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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Nach 20 Jah­ren ist Schluss

Nach 20 Jahren ist Schluss

Ener­gie­ex­per­te refe­riert über die Zukunft von Alt-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen

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DEISSLINGEN – Im Rah­men des Ener­gie­stamm­ti­sches hielt Dani­el Drix­ler im Hotel Hirth in Deiß­lin­gen einen Vor­trag vor­wie­gend zu Spei­cher­kon­zep­ten. Gela­den hat­te die Bür­ger­en­er­gie Deiß­lin­gen, die in naher Umge­bung in rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­er­zeu­gungs­an­la­gen inves­tiert und die­se auch betreibt. An der Genos­sen­schaft kann sich jeder voll­jäh­ri­ge Bür­ger betei­li­gen.

Unter dem Titel „Die Zukunft Ihrer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge “ ging der Ener­gie­ex­per­te und Refe­rent des Abends Dani­el Drix­ler auf mög­li­che zukünf­ti­ge Nut­zungs­sze­na­ri­en ein. Neben den orga­ni­sa­to­ri­schen The­men, die nach dem Ablauf der EEG-Ein­­spei­­­se­­ver­­gü­­tung anste­hen waren haupt­säch­lich Spei­cher­kon­zep­te das The­ma des Vor­trags. Es muss nicht immer ein moder­ner und lang­le­bi­ger Lithi­um-Ionen Spei­cher sein betont Dani­el Drix­ler.

Zwar instal­liert sein Unter­neh­men, das Teil einer bun­des­wei­ten Fach­be­triebs­ket­te mit 43 Stand­or­ten ist, mitt­ler­wei­le 70 Pro­zent der Neu­an­la­gen mit einem Solar­strom­spei­cher, aller­dings sind auch ther­mi­sche Spei­cher durch­aus markt­gän­gig. Als Mög­lich­kei­ten kom­men hier etwa ein Heiz­stab im Puf­fer­spei­cher der Hei­zung, eine Brauch­was­ser­wär­me­pum­pe oder auch Infra­rot­hei­zun­gen im Betracht.

Heu­te steht bei Neu­an­la­gen im Fokus, dass mög­lichst viel des selbst erzeug­ten Stroms direkt im Haus­halt genutzt wer­den kann, da die Ein­spei­se­ver­gü­tung der­zeit noch bei etwa 12 Cent pro Kilo­watt­stun­de liegt. Ins­be­son­de­re gilt dies jedoch für Alt­an­la­gen, die nach 20 Jah­re aus der För­de­rung her­aus­ge­nom­men wer­den. Das Ziel ist die Errei­chung einer mög­lichst hohen Eigen­ver­brauchs­quo­te des selbst erzeug­ten Solar­stroms.

Eine kom­plet­te Unab­hän­gig­keit vom öffent­li­chen Strom­netz – wie es sich mitt­ler­wei­le vie­le Bür­ger wün­schen ist trotz aus­ge­reif­ter Spei­cher­tech­no­lo­gi­en im Moment noch nicht mög­lich fügt Dani­el Drix­ler hin­zu. 70 Pro­zent Unab­hän­gig­keit sind mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge und Solar­strom­spei­cher pro­blem­los mög­lich. Für die rest­li­chen 30 Pro­zent wird mitt­ler­wei­le eine soge­nann­te Stromcloud ange­bo­ten, mit der es sogar mög­lich ist, bis zu 100 Pro­zent des erzeug­ten Solar­stroms zu nut­zen.

Mit dem Fazit, dass die Ener­gie­er­zeu­gung der Zukunft sau­ber und dezen­tral sein wird, been­de­te der enga­gier­te Unter­neh­mer nach vie­len Fra­gen der gespann­ten Zuhö­rer den Abend. Wer damals in eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge inves­tiert hat, ist bereits heu­te für die Zukunft der Ener­gie­ver­sor­gung gerüs­tet. Es sei aller­dings auch aus wirt­schaft­li­cher Sicht sehr inter­es­sant, Solar­strom selbst zu erzeu­gen und zu nut­zen.

 

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