Rektor Eugen Merkt verstarb im 94. Lebensjahr. Foto: pm

DIETINGEN – Letz­te Woche ver­starb Rek­tor i.R. Eugen Merkt in sei­nem 94. Lebens­jahr. In sei­nem über 35-jäh­ri­gen Wir­ken als Leh­rer, Schul­lei­ter und mit sei­nem über­ra­gen­den ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment hat sich Eugen Merkt her­aus­ra­gen­de Ver­diens­te um die Ort­schaft Irs­lin­gen und die Gemein­de Die­tin­gen erwor­ben.

Zum 1. April 1953 kam er zunächst als Lehr­kraft an die damals noch Katho­li­sche Volk­schule in Irs­lin­gen. Bereits ab Dezem­ber 1957 bis Sep­tem­ber 1976 über­nahm er dort die Schul­lei­tung. Schon bald brach­te er sich neben sei­nen beruf­li­chen Pflich­ten auch ehren­amtlich ab 1954 als Orga­nist in der St.-Martin-Kirche und auch als Chor­lei­ter des Kirchen­chors ein. Ab 1957 über­nahm er als Diri­gent den Män­ner­ge­sang­ver­ein Irs­lin­gen, den er ste­tig bis auf knapp 50 Sän­ger auf­bau­te. Zusätz­lich grün­de­te er einen Jugend­chor. Mit die­sem Jugend­chor fand 1960 sogar eine Rund­funk­auf­nah­me beim Süd­west­rund­funk statt, was in dem damals ca. 800 Ein­woh­ner gro­ßen Fle­cken gro­ße Beach­tung fand.

Beruf­lich ging es für ihn ab 1976 als Leh­rer in der Grund­schu­le in Die­tin­gen wei­ter, wo er ab 1978 zunächst als Kon­rek­tor und dann ab 1982 als Rek­tor wie­der in gewohn­ter Wei­se Ver­antwortung über­nahm. In sei­nem beruf­li­chen Wir­ken war er höchst aner­kannt und vie­le sei­ner ehe­ma­li­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler erin­nern sich ger­ne an den Unter­richt bei Eugen Merkt. Eine Beson­der­heit war dabei, dass jeden Mor­gen vor dem Unter­richt zu­nächst ein­mal gesun­gen wur­de. Er war aber auch über­aus krea­tiv und inno­va­tiv und wohl der ers­te Schul­lei­ter im Land­kreis, der 1972 in der 4. Klas­se als gro­ßes Novum die Fremd­spra­che Eng­lisch neben dem Lehr­plan anbot und dies auch gleich selbst unter­rich­te­te.

Eugen Merkt war all­seits beliebt und geschätzt. Sei­nen Beruf als Päd­ago­ge hat er als Be­rufung gese­hen. Durch sei­ne über­ra­gen­den ehren­amt­li­chen Akti­vi­tä­ten präg­te er die Dorf­gemeinschaft in Irs­lin­gen und Die­tin­gen über vie­le Jah­re mit. Auch lan­ge Jah­re nach sei­ner Zur­ru­he­set­zung im August 1988 blieb er mit Irs­lin­gen und Die­tin­gen ver­bun­den und wird in der Gemein­de Die­tin­gen unver­ges­sen blei­ben.