Schulverwaltung zieht in ehemaligen Plus-Markt

DEISSLINGEN – Für gut 43.000 Euro vergab der Deißlinger Gemeinderat jetzt die Elektroarbeiten für den ehemaligen Plus-Markt. Hier wird demnächst die Schulverwaltung einziehen, wenn es mit den Bauarbeiten an der Schule losgeht. Auch das Lehrerzimmer wird dann ausgelagert, und dafür braucht es im ehemaligen Discounter unter anderem WLAN.

Das stieß zunächst bei einigen Räten auf Unverständnis, ob das nun wieder eine versteckte Kostenerhöhung bedeute, man habe sich doch extra gegen eine Containerlösung entschieden, weil man die Räume gegenüber der Schule habe.Aber Bürgermeister Ralf Ulbrich konnte beruhigen, die Kosten sind eingerechnet, und eine Containerlösung käme viel teurer. Besonders beruhigt zeigte sich Wolfgang Dongus von der SPD: „Ich habe jahrelang im Container unterrichtet. Das ist die Hölle!“

EDV-Fehler: Wahlergebnis verändert: Ein EDV-Fehler hat jetzt dafür gesorgt, dass bei der DUL nicht wie zunächst bekannt gegeben Daniela Bechtold in den Rat einzieht, sondern Hubert Holl. Ulbrich stellte klar, dass das tatsächlich ein EDV-Fehler und nicht einer der Wahlhelfer war:  So wurden 15 Stimmzettel eines Wahllokals zwar ins System eingegeben, aber nicht übertragen. Der Fehler wurde jetzt bei der Wahlprüfung durchs Landratsamt festgestellt, die Betroffenen wurden benachrichtigt: „Der konstituierenden Sitzung am 16. Juli steht nichts entgegen.“

Kein Gülle-Impor: Bei der Sitzung kam das Thema Gülletransporte zur Sprache. Bürgermeister Ulbrich hat sich beim Landwirtschaftsamt kundig gemacht, nachdem immer wieder Berichte über auswärtige Tankfahrzeuge auf den hiesigen Feldern gesichtet worden waren. Hans Klaiber, Leiter des Landwirtschaftsamts, habe ihm bestätigt, dass nur Gülle und Gärreste von Biogasanlagen aus der Region auf die Felder gebracht würden. Ein Import von außen sei auszuschließen, so Klaiber. Aber man werde sich jetzt an größere Fahrzeuge gewöhnen müssen, denn die Gülle müsse jetzt bodennah ausgebracht werden – auch ein Beitrag zum Klimaschutz, denn so komme weniger Ammoniak in die Atmosphäre. Die neuen, größeren Fahrzeuge werden dann an den Feldern und nicht mehr auf den Höfen betankt, und daher werde es, so Ulbrich, vermehrt zu Schäden an den schmalen Feldwegen kommen. Die Alternative könne sein, dass man zukünftig weniger Feldwege bereithalte, die dafür aber breiter ausbaue.

Grüner-Areal: Alle Schadstoffe entfernt und versiegelt: Ein Bürger hatte kürzlich in der Bürgerfrageviertelstunde bezweifelt, dass das verseuchte Erdreich auf dem ehemaligen Grüner-Areal wirklich entsorgt werden sei, dort entstehen derzeit 44 Mietwohnungen. Diese Zweifel konnte der Schultes nun endgültig ausräumen, das Umweltschutzamt  sei sehr eng in die Sanierung eingebunden worden, und man habe hier einen überregional geschätzten Fachmann zur Hand. Die Schadstoffe seien entfernt und der Boden versiegelt worden.

 

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