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Sonntag, 9. August 2020
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    Prozess nach Attacke auf Joggerin: Antworten vertagt

    Seit Donnerstag steht er vor Gericht: ein junger, unscheinbarer, schlanker, etwas kränklich wirkender Mann, der bei Schiltach am 19. Februar aus dem Nichts heraus eine Joggerin angegriffen und mit einem Hammer brutal geschlagen haben soll. Der gebürtige Schwenninger mit schwäbischem Nachnamen ist wegen versuchten Mordes, schwerer Vergewaltigung und anderen Straftaten angeklagt und befindet sich in Untersuchungshaft. Und er befindet sich jetzt unter dem Schutz des Gerichts und des Gesetzes: Der Vorsitzende Richter an der Rottweiler Schwurgerichtskammer hat die Öffentlichkeit vorübergehend ausgeschlossen.

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    Warten auf die Kammer: der Prozess gegen einen heute 24-jährigen hat begonnen, der im Februar eine Joggerin bei Schiltach brutal attackiert haben soll. Fotos: Peter Arnegger

    Was treibt einen jungen Mann, zur Tatzeit 23, dazu, auf eine Joggerin loszugehen? Sie zunächst zu grüßen, sie dann von hinten mit einem Hammer auf den Kopf zu schlagen, so dass sie zusammen bricht? Sie erneut mit dem Hammer niederzustrecken, als sie versucht, aufzustehen, viermal insgesamt auf die Frau einzuschlagen? Sie Richtung Auto zu zerren, um sie zu besitzen, zu vergewaltigen, vielleicht am Ende vollends zu töten? Was treibt einen unscheinbaren, bleichen, auf den ersten Blick etwas antriebslosen aber ansonsten nicht von einer schweren Kindheit beeinflussten Mann dazu an? Einer der einen festen Job hat und Zukunftsaussichten?

    Das ist die Frage, die sich die Menschen nach der grausamen Tat vom Februar stellen. Wer eine Antwort will, wird sich gedulden müssen. Die Schwurgerichtskammer hat auf Antrag der Verteidigung des Angeklagten die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Vielmehr: Der Vorsitzende Richter hat dem Rechtsanwalt den Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit nahe gelegt. Und sie, als der folgte, dann nach allen Regeln der Strafprozessordnung auch umgesetzt. Unter Journalisten gilt dieser Richter als jemand, der dazu neigt, hinter verschlossenen Türen zu tagen.

    Worum es nun, in diesen Minuten vor dem Landgericht Rottweil geht, und was neben den Prozessbeteiligten wie Staatsanwalt, Verteidiger, Nebenkläger, psychiatrischer Gutachter, Protokollantin, Justizvollzugsangestellter und natürlich der Kammer selbst nur eine angehende Justizangestellte, aber kein Journalist und Interessierter zu hören bekommt: Der Angeklagte wird zu seinen sexuellen Vorlieben, zu einem eventuellen Drogenkonsum und zu seinem Beziehungsleben befragt. „Es ist eine intensive Erörterung möglicher Störungen der Sexualpräferenz nebst Drogenkonsum zu erwarten“, erklärte der Richter.

    Genau das kann ein Bild vom mutmaßlichen Täter ergeben und damit ein Verständnis für die Tat – im Sinne einer Nachvollziehbarkeit, nicht einer Entschuldigung. Genau deshalb will die Kammer, die ein Urteil über den jungen Mann zu fällen hat, möglichst viel zu diesen Themen aus ihm heraus holen.

    Laut dem Vorsitzenden Richter aber kann dies besonders dann gelingen, wenn der Angeklagte sozusagen frei reden kann, wenn er sich angesichts von fleißig mitschreibenden Reportern nicht auf sein Aussageverweigerungsrecht beruft.

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    Ob er das getan hätte? Zu seiner Person und zu seinem Lebenslauf machte der junge Mann, der zuletzt in Schiltach gewohnt hat, bereitwillig Angaben. Ob eine behutsame Hinführung zu den sensibleren Themen daran etwas geändert hätte?

    Allerdings steht, je nach Verlauf der Befragung, eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus im Raum, so der Richter an die Öffentlichkeit und hier an die Presse im zu einem Drittel besetzten Schwurgerichtssaal gewandt. Die Frage der eingeschränkten Schuldfähigkeit beziehungsweise deren Fehlen. Um diese Fragen zu beantworten, müsse die Kammer in höchstpersönliche Lebensbereiche des Angeklagten vordringen – und dessen Schutz überwiege dann vor dem Interesse der Öffentlichkeit an einem öffentlichen Prozess. Sagte der Vorsitzende Richter, fürs Protokoll.

    Auch beachtet werden muss: Noch befindet sich die Kammer nicht in der sogenannten Beweisaufnahme. Sondern eine Stufe davor. Der Angeklagte wird zunächst über seine persönlichen Lebensumstände befragt, beginnend beim Namen, dem Alter, der kindlichen und schulischen Entwicklung bis zum aktuellen Stand, der bei dem jungen Mann im Februar stehen geblieben ist, bei seiner Inhaftierung.

    Und natürlich noch dies: Wenn über die Sexualpraktiken des Angeklagten gesprochen wird, dann automatisch auch über die seiner Sexualpartnerin(nen), etwa seiner Freundin. Zu deren Schutz, so der Vorsitzende Richter, geschehe der Ausschluss der Öffentlichkeit nicht zuletzt auch. Er zählte die Paragrafen auf, auf die die Kammer ihren Beschluss stützt. Für Nicht-Juristen: Das Gesetz gibt diesen Verfahrensverlauf her.

    Aber natürlich hat die versammelte Journaille darauf gehofft, bei den Themen Sexualpraktiken, Drogenkonsum und Beziehungsleben etwas zu erfahren und mitteilen zu können. Die Einlassungen des heute 24-Jährigen, im weinroten Hemd erschienenen und mit leiser Stimme hinter vorgehaltenen Händen hochdeutsch sprechenden Mannes zu seiner Kindheit und Jugend haben bisher rein gar keinen Hinweis auf mögliche Tatmotive oder -auslöser gegeben. Die Mutter mag ihn wegen ihres Hangs zu gesunden Lebensmittel genervt haben, ebenso, dass er im Gegensatz zu seinen Klassenkameraden lange kein Handy haben durfte. Aber deshalb eine Joggerin überfallen und niederstrecken? Fast zu töten? Zu versuchen, sie zu ermorden, wie die Staatsanwaltschaft ihm vorwirft?

    Doch werden die Umstände der Tat noch erörtert werden. Sechs Fortsetzungstermine sind anberaumt. Geladen sind 41 Zeugen, ein Nebenkläger und vier Sachverständige. Und spätestens bei der Urteilsbegründung, im Falle eines Urteils oder eines Beschlusses auf Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik wird vielleicht die Antwort gegeben auf die Frage: Was trieb diesen jungen Mann zu dieser Tat?

     

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