­de, Gewalt­lo­sig­keit – alles Attri­bu­te, die mit dem 14. Dalai Lama, dem 1989 der Frie­dens­no­bel­preis ver­lie­hen wur­de, asso­zi­iert wer­den. Seit sechs Jahr­zehn­ten setzt er sich für die Ach­tung der Men­schen­rech­te und demo­kra­ti­schen Frei­hei­ten des tibe­ti­schen Volks ein.

Men­schen­rech­te gel­ten über­all. Räum­li­che oder ander­wei­ti­ge – bei­spiels­wei­se kul­tu­rel­le -Ent­fer­nun­gen spie­len dabei kei­ne Rol­le. Im Gegen­teil: Es ist wich­tig, deut­lich zu machen, dass man sich für die­se Din­ge auch dann ein­setzt, wenn sie sich nicht vor der eige­nen Haus­tür abspie­len“, betont Sven-Georg Ade­nau­er, ein Enkel von Kon­rad Ade­nau­er und Schirm­herr der Flag­gen­kam­pa­gne, im Inter­view mit der Tibet-Initia­ti­ve Deutsch­land.

Wie schnell weit ent­fern­te poli­ti­sche Ereig­nis­se dann doch ihre Schat­ten bis vor die eige­ne Haus­tür wer­fen kön­nen, erfuh­ren Otmar Knoll und „Die Gött­li­chen“ im Som­mer 2018 bei einer Rei­se in den Hima­la­ya.

In Ladakh im Nor­den Indi­ens, nur einen Stein­wurf von der Som­mer­re­si­denz des 14. Dalai Lama ent­fernt, liegt die „Bright Moun­tain Den­tal Cli­nic“, die der Rol­ler­club „Die Gött­li­chen“, die Fir­ma Whirl­pools World und deren Eigen­tü­mer­fa­mi­lie Knoll im ver­gan­ge­nen Jahr mit ins­ge­samt 13.000 Euro unter­stützt haben. Auch anläss­lich sei­nes 60. Geburts­tags hat­te Otmar Knoll dar­um gebe­ten, auf Geschen­ke zu ver­zich­ten und statt­des­sen für die Zahn­kli­nik in Chog­lam­sar zu spen­den.

Dort kam es anläss­lich der Eröff­nung im Som­mer 2018 zu einer Begeg­nung, die kei­ner so schnell ver­ges­sen wird: Otmar Knoll und „Die Gött­li­chen“ tra­fen nicht nur Jet­sün Pema, die jün­ge­re Schwes­ter des Dalai Lama, son­dern bei einer Pri­vat­au­di­enz auch das geist­li­che Ober­haupt der Tibe­ter höchst­per­sön­lich.

Tief beein­druckt von des­sen Cha­ris­ma, Humor und Offen­heit, gal­ten ihre Gedan­ken am 10. März ganz beson­ders den Tibe­tern, die seit sechs Jahr­zehn­ten dem fried­li­chen Weg des Dalai Lama fol­gen.