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Mittwoch, 26. Februar 2020

Schiltach: Prozess um Attacke auf Joggerin beginnt

SCHILTACH/ROTTWEIL (him) –  Die Bluttat  bei Schiltach vom 19. Februar kommt diese Woche vor Gericht.  Die erste Schwurgerichtskammer verhandelt ab Donnerstag, 26. Oktober gegen einen zur Tatzeit 23-Jährigen. Er ist wegen versuchten Mordes und anderen Straftaten angeklagt und befindet sich in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, „am Vormittag des 19. Februar 2017 eine Joggerin auf einer Holzbrücke bei Schiltach abgepasst, mehrfach mit einem Werkzeug geschlagen und sodann versucht zu haben, sie in sein Fahrzeug zu zerren, um sexuelle Handlungen an ihr vornehmen zu können.“

Weil zwei Personen ihn dabei entdeckt hätten, „habe er von der weiteren Tatausführung Abstand genommen, die Geschädigte liegen gelassen und sei mit seinem Fahrzeug geflüchtet.“ Das Opfer des Überfalls musste sich damals stationär im Krankenhaus behandeln lassen

Der Fall hatte im Februar im Kreis Rottweil für großes Aufsehen gesorgt. Zunächst war völlig unklar, aus welchem Motiv heraus der junge Mann gehandelt hatte. „Die Tat ist schwer erklärbar“, sagte im Februar Presse-Staatsanwalt Frank Grundke auf Nachfrage der NRWZ.

Der Prozess beginnt nun am Donnerstag um 14 Uhr im Saal 201. Das Landgericht hat bereits sechs Fortsetzungstermine festgelegt. Geladen sind 41 Zeugen und vier Sachverständige. Wegen Verhinderung einer rechtsmedizinischen Sachverständigen soll am ersten Verhandlungstag nur die Anklage verlesen werden und gegebenenfalls die Vernehmung des Angeklagten zu seinen persönlichen Verhältnissen erfolgen.

 

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