Die neuen Fräsmaschine im Einsatz. Foto: pm

ROTTWEIL – Land­rat Dr. Michel über­gab kürz­lich zwei neue, kon­ven­tio­nel­le Fräs­ma­schi­nen mit Digi­tal­an­zei­ge an die Erich Hau­ser Gewer­be­schu­le. Nötig wur­de die Inves­ti­ti­on, weil die alten Fräs­ma­schi­nen aus den 80er Jah­ren nicht mehr dem Stan­dard der Arbeits­si­cher­heit und den aktu­el­len Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten ent­spra­chen.

Bei­de Maschi­nen sind rings­um mit halb­ho­her Kabi­ne ein­ge­klei­det und daher beson­ders sicher. Das konn­te man über die 36 Jah­re alten Vor­gän­ger­mo­del­le nicht mehr behaup­ten, zudem brach­ten die­se nicht die heu­te benö­tig­ten Dreh­zah­len zur Erstel­lung zeit­ge­mä­ßer Fräs­werk­zeu­ge. Durch Abnut­zung in der Spin­del hat­ten die Ver­su­che zuletzt nicht mehr geklappt, so dass der Kreis an die­ser Stel­le rund 110.000 Euro inves­tier­te.

Mit den neu­en Maschi­nen aus Polen kön­nen Fräs­ver­su­che mit ver­schie­de­nen Bear­bei­tungs­pa­ra­me­tern (z.B. Schnitt­ge­schwin­dig­kei­ten, Vor­schü­be, Schneid­stof­fe etc.) durch­ge­führt wer­den. Die Schü­ler der M2IM und M2WZ zeig­ten dem Land­rat und dem Schul­lei­ter unter Anlei­tung ihres Leh­rers Geb­hard Peter die Ergeb­nis­se des Fräs­vor­gangs und prüf­ten die Ober­flä­chen­gü­te der Werk­stü­cke. Auch die Dau­er des Fräs­vor­gan­ges und die Bear­bei­tungs­zeit wur­den aus­ge­wer­tet und doku­men­tiert.

Die neu­en Maschi­nen sind für die Grund­bil­dung Metall aus­ge­legt und daher haupt­säch­lich bei der zwei­jäh­ri­gen Berufs­fach­schu­le im Ein­satz. Die­se Klas­sen haben wöchent­lich rund 17 Stun­den Werk­statt­un­ter­richt und die Maschi­nen sind teil­wei­se im Dau­er­ein­satz. Zudem kom­men die Maschi­nen im Lern­feld 5 („Fer­ti­gen von Ein­zel­tei­len mit Werk­zeug­ma­schi­nen”) zum Ein­satz.

Danach bekam der Land­rat einen sta­tus quo Bericht von Micha­el Schuler zur Lern­fa­brik 4.0 an der Erich Hau­ser Gewer­be­schu­le. Er erläu­ter­te die Road­map und den Zeit­plan der Abbil­dung einer Smart­fac­to­ry an der Schu­le. Bis Mit­te 2019 sol­len die Maschi­nen und Anla­gen, in die der Kreis eine fünf­stel­li­ge Sum­me inves­tier­te, funk­ti­ons­fä­hig sein. Neben der bereits ange­lau­fe­nen Aus- und Fort­bil­dung von Kol­le­gen an der EHG wird ein päd­ago­gi­sches Kon­zept für die kon­kre­te Umset­zung der Lern­fa­brik erstellt.

Ab 2020 soll dann eine Fabrik nach­ge­bil­det sein, in der Fräs­ma­schi­ne, Robo­ter­zel­le und acht Com­pu­ter­ar­beits­plät­ze für Schü­ler in einem neu­en Raum ihre Arbeit auf­neh­men kön­nen. Auch hier geht die Gewer­be­schu­le Rott­weil mit der Zeit, das ers­te Modul der spä­te­ren Arbeits­sta­ti­on ist bereits gelie­fert wor­den und dient als Fort­bil­dungs- und Anschau­ungs­ob­jekt.