Einige JU´ler im Nachgang der Regionalkonferenz zusammen mit Landrat Sven Hinterseh. Foto: pm

DEISSLINGEN – Zu ihrer tra­di­tio­nel­len jähr­li­chen Regio­nal­kon­fe­renz tra­fen sich Mit­glie­der der Jun­gen Uni­on (JU) der Kreis­ver­bän­de Rott­weil, Tutt­lin­gen und Schwarz­wald-Baar in Deiß­lin­gen. Ein­ge­la­den war Sven Hin­ter­seh, der seit 2012 Land­rat des Schwarz­wald-Baar-Krei­ses ist. Auf der Agen­da stan­den unter ande­rem die The­men schnel­les Inter­net, ÖPNV, Stra­ßen und Ver­kehrs­we­ge sowie aus aktu­el­lem Anlass auch „Fri­days for Future”.

Mar­cel Grie­ßer, Kreis­vor­sit­zen­der der JU im Kreis Rott­weil, begrüß­te die anwe­sen­den Mit­glie­der und Gäs­te aus den umlie­gen­den Land­krei­sen. „Die Lebens­qua­li­tät im länd­li­chen Raum ist uns enorm wich­tig”, so Mar­cel Grie­ßer. Die jun­ge Genera­ti­on müss­te sich viel stär­ker in die Ange­le­gen­hei­ten vor Ort ein­mi­schen. Er lob­te Sven Hin­ter­seh und den Kreis­tag des Schwarz­wald-Baar-Krei­ses für die gro­ßen Inves­ti­tio­nen in den Breit­band­aus­bau: „Das macht deut­lich, dass das schnel­le Inter­net ein zen­tra­ler Stand­ort­fak­tor ist.“

Land­rat Sven Hin­ter­seh führ­te wich­ti­ge Tätig­keits­fel­der und die damit ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen sei­ner täg­li­chen Arbeit auf. „Breit­band­aus­bau ist mein Mega­the­ma.” Über­zeugt zeig­te er sich von der Glas­fa­ser­tech­no­lo­gie: „Alle Exper­ten gehen davon aus, dass Glas­fa­ser die Zukunfts­tech­no­lo­gie der kom­men­den Jahr­zehn­te ist. Es ist unser Ziel, alle Haus­hal­te im Schwarz­wald-Baar-Kreis mit Glas­fa­ser zu ver­sor­gen.“ Bis­lang sei­en im Land­kreis über 100 Mio. EUR in schnel­les Inter­net inves­tiert wor­den.

Wie auch beim Breit­band­aus­bau gebe es beim ÖPNV viel Nach­hol­be­darf. Land­rat Hin­ter­seh: „Wir sind nicht schlecht auf­ge­stellt, aber wir müs­sen sehr viel bes­ser wer­den.“ In den kom­men­den Jah­ren müs­se die Wei­ter­ent­wick­lung des Ring­zu­ges vor­an­ge­trie­ben wer­den. Die Bahn­stre­cken Rott­weil-Vil­lin­gen, Immen­din­gen-Tutt­lin­gen und vor­aus­sicht­lich auch die Donau­bahn müss­ten elek­tri­fi­ziert wer­den, damit ein Anschluss an die wich­ti­gen Ver­kehrs­kno­ten­punk­te der über­re­gio­na­len Schie­nen­stre­cken erreicht wer­den kön­ne. Mit Blick auf die Finan­zie­rung ist sich Sven Hin­ter­seh sicher, dass dies „gut ange­leg­tes Geld ist, um die Lebens­qua­li­tät bei uns in der Regi­on zu stei­gern.“ Der Kreis­vor­sit­zen­de der Jun­gen Uni­on im Schwarz­wald-Baar-Kreis, Lou­is Wei­ßer, for­der­te den Anschluss von St. Geor­gen an den Ring­zug.

Ange­spro­chen auf die „Fri­days for Future”-Bewegung erläu­tert der Land­rat, dass er es gut fin­de, dass sich jun­ge Men­schen enga­gie­ren. Dies dür­fe aber nicht nur Event­cha­rak­ter haben. Alex­an­dra Sau­ter, stell­ver­tre­ten­de Kreis­vor­sit­zen­de der JU Tutt­lin­gen, ging auf ein Posi­ti­ons­pa­pier des JU Bun­des­ver­bands zum The­ma „Nach­hal­tig­keit“ ein. Nach einer leb­haf­ten Dis­kus­si­on bekräf­tig­te die Jun­ge Uni­on ihr Ziel, sich für die Ein­füh­rung des Schul­fachs „Nach­hal­tig­keit“ ein­zu­set­zen, um so den jun­gen Men­schen ein Bewusst­sein für die Aus­wir­kun­gen ihrer eige­nen Lebens­wei­se zu ver­mit­teln.
Ein wei­te­rer Dis­kus­si­ons­punkt ziel­te auf das Frei­zeit­an­ge­bot der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg ab. Vie­le jun­ge Men­schen zie­hen für ein Stu­di­um oder eine Aus­bil­dung aus der Regi­on weg, mit der Begrün­dung, dass die Regi­on nichts zu bie­ten habe. Unteran­de­rem feh­le es an Aus­geh­mög­lich­kei­ten für jun­ge Erwach­se­ne. Nach einer teils emo­tio­na­len Dis­kus­si­on war man sich einig, sich für bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen in der Gas­tro­no­mie ein­zu­set­zen. So soll ein Anreiz für neue Geschäfts­ide­en geschaf­fen wer­den.

Mit Blick auf die Euro­pa­wahl am 26. Mai 2019 zeig­ten sich die Jugend­li­chen zuver­sicht­lich, dass die CDU mit Andre­as Schwab als süd­ba­di­schen Spit­zen­kan­di­da­ten ein her­vor­ra­gen­des Ergeb­nis ein­fährt. Vie­le Mit­glie­der der Jun­gen Uni­on wer­den am sel­ben Tag auch für ein kom­mu­na­les Amt kan­di­die­ren. Dies sind im Land­kreis Rott­weil: Mar­cel Grie­ßer (Rott­weil), Eva-Maria Lacher (Rott­weil), Pas­cal Schnei­der (Rott­weil), Ste­fan Franz (Obern­dorf), Oli­ver Essel (Obern­dorf), Chris­toph Elben (Obern­dorf), Felix Leh­mann (Dorn­han) und Mar­cel Kam­me­rer (Zim­mern o.R.). Wei­ter kan­di­die­ren im Land­kreis Tutt­lin­gen Alex­an­dra Sau­ter (Bären­thal), Nils Tan­ne­ber­ger (Tutt­lin­gen), Lisa Reschetov (Tutt­lin­gen), Manu­el Schaaf (Tutt­lin­gen), Mari­us Man­ger (Möh­rin­gen), David Dre­her (Den­kin­gen), Alex­an­der Glöck­ler (Tros­sin­gen), David Aschen­bren­ner (Tros­sin­gen), Natha­na­el Schwarz (Spai­chin­gen), Ste­fan Vil­ling (Spai­chin­gen), Ste­phan Stit­zen­ber­ger (Spai­chin­gen), Ben­ja­min Graf (Spai­chin­gen) und Jan­ne Gud­dei (Nen­din­gen) sowie im Schwarz­wald-Baar-Kreis Rapha­el Rabe (Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen), Lou­is Wei­ßer (Nie­dere­schach) und Yan­nick Mot­zer (Königs­feld).