Von links: Marco Talmoudi, Stefan Stark, Bastian Tröger, Peter Weinmann und Ortsbeauftragter Tobias Wagner. Foto: THW Ortsverband Rottweil
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ZIMMERN – Auf ein volles Haus mit vielen interessierten Teilnehmern konnte der Ortsbeauftragte Tobias Wagner blicken. Er hatte zur jährlichen Hauptversammlung der Ortsverband Rottweil des Technischen Hilfswerkes in den Johannessaal der Arche in Zimmern geladen. Sowohl die aktiven Helferinnen und Helfer, als auch aktive Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern waren seiner Einladung gefolgt. Auch Vertreter der Stadt Rottweil, der Gemeinde Zimmern, der THW Helfervereinigung und der sogenannten Blaulichtfamilie wie Polizeidirektion, Deutsches Rotes Kreuz und Feuerwehr waren zugegen und brachten somit die gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck.








So führte Tobias Wagner mit eindrucksvollen Bildern die Gäste durch das vergangene Jahr. Dieses begann mit der Unterstützung eines Hilfstransportes mit Brennholz zum Heizen in das Ahrtal. Per Fachberateralarm waren technische Hilfen zur Abstützung des Hausbereiches nach einem dortigen Verkehrsunfall, bei einer Großübung in einem Eisenbahntunnel sowie einem Waldbrand gefragt. Auch die Flüchtlingssituation im Landkreis und bei anderen THW Ortsverbänden als Unterstützung beschäftige das THW-Team.

Materialtransport sowie Auf- und Abbau innerhalb der Notunterkünfte am Vaihingerhof, im Spital in Rottweil, in der Kreissporthalle und in Stockach standen im Laufe des Jahres auf dem Einsatzplan. Sowohl das Notstromaggregat zur Hilfe bei der Reparatur eines Schadens an der Neckarburgbrücke, als auch der Lichtmastanhänger zur Ausleuchtung von Einsätzen von Polizei, Zoll, beim Nachtschwimmen im Rottweiler Freibad, des Hubschrauberlandeplatzes beim G 7 Gipfel am Schloss Elmau in Bayern und bei Großveranstaltungen zur Sicherung des Evakuierungsplanes wurde immer wieder beim Ortsverband angefragt.

Dass einige dieser Einsätze gerade in den Monat Juli fielen, führte dazu, dass der Monat Juli schlussendlich gefühlt mehr Einsätze wie Tage zählte. Aber mit einem gut aufgestellten Ortsverband mit mehreren Einsatzteams war auch dies zu stemmen. Dabei steht gerade auch beim Ortsverband der Austausch und die gegenseitige Hilfe mit anderen Ortsverbänden an vorderster Stelle. Man hilft sich, wo nötig und angefragt.

Gemeinsam absolvierten Helfer Lehrgänge als Atemschutzträger und bei der Grundausbildung. Gegen Ende des Jahres erprobte eine Einsatzgruppe am Warntag die neuen Mobilen Sirenen des Landkreises Rottweil mit Durchsagen und Sirenenalarm aus. So konnte die Reichweite und die Einsatzfähigkeit der Geräte im Echtbetrieb getestet werden.

Mit 373 Dienstveranstaltungen, 11.105 Dienststunden, davon 1526 Einsätzen/Technischen Hilfeleistungen zählt der THW Ortsverband zu einer der überdurchschnittlich aktiven Ortsverbände. Mit somit durchschnittlich 217 Stunden pro Helfer sein man über dem Bundesdurchschnitt von 195 Stunden pro Helfer, erklärte Tobias Wagner. Der Ortsbeauftragte zeigte sich stolz auf sein intaktes und sehr aktives Team. So führte er Ehrungen für besondere Dienstjahre von zehn bis 40 Jahren durch. Auch bei der Fahrzeugausstattung steht man nach wie vor gut da, stellte er fest. Ein Mehrzweckgerätekraftwagen, ein LKW-Kipper mit Ladekran und ein LKW mit Ladebordwand zählt zu den Neuzugängen.

Im Mai 2022 fand der Spatenstich zum Neubau der Unterkunft statt. Die Halle stehe mit ihren nun zehn Garagenplätzen und es ginge beim Bau gut voran, freute sich der Ortsbeauftragte. Neben einem Schulungsraum sei eine Installation einer Photovoltaikanlage sowie eine ökologische Dachbegrünung geplant. Tobias Wagner zeigte sich optimistisch, dass die Einweihung der neuen Unterkunft im Jahr 2024 stattfinden könne.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte sich auch das neue Jugendbetreuerteam, Simon und Jenny Lutz, vor. Mit 31 Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 17 Jahren übe man regelmäßig samstags erste Grundlagen wie Holzbearbeitung und Aufbau eines Zeltes. Dabei sei der Anteil an Jungs und Mädchen ausgewogen. Auch der Spass sei dabei groß geschrieben, sei es bei Aktionen wie Jugendzeltlager oder der Ostereiersuche in der THW-Unterkunft. So lerne man spielerisch technische Fähigkeiten, aber auch wie gemeinschaftliches Helfen und Gutes tun Freude bringen kann. Teamgeist und Hilfsbereitschaft werde gestärkt und so bei der Prüfung zu Leistungsabzeichen das Können vorgestellt.

Hubert Eggert als Vertreter des Vorstandes der THW Helfervereinigung, Karl-Heinz Zimmer als Bürgermeisterstellvertreter der Gemeinde Zimmern, Frank Müller als Stadtbrandmeister der Feuerwehr Rottweil und Vertreter der Stadt Rottweil, Manfred Lenz vom Deutschen Roten Kreuz, Ortsverein Rottweil und Elmar Maier von der Verkehrspolizeidirektion Zimmern stellvertretend auch für die Polizeidirektion Konstanz würdigten in ihren Grußworten die gute und kollegiale Zusammenarbeit. Man sei dankbar, in besonderen Lagen und bei schweren Einsätzen, gerade auch als Fachberaterteam, auf das THW zurückgreifen zu können. Gemeinsam stellte man fest, dass der Blaulichttag am 2. Juli 2023 ein ganz besonderer Höhepunkt der sogenannten Blaulichtfamilie darstelle.

Zum Abschluss der Veranstaltung erwartete Tobias Wagner noch eine Überraschung: Sein Team dankte ihm für 15 Jahre als Ortsbeauftragter mit ganz besonderen und persönlichen Präsenten. Weiterhin freut sich der THW Ortsverband Rottweil über interessierte Erwachsene. Der Übungsabend findet jeden Donnerstag ab 19 Uhr in der Robert-Bosch-Str. 19 statt. Auch Kinder und Jugendliche können gerne zum Schnuppern beim THW vorbeikommen. Das Jugend-Team ist jeweils samstags von 9 bis 12 Uhr aktiv.

Für zehnjährige Mitgliedschaft beim THW wurden Marco Talmoudi und Stefan Stark geehrt .
Für 20-jährige Mitgliedschaft beim THW wurdeBastian Tröger  geehrt und für 40-jährige Mitgliedschaft beim THW wurde Peter Weinmann geehrt.

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