St. Josef in Dietingen wird für einen Tag zur Villa Pomodoro

DIETINGEN – In der Gemeinde Dietingen ist seit 2014 eine Ganztagesgrundschule in Wahlform mit einem vielfältigen Nachmittagsangebot eingerichtet worden. Ein über fünf Nachmittage gehendes Projekt „Jung trifft Alt“ fand jetzt mit dem sechsten Nachmittag, dem „Tomatenfest,“ im AWO-Pflegeheim St. Josef seinen Abschluss.

Lehrerin Doreen Hummel und Ulla Bittner vom Hospizdienst Rottweil hatten das Projekt gemeinsam erarbeitet. Die Eltern der beteiligten Erst- und Zweitklässler ließen die Internetsuchmaschinen vergangene Woche heiß laufen, denn sie waren zu diesem Tomatenfest nicht ganz grundlos eingeladen: natürlich durften sie alle Geschwister der Grundschüler mitbringen, aber sie sollten jeweils auch ein „andersgeartetes“ Tomatengericht mit im Gepäck haben. So wurde es ein Fest mit reichhaltigstem Toskana-Buffet und das Pflegeheim zur Villa Pomodoro.

Die Tomate stand im Mittelpunkt, weil innerhalb des Projekts die Schüler mit den Senioren von der Aussaat bis zur Ernte alle Teilschritte gemeinsam erledigten: Aussäen und Beschriften von 12 Sorten, Heranziehen von über 160 Einzel-Pflänzchen, das Pikieren und spätere Auspflanzen, Düngen und Gießen. Viele Pflanzen wurden verschenkt oder konnten die Schüler mit nach Hause nehmen. Aber natürlich wurde auch im Pflegeheim von den Senioren bis zur Ernte gegärtnert.

Eine Attraktion für die Kinder war der Drehorgelmann Jochen Sarfert aus Locherhof, der den Nachmittag musikalisch begleitete und zum Mitsingen einlud. Er und seine Frau arbeiten ebenfalls ehrenamtlich beim Hospizdienst Rottweil mit.

Bevor das Buffet eröffnet wurde, zeigte die Leiterin des Pflegeheims, Inge Schaplewski, die extra dazu aus ihrem Urlaub gekommen war, mit dem Beamer die nach und nach entstandenen Aufnahmen. Dabei erläuterten die Kinder mit großem Eifer und auch Stolz die über hundert Bilder ihres Projekts. Für die Eltern war es eine Freude, ihre Zöglinge auch mal im Klassenverband agieren sehen zu können.

Aus Vereinen kennt man es, dass wenn alle an einem Strang ziehen, dann auch etwas bewegt werden kann. Aber dieses Zusammenspiel doch sehr unterschiedlicher Gruppen aus Lehrern, Ehrenamtlichen, Eltern, Senioren und Kindern dürfte beispielhaft sein. Vieles spricht dafür, dass das Projekt in neuer Form weitergeführt wird; die Bereitschaft dazu haben die Verantwortlichen bekräftigt.

 

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