VILLINGENDORF – Alle 28 Schü­ler und Schü­le­rin­nen der sieb­ten Klas­sen der GWRS Vil­lin­gen­dorf wur­den nach einem neun­tä­gi­gen Land­schul­heim­auf­ent­halt in Irland freu­de­strah­lend von ihren Eltern erwar­tet. Noch auf dem Rott­wei­ler Bahn­hof wur­den die ers­ten Rei­se­be­rich­te vol­ler Begeis­te­rung an die Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen wei­ter­ge­ge­ben.

Die­se Rei­se wur­de von den Lehr­kräf­ten Euge­nia Remisch, Bir­gitt Schlie­ter und Ste­fan Bihl von lan­ger Hand vor­be­rei­tet und schließ­lich auch beglei­tet. Peter Ber­ger unter­stüt­ze die gro­ße Rei­se­grup­pe als Betreu­er. Die Klas­se hat die Rei­se durch ihre neu gegrün­de­te Schü­ler­ge­nos­sen­schaft mit­fi­nan­ziert, indem sie über das gesam­te Schul­jahr hin­weg Dienst­leis­tun­gen und sel­ber ange­fer­tig­te Pro­duk­te anbo­ten. In ihrer Frei­zeit wur­de Holz gesta­pelt, Bewir­tun­gen durch­ge­führt, Ver­kaufs­ak­tio­nen auf Weih­nachts­märk­ten und vor ver­schie­de­nen Ein­zel­han­dels­ge­schäf­ten durch­ge­führt. Auch das „Irish Bar­be­cue“ bei der Land­metz­ge­rei Digi­ser trug zur Ver­bes­se­rung der Rei­se­kas­se bei. Ein High­light war die Aus­rich­tung des Folk­kon­zer­tes der Band „Cuck­oo“ in der voll­be­setz­ten Turn- und Fest­hal­le.

Dass nicht nur Geld im Vor­der­grund steht, bemerk­ten die Schü­ler als sie den iri­schen Bot­schaf­ter in unse­rer Schu­le herz­lich Will­kom­men hie­ßen. Hier zeig­ten sie ihre sozia­len und per­so­na­len Kom­pe­ten­zen. Auch wur­den ihnen bei die­sem Staats­be­such die ers­ten Sprach­bar­rie­ren genom­men.

Gut gerüs­tet stieg die Grup­pe in Frank­furt ins Flug­zeug und flog dem Aben­teu­er Irland ent­ge­gen. Von Doo­lin aus – dem Zen­trum tra­di­tio­nel­ler iri­scher Musik – ging es auf Ent­de­ckungs­tour. Zuerst wag­te sich die Irland­klas­se in die dunk­le Höh­le „Aill­wee“ und ent­deck­ten dort Kno­chen von Braun­bä­ren, die hier frü­her leb­ten. In der anschlie­ßen­den Greif­vo­gel­schau bestaun­ten sie die Flug­küns­te von Gauk­lern, Eulen und Fal­ken. Am nächs­ten Tag begann eine lan­ge Wan­de­rung vom Hag‚s Had bis zum O‚Briens Tower.

Trotz iri­schen Wet­ters ließ es sich die Wan­der­grup­pe nicht neh­men, die höchs­ten Steil­klip­pen Euro­pas, die mys­tisch im Nebel lagen, die „Cliffs of Moher“, zu bestau­nen. Einen der Höhen­punk­te stell­te der Auf­ent­halt auf den Aran Islands dar. Nach der Fähr­über­fahrt wur­de Inishmo­re, die größ­te der drei Inseln, per Fuß und Rad erkun­det. Bei die­sem 2-tägi­gen Aus­flug beein­druck­ten vor allem die ver­bor­ge­nen „Puf­fing Holes“ und die kel­ti­sche Stein­sied­lung „Dun Aeng­hus“. Zurück auf dem Fest­land besuch­te die Klas­se den „Poulnabro­ne-Dol­men“, eine Grab­stät­te, die zwi­schen 3800 und 3200 v. Chr. errich­tet wur­de.

Am Nach­mit­tag durf­te die Rei­se­grup­pe mit­ver­fol­gen, wie ein Schä­fer eine Schaf­sher­de über Wie­sen und Fel­sen füh­ren kann, indem er sei­nen drei Hun­den, mit Pfif­fen einer Whist­le, Arbeits­auf­trä­ge gab. Am vor­letz­ten Tag war die Zeit gekom­men, in der Stu­den­ten­stadt Gal­way Andenken und Sou­ve­nirs ein­zu­kau­fen. Die dor­ti­gen Stra­ßen­mu­si­kan­ten luden zum Ver­wei­len ein. Am letz­ten Tag hieß es Kof­fer packen und am Strand von Lahinch von der grü­nen Insel Abschied zu neh­men. Mit der Son­ne und Irland im Rücken flog man wie­der in die Hei­mat zurück. Vie­le Schü­ler waren sich einig: ein­mal Irland – immer Irland!