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KREIS ROTTWEIL – Bil­li­ge Ange­bo­te bei der Fas­sa­den­re­no­vie­rung sind in Wirk­lich­keit meist über­teu­ert. Vie­le der von den unse­riö­sen Betrie­ben bear­bei­te­ten Flä­chen müs­sen, um tat­säch­lich irrepa­ra­ble Schä­den für die Zukunft zu ver­mei­den, wie­der abge­ris­sen und völ­lig neu auf­ge­baut wer­den. Das Argu­ment „Kos­ten­er­spar­nis” ent­puppt sich als teu­re Kos­ten­fal­le, warnt der Stu­cka­teur­ver­band.

Der Fach­ver­band rät dem Ver­brau­cher daher, bei anste­hen­den Fas­sa­den- und Abdich­tungs­ar­bei­ten gleich einen kom­pe­ten­ten Stu­cka­teur-Innungs­be­trieb ein­zu­schal­ten. Hier kann der Haus­be­sit­zer sich sicher sein, dass er hoch­wer­ti­ge Arbeit erhält und dass im Fal­le des Fal­les Nach­bes­se­run­gen in bes­tem Ein­ver­neh­men schnell erle­digt wer­den.

Trotz inten­si­ver Auf­klä­rungs­ar­beit der ver­gan­ge­nen Jah­re fal­len lei­der immer noch vie­le Haus­be­sit­zer auf die unlau­te­ren Machen­schaf­ten der Dach- und Fas­sa­den­haie her­ein. Das Geschäft läuft immer nach der glei­chen Masche ab: Die Klin­gel geht, ein freund­li­cher Herr steht vor der Haus­tür und ver­wi­ckelt den Haus­be­sit­zer in ein Gespräch über die mal mehr, mal weni­ger reno­vie­rungs­be­dürf­ti­ge Fas­sa­de oder das kaput­te Dach.

Er weist auf moderns­te Bau­tech­ni­ken hin, auf Wert­erhal­tung und Wert­stei­ge­rung durch das Auf­brin­gen moder­ner Dach- und Fas­sa­den­ma­te­ria­li­en und nicht zuletzt auf die Preis­güns­tig­keit sei­nes Ange­bo­tes.

So man­cher Haus­be­sit­zer geht auf das Ange­bot ein und merkt erst spä­ter, dass er einem der soge­nann­ten „Dach- und Fas­sa­den­haie” auf­ge­ses­sen ist: Das Dach oder die Fas­sa­de ist nur ober­fläch­lich saniert, Gewähr­leis­tungs­an­sprü­che meist nur unge­nü­gend durch­zu­set­zen, der angeb­lich gute Preis beim nähe­ren Hin­se­hen weit über­teu­ert. Fazit: Rein­ge­fal­len!

Der Stu­cka­teur­ver­band warnt des­halb davor, sich auf Geschäf­te mit die­sen unse­riö­sen Betrie­ben ein­zu­las­sen. Die­se Fir­men, die oft nicht mal einen ord­nungs­ge­mä­ßen Fir­men­sitz auf­wei­sen kön­nen, haben ver­schie­de­ne Vor­ge­hens­wei­sen, den Haus­be­sit­zern das Geld aus der Tasche zu zie­hen. Die­se Fir­men sind kei­ne orts­an­säs­si­gen Meis­ter­be­trie­be, oft sind es nicht mal rich­ti­ge Hand­wer­ker, son­dern Kolon­nen von aus­län­di­schen Wan­der­ar­bei­tern, die die Arbei­ten mehr schlecht als recht aus­füh­ren und zudem auch noch zu über­teu­er­ten Prei­sen.

Ein wei­te­rer Trick besteht dar­in, dass die Ver­tre­ter die Auf­trä­ge an drit­te, unbe­kann­te Fir­men wei­ter­ver­kau­fen. So hat der Kun­de gar kei­ne Kon­trol­le mehr, wer da an sei­nem Haus die Fas­sa­den­be­schich­tung anbringt. Ob es sich dabei um gelern­te Hand­wer­ker han­delt, darf in vie­len Fäl­len bezwei­felt wer­den.
Auch ist es durch­aus üblich, dass die Qua­li­tät der Arbei­ten sehr man­gel­haft ist und die Fas­sa­den­haie sie mit min­der­wer­ti­gem Mate­ri­al aus­füh­ren.

Ins­be­son­de­re älte­re Haus­be­sit­zer in Wohn­ge­bie­ten mit Ein- oder Zwei-Fami­li­en­häu­sern wer­den von den Dach- und Fas­sa­den­hai­en gern über den Tisch gezo­gen. „Sei­en Sie vor­sich­tig, wenn ein Mit­ar­bei­ter unan­ge­kün­digt vor der Haus­tür steht, dar­auf hin­weist, er habe gera­de in der Nach­bar­schaft zu tun gehabt und einen klei­ne­ren Scha­den auf Ihrem Dach oder an der Fas­sa­de ent­deckt, den er gleich preis­wert repa­rie­ren kön­ne”.

Wei­te­re Alarm­zei­chen sei­en aus­wär­ti­ge Fir­men, feh­len­de Fahr­zeug­be­schrif­tun­gen, kei­ne Fest­netz­te­le­fon­num­mer.
Nie­mand ist Fas­sa­den­hai­en und ihren Machen­schaf­ten schutz­los aus­ge­lie­fert. In dem Auf­trä­ge an orts­an­säs­si­ge Innungs­be­trie­be ver­ge­ben wer­den, anstatt an frem­de Ver­tre­ter, die an der Haus­tür klingeln,ist man auf der siche­ren Sei­te.

Ein Innungs­fach­be­trieb wird sicher­lich nicht unan­ge­mel­det an der Tür erschei­nen und ein unver­lang­tes Ange­bot unter­brei­ten. Zudem sind die Ange­bo­te von Stu­cka­teur- und Maler­be­trie­ben meist um ein viel­fa­ches güns­ti­ger, als die der Fas­sa­den­haie. Als Kun­de kann man bei der Arbeit der Innungs­be­trie­be auf Qua­li­tät und lang­jäh­ri­ge Erfah­rung set­zen – sie ken­nen sich aus mit der Fas­sa­den­ge­stal­tung. Zudem ver­wen­den die­se auch auf der zuvor gerei­nig­ten Fas­sa­de einen gut haf­ten­den Unter­grund, bevor sie die Beschich­tung auf­tra­gen.

Da der Fach­mann die benö­tig­ten Mate­ri­al­kos­ten, die Kos­ten für Gerüst und Arbeits­auf­kom­men sehr genau berech­nen kann, kön­nen Sie sicher sein, dass die Rech­nung für die Sanie­rung der Fas­sa­de am Ende in etwa dem Betrag des Kos­ten­vor­anschla­ges ent­spricht. „Las­sen Sie sich hier von orts­an­säs­si­gen Betrie­ben bera­ten, die für Ihr Gebäu­de eine pro­fes­sio­nel­le Fas­sa­den­be­schich­tung durch­füh­ren kön­nen”, rät der Fach­ver­band.