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Samstag, 11. Juli 2020
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    Sperriger Begriff im Mittelpunkt einer spannenden Bürgerversammlung

    DEISSLINGEN – Die unechte Teilortswahl in den Mittelpunkt einer Bürgerversammlung zu stellen, ist ein eher mutiges Unterfangen – wer außer einem Verwaltungsspezialisten weiß schon genau, was das eigentlich ist? Nun, Bürgermeister Ralf Ulbrich traute sich, und seit Donnerstagabend wissen nun auch diejenigen, die der Einladung in die Lauffener Halle gefolgt waren, genau über das komplizierte Konstrukt Bescheid.

    Ulbrich hatte Fachleute aufs Podium geladen, die beiden Alt-Bürgermeister Ernst Spadinger und Wolfgang Wesner, dazu Michael Lehrer, Bürgermeister von Aichhalden, wo die unechte Teilortswahl abgeschafft wurde, und Dieter Kohler, Ortsvorsteher von Schura, der um ihren Erhalt gekämpft hat. Zudem mit Benjamin Friedrich und Stefan Reindl zwei Erstwähler, die sich erst in das Thema einarbeiten mussten, aber einen klaren Standpunkt hatten: Die unechte Teilortswahl braucht es nicht mehr, denn Lauffen und Deißlingen sind längst zusammengewachsen, und zwar nicht nur im Fußball.

    Eingeführt wurde sie 1973, als Lauffen und Deißlingen zu einer Gemeinde wurden. Das erläuterte Ernst Spadinger, der damals Bürgermeister war. Es die Sorge der Lauffener gewesen, als kleinerer Partner zu kurz zu kommen, durch die unechte Teilortwahl bekamen sie sechs der insgesamt 18 Sitze im Gemeinderat garantiert, wodurch allerdings die Wahl zu einer ziemlich komplizierten Angelegenheit wurde. Denn nun mussten nicht nur die Parteien und Wählergemeinschaften für beide Ortsteile eigene Kandidatenlisten aufstellen, sondern die Lauffener Wähler auch entsprechend getrennt ihre Stimmen verteilen. Spadingers klares Fazit: Eine Erfolgsgeschichte in 45 Jahren, aber heute überholt.

    Das fand auch Wolfgang Wesner, und Michael Lehrer erzählte, wie es in Aichhalden und Rötenberg gelaufen war, hier wurde nämlich nicht nur die unechte Teilortswahl, sondern auch gleich der Ortschaftsrat des Teilorts Rötenberg abgeschafft. Heute fühlten sich die Gemeinderäte für beide Ortsteile verantwortlich, und die Bürger vertrauten ihnen. „Die Zusammenarbeit im Gemeinderat hat sich kolossal verändert. Man hat einen ganz anderen Blick auf die Gesamtgemeinde.“

    Ganz anders in Schura, das zu Trossingen gehört, hier bestand man darauf, durch die unechte Teilortswahl seine garantierten drei Sitze zu behalten. Dieter Kohler hatte die Wahlen der letzten Jahre analysiert und festgestellt: Ohne das Konstrukt hätte Schura nur noch einen oder zwei Sitze im Trossinger Gemeinderat.

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    Für die beiden jungen Podiumsteilnehmer hingegen ist die unechte Teilortswahl so kompliziert, dass Leute vom Wählen abgehalten werden. Und Ralf Ulbrich betonte, dass es durch eine Abschaffung und damit Vereinfachung der Wahl weniger ungültige Stimmen geben werde. Bei der anschließenden Diskussion gab es vereinzelte Stimmen, die sich für den Erhalt der Teilortswahl aussprachen. Michael Lehrer, darauf angesprochen, wie sich bei ihm in Rötenberg die Verteidiger des Konstrukts verhalten hätten: „Die Betonköpfe sind aus dem Gemeinderat gewählt worden.“ Und Benjamin Friedrich: „Man sollte besser zusammenhalten und Brücken bauen. Nicht die Herkunft, sondern die Qualifikation zählt.“ Das unterstrich auch Manuel Merkle, Lauffener und Ortschafts- sowie Gemeinderat: „Die Ängste, dass man als Lauffener benachteiligt wird, kann ich nicht nachvollziehen.“

    Hingegen fürchtete Lauffens Ortsvorsteher Karl Heinz Maier, dass die Politikverdrossenheit durch eine Abschaffung noch mehr zunehmen werde, und Jochen Schwarz erinnerte an die unsägliche Wahl des Ortsvorstehers, der sein Amt erst im zweiten Wahlgang zugesprochen bekam, hier habe man ja gesehen, wieviel Vertrauen da sei. „Wenn ich was verändern will, muss ich beweisen, dass das Neue besser ist!“

    Alt-Bürgermeister und Lauffener Wesner sprach sich dagegen klar für eine Abschaffung aus: „Mit unseren sechs Stimmen haben wir immer die Minderheit. Ohne die unechte Teilortswahl können wir auch mehr Stimmen haben. Uns wird gar nichts genommen!“ Ziemlich deutlich wurde an dem Abend, dass die Mehrheit für eine Abschaffung ist, vor allem die Jüngeren. Und von Michael Lehrer gab es ein dickes Lob für die Veranstaltung, die von Bürgermeister Ralf Ulbrich souverän moderiert wurde: „Ich habe schon viele Diskussionen zu dem Thema erlebt, aber noch nie war es so sachlich wie hier!“

    Im Anschluss gab es für die Bürger noch Gelegenheit, zu anderen Themen Fragen zu stellen, die Ulbrich ebenso souverän beantwortete: Dass es in der Ortsmitte nicht voran geht, liegt daran, dass der Bauherr vier Wochen länger auf die Tiefbaufirma warten muss als geplant, der im Ort zwischengelagerte Abraum aus dieser Baustelle ist nicht giftig, die schwarzen Stellen darin sind Torf, und das Toilettenproblem für den Lauffener Markt versuchen Rat und Verwaltung möglichst einvernehmlich zu lösen.

     

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