Ali Zarabi (von links) und Mirko Witkowski haben des SPD-Kreisverband Rottweil beim Landesparteitag in Heidenheim vertreten. Foto: spd

Kreis Rott­weil / Hei­den­heim. Gemein­sam haben SPD-Kreis­vor­sit­zen­der Mir­ko Wit­kow­ski und der stell­ver­tre­ten­de Juso-Kreis­vor­sit­zen­de Ali Zara­bi am Sams­tag die Kreis-SPD beim SPD-Lan­des­par­tei­tag in Hei­den­heim ver­tre­ten. Erfreut sind die bei­den Dele­gier­ten, dass der Par­tei­tag von wich­ti­gen Inhal­ten bestimmt war, wie die SPD in einer Pres­se­mit­tei­lung schreibt.

„Die­ser Par­tei­tag hat uns als SPD Baden-Würt­tem­berg mit star­ken Debat­ten und Ent­schei­dun­gen inhalt­lich wei­ter­ge­bracht“, zieht SPD-Kreis­vor­sit­zen­der Mir­ko Wit­kow­ski die glei­che Bilanz, wie SPD-Lan­des­ge­ne­ral­se­kre­tär Sascha Bin­der. Eigent­lich stellt der Kreis­ver­band Rott­weil drei Dele­gier­te, krank­heits­be­dingt muss­te ein Dele­gier­ter aber ganz kurz­fris­tig absa­gen.

Unter­stützt haben die Ver­tre­ter des SPD-Kreis­ver­bands Rott­weil unter ande­rem, die am Ende beschlos­se­ne For­de­rung, eines höhe­ren CO2-Preis von 35 Euro und einen Koh­le­aus­stieg noch vor 2038. Ein­mü­tig haben die Dele­gier­ten einen Initia­tiv­an­trag des Lan­des­vor­stands beschlos­sen, der wich­ti­ge Ant­wor­ten auf zwei gewal­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen gibt: auf Kli­ma­schutz und den wirt­schaft­li­chen Umbruch. Bei­de Bewe­gun­gen tref­fen gera­de in Baden-Würt­tem­berg wie in einem Brenn­glas zusam­men, so der Antrags­text: „Wich­tig ist dabei für uns, dass wir als Gesell­schaft zusam­men­hal­ten und nie­man­den außen vor­las­sen, son­dern den Wan­del mit allen und für alle gestal­ten.“
Bei dem ein­stim­mig ver­ab­schie­de­ten Leit­an­trag „Gute Pfle­ge geht uns alle an“ wird Pfle­ge als Teil der öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge betont: „Dar­aus ergibt sich der Auf­trag zu einer Finan­zie­rung und Gestal­tung von Pfle­ge, die sich am Gemein­wohl ori­en­tiert. Um das zu gewähr­leis­ten, müs­sen Bund, Län­der und Kom­mu­nen ihrer jewei­li­gen Ver­ant­wor­tung gerecht wer­den.“

Mit Mehr­heit hat sich der Par­tei­tag auch für einen Antrag des Lan­des­vor­stands aus­ge­spro­chen, der sich für ein Sex­kauf­ver­bot in Deutsch­land ein­setzt. Dazu zählen die Frei­er­be­stra­fung, die völlige Ent­kri­mi­na­li­sie­rung der in der Pro­sti­tu­ti­on Tätigen und flan­kie­ren­de Aus­stiegs­hil­fen für Pro­sti­tu­ier­te und Frei­er (so genann­tes „nor­di­sches Modell“). Die­ser Antrag wird nun auf dem Bun­des­par­tei­tag der SPD Anfang Dezem­ber in Ber­lin ein­ge­bracht.