Spurensicherer der Polizei untersuchten am 19. Februar den Tatort bei Schiltach. Foto: privat

SCHILTACH/ROTTWEIL (him) –  Die Blut­tat  bei Schiltach vom 19. Febru­ar kommt die­se Woche vor Gericht.  Die ers­te Schwur­ge­richts­kam­mer ver­han­delt ab Don­ners­tag, 26. Okto­ber gegen einen zur Tat­zeit 23-Jäh­ri­gen. Er ist wegen ver­such­ten Mor­des und ande­ren Straf­ta­ten ange­klagt und befin­det sich in Unter­su­chungs­haft.

Die Staats­an­walt­schaft wirft ihm vor, „am Vor­mit­tag des 19. Febru­ar 2017 eine Jog­ge­rin auf einer Holz­brü­cke bei Schiltach abge­passt, mehr­fach mit einem Werk­zeug geschla­gen und sodann ver­sucht zu haben, sie in sein Fahr­zeug zu zer­ren, um sexu­el­le Hand­lun­gen an ihr vor­neh­men zu kön­nen.“

Weil zwei Per­so­nen ihn dabei ent­deckt hät­ten, „habe er von der wei­te­ren Tat­aus­füh­rung Abstand genom­men, die Geschä­dig­te lie­gen gelas­sen und sei mit sei­nem Fahr­zeug geflüch­tet.“ Das Opfer des Über­falls muss­te sich damals sta­tio­när im Kran­ken­haus behan­deln las­sen

Der Fall hat­te im Febru­ar im Kreis Rott­weil für gro­ßes Auf­se­hen gesorgt. Zunächst war völ­lig unklar, aus wel­chem Motiv her­aus der jun­ge Mann gehan­delt hat­te. „Die Tat ist schwer erklär­bar“, sag­te im Febru­ar Pres­se-Staats­an­walt Frank Grund­ke auf Nach­fra­ge der NRWZ.

Der Pro­zess beginnt nun am Don­ners­tag um 14 Uhr im Saal 201. Das Land­ge­richt hat bereits sechs Fort­set­zungs­ter­mi­ne fest­ge­legt. Gela­den sind 41 Zeu­gen und vier Sach­ver­stän­di­ge. Wegen Ver­hin­de­rung einer rechts­me­di­zi­ni­schen Sach­ver­stän­di­gen soll am ers­ten Ver­hand­lungs­tag nur die Ankla­ge ver­le­sen wer­den und gege­be­nen­falls die Ver­neh­mung des Ange­klag­ten zu sei­nen per­sön­li­chen Ver­hält­nis­sen erfol­gen.