Rauschender Ball der Horgener Musik

Das Dorfgeschehen bei dem wieder Klaus Schuler die Zügel fest in der Hand hielt, führte diesmal in den Wilden Westen. Fotos: pm

ZIMMERN-HORGEN – Bis auf den letz­ten Platz war die Hal­le in Hor­gen gefüllt, als der Musik­ver­ein das Pro­gramm mit dem Rott­wei­ler Nar­ren­marsch eröff­ne­te und die Nar­ren zum lebi­gen Bild durch die Stuhl­rei­hen zogen. Mit noch mehr Inbrunst wur­de zum Ein­zug der Zap­fen-Male der Zap­fen-Male-Marsch gesun­gen.

Die Grup­pen aus Mönch­wei­ler und Scha­ben­hau­sen leg­ten flot­te Tanz­num­mern aufs Par­kett und beein­druck­ten mit ihren Kos­tü­men. Seit zehn

Jah­ren kom­men die Frö­sche aus Ell­ho­fen nun schon zur Fas­net nach Hor­gen und hat­ten die­ses Jahr ihren ers­ten Auf­tritt beim Fas­nets­ball. Schon auf dem Weg hier­her wur­den Sie ange­hal­ten vom ´got­tes­fürch­ti­gen´ Orts-Wacht­meis­ter Herrn Sie-(g)Christ, der sie jedoch nicht dar­an hin­dern konn­te, pünkt­lich auf der Büh­ne zu ste­hen und mit ihren Posau­nen und Geschich­ten für Lacher zu sor­gen.

Ver­zau­bern konn­ten die Mädels mit ihrem Mär­chen­prin­zen aus dem Nar­ren­zunft­bal­let aus Zim­mern. Die­se ent­führ­ten das Publi­kum für kur­ze Zeit in die Welt von Aschen­put­tel. Doch bevor das Publi­kum hin­ab­glei­ten konn­te in die Welt der Mär­chen, wur­den sie leben­dig und brach­ten mit ihren tol­len Tän­zen den Saal zum Bro­deln.

Höhe­punk­te des Abends waren jedoch wie­der ein­mal die Grup­pen aus Hor­gen. Der Sketch der Musi­ker, führ­te in ein Hotel zu einem altern­den Inha­ber­paar, das mit dem Ange­bot eines außer­ge­wöhn­lich „schwä­bi­schen Erleb­nis­wo­chen­en­des“ und einem „schwä­bisch-roman­ti­schem Kuschel­wo­chen­en­de“ Gäs­te beher­ber­gen woll­te.

Das Dorf­ge­sche­hen bei dem wie­der Klaus Schuler die Zügel fest in der Hand hielt, führ­te dies­mal in den Wil­den Wes­ten. Der Saloon zur „Wil­den Post“ mit Wirt Baris, wur­de zum Schau­platz für die Dal­tons, Joe, Wil­liam, Jack und Averell, sowie Lucky Luke, Aba-Hat­schi. Vie­le Geschich­ten aus dem Leben der Hor­ge­ner Ein­woh­ner wur­den wie gewohnt gran­di­os von den Dar­stel­lern in Sze­ne gesetzt und eine Lach­sal­ve lös­te die nächs­te ab.

Die Hor­ge­ner Tanz­mä­dels waren mit ihren Kos­tü­men ech­te Hin­gu­cker und sorg­ten mit einem fast vier­tel­stün­di­gem, fet­zi­gen Tanz dafür, dass schon das Publi­kum außer Atem kam und fast Mit­leid mit den Mädels bekam, als die­se noch ein­mal mit einer lan­gen Zuga­be auf die Büh­ne kamen. Die Begeis­te­rung der Mädels sprang auf die Zuschau­er über und der Saal tob­te bereits, als zum Abschluss des Pro­gramms die „Super­män­ner“ des Män­ner-Bal­lett Hor­gen auf die Büh­ne flo­gen.

Zum Abschluss des gran­dio­sen Abends sorg­te die Gug­gen­mu­sik aus Dei­lin­gen noch ein­mal für gran­dio­se Stim­mung bei des­sen Ende die Zuschau­er im wahrs­ten Sin­ne „auf den Tischen“ tanz­ten.