Stefan Teufel MdL, hat im Rahmen einer kleinen Anfrage an das Sozialministerium die Pflegesituation im Landkreis Rottweil beleuchten lassen. Archivfoto: pm

ROTTWEIL – Der gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Land­tags­frak­ti­on, Ste­fan Teu­fel MdL, hat im Rah­men einer klei­nen Anfra­ge an das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um die Pfle­ge­si­tua­ti­on im Land­kreis Rott­weil beleuch­ten las­sen.

Wir lie­gen mit den Ergeb­nis­sen im Land­kreis im guten Lan­des­schnitt. Das darf aber nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass wir gro­ße Her­aus­for­de­run­gen in der Pfle­ge zu bewäl­ti­gen haben. Spe­zi­ell die Gewin­nung von Fach­kräf­ten und der Fach­kräf­te­schlüs­sel sind Din­ge, die die Betrei­ber vor Ort umtrei­ben. Hier müs­sen wir Lösun­gen fin­den. Die Attrak­ti­vi­tät des Pfle­ge­be­rufs zu erhö­hen, ist ein wei­te­rer, wich­ti­ger Fak­tor. Zur Bewäl­ti­gung der bevor­ste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen brau­chen wir enga­gier­te und moti­vier­te Pfle­ge­kräf­te. Das Berufs­bild muss, ins­be­son­de­re auch für jun­ge Men­schen, attrak­tiv blei­ben. Das ist nur mög­lich, wenn die Rah­men­be­din­gun­gen im Hin­blick auf die inhalt­li­che Aus­ge­stal­tung, bezüg­lich der Arbeits­zei­ten und in finan­zi­el­ler Hin­sicht stim­men“ so Teu­fel.

In Baden-Würt­tem­berg hat der Land­tag die Enquete­kom­mis­si­on „Pfle­ge in Baden-Würt­tem­berg zukunfts­ori­en­tiert und genera­tio­nen­ge­recht gestal­ten“ ein­ge­setzt, wel­che Hand­lungs­emp­feh­lun­gen erar­bei­tet hat, die nun umge­setzt wer­den müs­sen“ so Teu­fel. Im Jahr 2007 waren es im Land­kreis Rott­weil 3408 Leis­tungs­emp­fän­ger im Bereich der Pfle­ge, 2015 wur­den 4461 ermit­telt. So ist aus der amt­li­chen Pfle­ge­sta­tis­tik für 2015 ersicht­lich, dass im Land­kreis Rott­weil der Aus­las­tungs­grad voll­sta­tio­nä­rer Dau­er­pfle­ge­plät­ze bei 88,4 Pro­zent lag. Der Wert für Baden-Würt­tem­berg lag zum glei­chen Stich­tag bei 90,8 Pro­zent. Dies lässt den Schluss zu, dass sich die Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung zumin­dest mit voll­sta­tio­nä­ren Dau­er­pfle­ge­plät­zen auf Höhe des Lan­des­durch­schnitts bewegt.

Die Aus­las­tung der im Land­kreis Rott­weil ange­bo­te­nen Tages­pfle­ge­plät­ze liegt mit 123,8 Pro­zent im Jahr 2015 unter der durch­schnitt­li­chen Aus­las­tung in Baden-Würt­tem­berg mit 148,2 Pro­zent. Die Span­nen lie­gen hier zwi­schen 69 und 218 Pro­zent in ande­ren Stadt- und Land­krei­sen.

Die­se Zah­len zei­gen, dass wir in unse­rem Land­kreis gut aus­ge­stat­tet sind. Jedoch ist eine bedarfs­ge­rech­te Wei­ter­ent­wick­lung uner­läss­lich. Die Men­schen sol­len so lan­ge wie mög­lich ein selbst­be­stimm­tes Leben in ihrer gewohn­ten Umge­bung füh­ren kön­nen. Dies gelingt nur, wenn die vor­han­de­nen Ange­bo­te eng mit­ein­an­der ver­netzt sind und flie­ßen­de Über­gän­ge zwi­schen den ver­schie­de­nen Ver­sor­gungs­for­men ermög­licht wer­den. Ambu­lan­te, teil­sta­tio­nä­re und sta­tio­nä­re Ver­sor­gung müs­sen inein­an­der­grei­fen und für die Betrof­fe­nen sowie deren Ange­hö­ri­ge leicht zugäng­lich sein, “ sag­te Teu­fel.