Nach einem heftigen Streit zwischen alkoholisierten Fahrgästen in einem Zug nach Stuttgart ist am Mittwoch der Rettungshubschrauber angefordert worden. Foto: Feuerwehr Oberndorf

Zwei Rei­sen­de in einem Zug – laut Bun­des­po­li­zei Ver­wand­te und Deut­sche – sind zwi­schen Rott­weil und Obern­dorf am Mitt­woch in einen hef­ti­gen Streit gera­ten. Ein 20-Jäh­ri­ger ist dabei vom Älte­ren nie­der­ge­schla­gen wor­den. Offen­bar war Alko­hol im Spiel. Ein Ret­tungs­hub­schrau­ber wur­de ein­ge­setzt, die Feu­er­wehr zur Siche­rung sei­ner Lan­dung in Obern­dorf hin­zu gezo­gen.

Fotos: Feu­er­wehr Obern­dorf

Die bei­den Fahr­gäs­te in dem IC nach Stutt­gart haben sich laut Poli­zei der­art gestrit­ten, dass sogar die Fäus­te flo­gen. Einer der Kon­tra­hen­ten, ein 20-Jäh­ri­ger, lag schließ­lich bewusst­los am Boden. Die Poli­zei hat­te zunächst mit­ge­teilt, der Älte­re der Streit­häh­ne sei nie­der­ge­schla­gen wor­den.

Der Streit begann laut Poli­zei mit Pöbe­lei­en des 44-Jäh­ri­gen gegen­über dem 20-Jäh­ri­gen. Kurz vor Obern­dorf eska­lier­te die Situa­ti­on und es kam zu Faust­schlä­gen und Fuß­trit­ten zwi­schen den Kon­tra­hen­ten.

Der Streit unter den bei­den alko­ho­li­sier­ten deut­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen eska­lier­te dar­in, dass der 44-Jäh­ri­ge dem 20-Jäh­ri­gen meh­re­re Faust­schlä­ge ver­setz­te, nach­dem die­ser zuvor den 44-Jäh­ri­gen atta­ckiert hat­te. Der 20-Jäh­ri­ge erlitt durch die Schlä­ge ins Gesicht Ver­let­zun­gen, muss­te vor Ort durch den Ret­tungs­dienst behan­delt und anschlie­ßend ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wer­den.

Zwi­schen bei­den Per­so­nen bestehe ein Ver­wandt­schafts­ver­hält­nis, die Hin­ter­grün­de der Aus­ein­an­der­set­zung sind bis­lang unklar. Die Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Offen­burg hat die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men.

Der IC ist in Obern­dorf, wo er plan­mä­ßig hält, für den Ein­satz der Ret­tungs­kräf­te auf­ge­hal­ten wor­den. Sie küm­mer­ten sich um den Ver­letz­ten, bei dem eine Schä­del­frak­tur ver­mu­tet wur­de.

Das stell­te sich als rich­tig her­aus. Wie die Poli­zei mel­de­te, erlitt das Opfer ein Schä­del­hirn- und Wir­bel­säu­len­trau­ma.

Die Feu­er­wehr Obern­dorf sorg­te dafür, dass der ange­for­der­te Hub­schrau­ber lan­den konn­te. Der Lan­de­platz vor dem Bahn­hof ist aus­ge­leuch­tet und abge­sperrt wor­den.