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Rottweil
Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Schon zwei Pro­zent Flüs­sig­keits­ver­lust schrän­ken Leis­tungs­fä­hig­keit ein

Schon zwei Prozent Flüssigkeitsverlust schränken Leistungsfähigkeit ein

Im Jahr 2018 wur­den 1.700 Per­so­nen sta­tio­när behan­delt


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Land­kreis Rott­weil. Im ver­gan­ge­nen Jahr mit sei­nem eben­falls hei­ßen Som­mer muss­ten im Land­kreis Rott­weil 960 AOK-Ver­­­si­cher­­te wegen zu wenig Flüs­sig­keit im Kör­per sta­tio­när behan­delt wer­den. Hier­über infor­miert die AOK in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Hoch­ge­rech­net auf die Gesamt­be­völ­ke­rung im Kreis waren das über 1.700 Per­so­nen. „Schon bei einem Flüs­sig­keits­ver­lust von zwei Pro­zent stel­len sich Ein­schrän­kun­gen bei der kör­per­li­chen und geis­ti­gen Leis­tungs­fä­hig­keit ein“, sagt Hei­drun Zel­­ler-Thorn, Ernäh­rungs­be­ra­te­rin bei der AOK Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg. Denn Was­ser braucht der Kör­per für die Ver­dau­ung, die Ver­wer­tung der Nähr­stof­fe, das Immun­sys­tem und die Wir­kung von Hor­mo­nen.

Beson­ders gefähr­det sind älte­re Men­schen. 70- bis 74-Jäh­­ri­ge muss­ten im Land­kreis etwa vier Mal häu­fi­ger wegen Flüs­sig­keits­man­gel behan­delt wer­den als 30- bis 34-Jäh­­ri­ge. „Im Alter geht das Durst­ge­fühl zurück. Daher sind Älte­re schnell im Defi­zit und müs­sen ganz beson­ders dar­auf ach­ten, genug zu trin­ken“, erklärt AOK-Exper­­tin Hei­drun Zel­­ler-Thorn. An hei­ßen Tagen aber ein­fach mal auf Vor­rat trin­ken gehe nicht, denn der Kör­per hat kei­nen Was­ser­spei­cher, aus dem er sich bei Bedarf bedie­nen könn­te. Was­ser, das der Kör­per nicht benö­tigt, wird direkt wie­der in die Aus­schei­dungs­ka­nä­le gelenkt – man muss drin­gend sei­ne Bla­se ent­lee­ren. „Man soll­te daher in klei­ne­ren Por­tio­nen, aber regel­mä­ßig trin­ken – min­des­tens ein­ein­halb bis zwei Liter am Tag, bei höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren und mehr Bewe­gung auch mehr.“

„Der bes­te Durst­lö­scher ist in jedem Fall Was­ser“, so Hei­drun Zel­­ler-Thorn. „Auch unge­süß­ter Tee kann beden­ken­los getrun­ken wer­den. Vor­sicht aber bei Limo­na­den und auch Säf­ten. Die­se ent­hal­ten oft viel Zucker, das löscht den Durst nicht, son­dern erhöht sogar den Was­ser­be­darf.“ Der Grund: der Kör­per möch­te die plötz­lich erhöh­te Zucker­kon­zen­tra­ti­on wie­der ver­dün­nen und benö­tigt dazu Flüs­sig­keit, was zu noch mehr Durst führt. Apfel­saft etwa ent­hält in der Regel gleich viel oder sogar mehr Zucker als Cola. Daher soll­te er ver­dünnt wer­den; opti­mal sind zwei bis drei Tei­le Was­ser auf einen Teil Saft.

 

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