In der ehemaligen Uhrenfabrik Grüner entstehen derzeit 44 Mietwohnungen. Das einst verseuchte Erdreich wurde dafür gereinigt. Foto: Moni Marcel

DEISSLINGEN – Für gut 43.000 Euro ver­gab der Deiß­lin­ger Gemein­de­rat jetzt die Elek­tro­ar­bei­ten für den ehe­ma­li­gen Plus-Markt. Hier wird dem­nächst die Schul­ver­wal­tung ein­zie­hen, wenn es mit den Bau­ar­bei­ten an der Schu­le los­geht. Auch das Leh­rer­zim­mer wird dann aus­ge­la­gert, und dafür braucht es im ehe­ma­li­gen Dis­coun­ter unter ande­rem WLAN.

Das stieß zunächst bei eini­gen Räten auf Unver­ständ­nis, ob das nun wie­der eine ver­steck­te Kos­ten­er­hö­hung bedeu­te, man habe sich doch extra gegen eine Con­tai­nerlö­sung ent­schie­den, weil man die Räu­me gegen­über der Schu­le habe.Aber Bür­ger­meis­ter Ralf Ulb­rich konn­te beru­hi­gen, die Kos­ten sind ein­ge­rech­net, und eine Con­tai­nerlö­sung käme viel teu­rer. Beson­ders beru­higt zeig­te sich Wolf­gang Don­gus von der SPD: „Ich habe jah­re­lang im Con­tai­ner unter­rich­tet. Das ist die Höl­le!”

EDV-Feh­ler: Wahl­er­geb­nis ver­än­dert: Ein EDV-Feh­ler hat jetzt dafür gesorgt, dass bei der DUL nicht wie zunächst bekannt gege­ben Danie­la Bech­told in den Rat ein­zieht, son­dern Hubert Holl. Ulb­rich stell­te klar, dass das tat­säch­lich ein EDV-Feh­ler und nicht einer der Wahl­hel­fer war:  So wur­den 15 Stimm­zet­tel eines Wahl­lo­kals zwar ins Sys­tem ein­ge­ge­ben, aber nicht über­tra­gen. Der Feh­ler wur­de jetzt bei der Wahl­prü­fung durchs Land­rats­amt fest­ge­stellt, die Betrof­fe­nen wur­den benach­rich­tigt: „Der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung am 16. Juli steht nichts ent­ge­gen.”

Kein Gül­le-Impor: Bei der Sit­zung kam das The­ma Gül­le­trans­por­te zur Spra­che. Bür­ger­meis­ter Ulb­rich hat sich beim Land­wirt­schafts­amt kun­dig gemacht, nach­dem immer wie­der Berich­te über aus­wär­ti­ge Tank­fahr­zeu­ge auf den hie­si­gen Fel­dern gesich­tet wor­den waren. Hans Klai­ber, Lei­ter des Land­wirt­schafts­amts, habe ihm bestä­tigt, dass nur Gül­le und Gär­res­te von Bio­gas­an­la­gen aus der Regi­on auf die Fel­der gebracht wür­den. Ein Import von außen sei aus­zu­schlie­ßen, so Klai­ber. Aber man wer­de sich jetzt an grö­ße­re Fahr­zeu­ge gewöh­nen müs­sen, denn die Gül­le müs­se jetzt boden­nah aus­ge­bracht wer­den – auch ein Bei­trag zum Kli­ma­schutz, denn so kom­me weni­ger Ammo­ni­ak in die Atmo­sphä­re. Die neu­en, grö­ße­ren Fahr­zeu­ge wer­den dann an den Fel­dern und nicht mehr auf den Höfen betankt, und daher wer­de es, so Ulb­rich, ver­mehrt zu Schä­den an den schma­len Feld­we­gen kom­men. Die Alter­na­ti­ve kön­ne sein, dass man zukünf­tig weni­ger Feld­we­ge bereit­hal­te, die dafür aber brei­ter aus­baue.

Grü­ner-Are­al: Alle Schad­stof­fe ent­fernt und ver­sie­gelt: Ein Bür­ger hat­te kürz­lich in der Bür­ger­fra­ge­vier­tel­stun­de bezwei­felt, dass das ver­seuch­te Erd­reich auf dem ehe­ma­li­gen Grü­ner-Are­al wirk­lich ent­sorgt wer­den sei, dort ent­ste­hen der­zeit 44 Miet­woh­nun­gen. Die­se Zwei­fel konn­te der Schul­tes nun end­gül­tig aus­räu­men, das Umwelt­schutz­amt  sei sehr eng in die Sanie­rung ein­ge­bun­den wor­den, und man habe hier einen über­re­gio­nal geschätz­ten Fach­mann zur Hand. Die Schad­stof­fe sei­en ent­fernt und der Boden ver­sie­gelt wor­den.