Robert-Koch-Institut bestätigt Gesundheitsamt Rottweil überdurchschnittliche Datenqualität

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Das Gesundheitsamt Rottweil mahnt zur digitalen Anmeldung für Reiserückkehrer. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Behörde hervor. Zugleich erhielt das Rottweiler Amt offenbar Lob vom RKI.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) nutzt zur Bewertung der epidemiologischen Lage und Kontrolle des Covid-19-Infektionsgeschehens wichtige Kernvariablen, welche von den örtlichen Gesundheitsämtern erhoben werden. In einem vom RKI erstellten Bericht zur Datenqualität der Gesundheitsämter erreicht das Gesundheitsamt Rottweil anhaltend überdurchschnittlich gute Werte. Das berichtete die Behörde am Dienstag.

Zu den wichtigsten Indikatoren dieser Evaluierung der gemeldeten Daten zählt der „Erkrankungsbeginn“, „Kontakt zu einem bestätigten Fall“ und der „Hospitalisierungsstatus“. Diese Daten spielen eine große Rolle bei der Nachvollziehung der Infektionsketten, auch können ggf. Hinweise zum Zeitraum der Ansteckung, Krankenhausauslastung sowie die Krankheitsschwere abgeleitet werden. 

Insbesondere im Bereich „Kontakt zu einem bestätigten Fall“ schneidet das Gesundheitsamt Rottweil überdurchschnittlich gut ab und liegt mit 99 % weit über dem Bundesschnitt (86%). 

Für eine gezielte und effiziente Kontaktpersonennachverfolgung ist es wichtig, dass Erkrankungsbeginn sowie potentieller Ansteckungszeitraum und Ort ermittelt werden. Auch in der Kategorie „Erkrankungsbeginn“ liegt das Gesundheitsamt Rottweil in der Spitzengruppe der besten Gesundheitsämter Baden-Württembergs. 

Im Hinblick auf die bevorstehende vierte Welle gewinnt die Krankenhausauslastung zunehmend an Bedeutung; diese wird aktuell von Bund und Ländern als Ergänzung zur Einschätzung des Pandemiegeschehens diskutiert. In der Kategorie „Hospitalisierungsstatus“ bestätigt das RKI dem Gesundheitsamt Rottweil ebenfalls einen Spitzenwert von 99% der Datenvollständigkeit. 

Das Gesundheitsamt Rottweil nutzt zur Pandemiebekämpfung sowohl die Meldesoftware nach IFSG des RKI als auch das Kontaktpersonenmanagementprogramm SORMAS. Die Schnittstelle zu den Ortspolizeibehörden, insbesondere bei den Reiserückkehrern, konnte gut in die IT-Infrastruktur integriert werden. 

Besorgniserregend ist jedoch, dass sich nicht alle Urlauber wie vorgeschrieben bei der digitalen Einreiseanmeldung registrieren. So erhöht sich die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung von Virusvarianten. Unter den Reiserückkehrern haben sich überproportional viele Personen mit der Delta-Variante angesteckt und damit die Übertragung in unserem Landkreis begünstigt.   

zur Information: 

Wie kann ich mich bei einem Auslandsaufenthalt digital anmelden? 
1.        www.einreiseanmeldung.de/
2.        Land eingeben 
3.        Falls Flugreise: Genesenen/Test/Impfnachweis hochladen 
4.        Einreisedaten eingeben 

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3 Kommentare

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Siegfried Spengler
2 Jahre her

Bei der aktuellen Inzidenz wird man bald die am 29. Juni verabschiedeten Bundeswehrsoldaten zurück an die Front beordern müssen.

Statt Panzerpionieren vielleicht mal Fernspäher, die können dann gleich gucken, wo die Bewohner des Landkreises Urlaub machen und was sie dabei so alles treiben!

Rottweiler Adler
2 Jahre her
Antwort auf  Siegfried Spengler

Die Bewohner des Kreises werden halt leben …… Was sonst?????

Rottweiler Adler
2 Jahre her

Aha das RKI lobt das Gesundheitsamt Rottweil. Warum konnte diese Amt zwar sagen wie die Inzidenz ist aber nicht wo? Keine Daten? Das kann es ja nicht gewesen sein …

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