NRWZ.de, 25. Oktober 2021, Autor/Quelle: Pressemitteilung (pm)

„Verkehrssicherheit beginnt im Kopf“

ZIMMERN – Im Laufe des Jahres 2022 soll es so weit sein. Die Kreisverkehrswacht sieht der Fertigstellung des neuen Verkehrsübungsplatzes entgegen. Dies wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung am 15. Oktober in der Turn- und Festhalle Zimmern bekannt.

Corona überschattete auch die Vereinsarbeit der Kreisverkehrswacht Rottweil. Dies begann schon im Frühjahr 2020, als die Jahreshauptversammlung des Vereins für das Jahr 2019 der Pandemie zum Opfer fiel. Im Verein entschloss man sich deshalb, die Jahreshauptversammlungen für die beiden Jahre 2019 und 2020 zusammenzulegen, um wieder in den gewohnten Rhythmus zu kommen.  

In ihren Grußworten würdigten die „Hausherrin“ Bürgermeisterin Carmen Merz, der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais,, Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, Bürgermeister Dr. Christian Ruf und der Leiter des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Konstanz, Erster Polizeihauptkommissar Michael Ilg, die Arbeit der Kreisverkehrswacht Rottweil. Sie würdigten vor allem die Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit, das engagierte und professionelle Herangehensweise der Kreisverkehrswacht an ihre Aufgaben und stellten ihre Rolle als wichtiger Partner anderer Institutionen dar. 

2019 beschrieb der Vorsitzende Artur Rieger als normales Vereinsjahr mit zahlreichen Aktivitäten rund um das Thema Verkehrssicherheit. Sprichwörtlich ausgebremst sei der Verein dann 2020 durch Corona geworden und befinde sich erst jetzt wieder so langsam auf dem Weg zurück zur Normalität.

Rückblickend beschrieb Rieger den Rückgang der Unfallzahlen insgesamt, zu der sicherlich auch die Coronamaßnahmen und die damit einhergehende rückläufige Mobilität beigetragen habe. Ausnahme hiervon sei die Entwicklung der Unfallzahlen bei den Pedelecfahrern gewesen, die um rund 170 Prozent im vergangenen Jahr angestiegen seien. Auch dies eine Folge von Corona, weil viele Menschen in ihrer Freizeitgestaltung auf das Fahrrad gesetzt hätten.

Kritisch beleuchtete Rieger das Verhalten der Verkehrsteilnehmer insgesamt und im Besonderen nach Beendigung des Lockdowns. Die Akzeptanz zur Einhaltung der einfachsten Grundregeln im Verkehr gehe zurück und man könne eine gewisse Rücksichtslosigkeit als Zeichen grenzenloser Freiheit erkennen. Deshalb appellierte er mit dem Motto „Verkehrssicherheit beginnt im Kopf“ an alle für mehr Rücksicht im Straßenverkehr.

Abschließend bedankte er sich bei Polizei, Feuerwehr, Landkreis, Städte und Gemeinden, die als Partner die Kreisverkehrswacht in ihrem Bemühen um mehr Verkehrssicherheit unterstützen würden.

Die Aktivitäten des Vereins stellte Geschäftsführer Daniel Geigis dar, wobei die Auswirkungen von Corona sehr deutlich wurden. So konnten 2020 nur 35 Sicherheitstrainings mit 319 Teilnehmern durchgeführt werden. 2019 waren es dagegen 125 Trainings mit 1356 Teilnehmern. Die Moderatoren der Kreisverkehrswacht beschulten dabei neben Autofahrern auch Motorradfahrer, Lastwagenfahrer sowie Fahrer von Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr, Polizei und DRK.

Auch die Jugendverkehrsschule war 2020 deutlich weniger frequentiert. Absolvierten 2019 noch 1340 Schülerinnen und Schüler die Radfahrprüfung waren es im Coronajahr 2020 nur noch rund 500.

Daneben gab es 2019 weitere Aktionen an Schulen, bei Gewerbeschauen und anderen Veranstaltungen, die von den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Verkehrswacht durchgeführt wurden. 2020 lag dieses Tätigkeitsfeld brach. Deutlich wird dies an den Einsatztagen des Überschlagsimulators der Verkehrswacht, der 2019 im gesamten Land Baden-Württemberg an 29 Tagen im Einsatz war. 2020 musste er in der Garage bleiben.

In seinem Ausblick zeigte sich Daniel Geigis aber optimistisch, dass man 2022 wieder auf das alte Aktivitätsniveau zurückkehren könne.  

Von zufriedenstellenden Finanzen konnte Schatzmeister Hans-Dieter Wölk berichten. Nachdem ihm von den Rechnungsprüfern Achim Belser und Sonja Geigis eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt wurde, übernahm Dr. Foth die Entlastung der gesamten Vorstandschaft für die Jahre 2019 und 2020, die einstimmig erteilt wurde.

Bei den Wahlen wurden Artur Rieger als Vorsitzender und Ulrich Effenberger als stellvertretender Vorsitzender ebenso in ihren Ämtern bestätigt wie Daniel Geigis als Geschäftsführer und Hans-Dieter Wölk als Schatzmeister.  Georg Rieker, Manfred Rathgeb und Udo Ditrich stellten sich erneut als Beisitzer zur Verfügung und wurden ebenfalls einstimmig gewählt. Neu als Beisitzer wurde Christoph Steilner in das Gremium gewählt.  

Für vier weitere Jahre erhielt Sonja Geigis das Vertrauen als Rechnungsprüferin.

Positive Signale in Richtung des neuen Verkehrsübungsplatzes konnte nach den Wahlen der Geschäftsführer der BauUnion, Herr Köhle, der Versammlung mitteilen. Die Planungen sehen vor, dass im Laufe des Jahres 2022 die Fahrbahn- und Gleitbeläge und die vorgesehene Bewässerungs- und Steuerungstechnik in die jetzt aufgefüllte Fläche eingebaut werden wird. Diese Arbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden und der Platz dann betriebsbereit sein und der Verkehrswacht für ihre speziell für Lkw-Fahrer erweiterten Trainings zur Verfügung gestellt werden.       

Im Rahmen der Versammlung zeichnete der Vorsitzende, Artur Rieger, Dr. Jürgen Mansperger für 30 Jahre Mitgliedschaft in der Kreisverkehrswacht Rottweil aus. Dieter Bodmer, Jose Garcia und Hans Keller wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt und Hermann Hirt für 20 Jahre.

Hermann Hirt (20 Jahre), Jose Garcia (25 Jahre), Artur Rieger (1. Vorsitzender), Dieter Bodmer (25 Jahre), Dr. Jürgen Mansperger (30 Jahre), auf dem Bild fehlt Hans Keller (25 Jahre). Foto: pm

 

 

 

„Verkehrssicherheit beginnt im Kopf“