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Freitag, 3. Juli 2020
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    Völkerverständigung, Geschichte und Musik: Der SPD-Liederabend im Bären

    DEISSLINGEN – Es war ein musikalisch-historischer Ausflug in die Geschichte der Sozialdemokratie, der Liederabend der Deißlinger SPD am Donnerstagabend im Bären. Und ein gut besuchter: Freie Plätze waren nämlich Mangelware.

    Für die Musik waren wie in den vergangenen Jahren auch Steff Hengstler und Manfred Sorg zuständig, Jo Hengstler und sein Akkordeon konnten krankheitsbedingt nicht dabei sein. Dafür sprang SPD-Bundestagskandidat Georg Sattler kurzfristig ein und gab Marius Müller-Westernhagens „Freiheit“ zum Besten. Die geschichtlichen Aspekte beleuchtete Dr. Winfried Hecht wie immer mit viel spannendem Hintergrundwissen und humorvollen Ausflügen. Und dies alles unter dem Motto „Du, lass dich nicht verhärten in dieser harten Zeit“, dieser Textzeile aus dem Lied „Ermutigung“ von Wolf Biermann. Das stammt zwar schon aus dem Jahr 1974, wie aktuell es aber ist, darauf wies einleitend Kreisvorsitzender Torsten Stumpf hin. Er erhalte regelmäßig Mails mit üblen Inhalten, in dem SPD-Politiker als Volksmörder bezeichnet würden, die aufgehängt gehörten. Seine Konsequenz: Er trug an dem Abend ein T´Shirt mit dem Aufdruck „Fuck AFD“.

    „Ich habe mich gefreut über das Motto des Abends!“, betonte Dr. Hecht und erzählte von Wolf Biermann, der freiwillig in die DDR ging, wo er komponierte, dem System aber zu kritisch wurde und 1976 wieder ausgebürgert wurde. Der Sohn einer jüdischen und kommunistischen Familie hatte Mathe und Philosophie studiert, war später in der Friedensbewegung aktiv. Die Stasi hatte über 50.000 Seiten über ihn gesammelt, und dazu meinte der Liedermacher einmal, es sei ja kein Wunder, dass die DDR wirtschaftlich keinen Erfolg gehabt habe, wenn sie nichts anderes zu tun hatte.

    Die geschichtlichen Aspekte beleuchtete Dr. Winfried Hecht. Foto: Moni Marcel

    Hecht wusste zu jedem der Lieder den geschichtlichen Hintergrund, so zu „Die freie Republik“ von 1835, der Geschichte der eingekerkerten Studenten in Frankfurt, die sich für Menschenrechte und Freiheit stark gemacht hatten. Folgen der französischen Revolution, „Werte, die bis heute gelten: Freiheit, Brüderlichkeit!“, so Hecht, doch damals musste man schon an den Biertischen aufpassen, was man sagte, „freie Meinungsäußerung war was ganz Schlimmes!“ Die Geheimdienste des Badener Großherzogs und des Herzogs von Württemberg hatten ihre Spione auch im Nachbarland, so erzählte Hecht von Wandergesellen, die aus St. Gallen nach Rottweil zurückkamen und gleich wegen ihrer Äußerungen in der Schweiz verhaftet wurden. „Deshalb wurde in Deutschland auch das Lied ‚Die Gedanken sind frei‘ so populär.“, erklärte der Historiker.

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    Kühne Vorstellungen von Demokratie hatten nicht nur die Teilnehmer am Hambacher Fest, sondern auch die einer Versammlung auf dem Dreifaltigkeitsberg. „Manche von ihnen mussten in die Schweiz fliehen!“ Hecht erzählte von unterdrückten Bauern nicht nur in Deutschland, sondern auch in Russland oder Portugal, wo er selbst längere Zeit gelebt hatte, von dem Traum von Freiheit und Gerechtigkeit, von ausbeuterischen Herrschaften und Aufständen. Und von Kriegen: Marlene Dietrichs Lied „Sag mir wo die Blumen sind“ zeigt deutlich die Friedenssehnsucht, es wurde 1955 von Pete Seeger als „Where have all the flowers gone“ zum Hit gemacht. Und am Donnerstag natürlich gemeinsam gesungen.

    Manfred Sorg hat sich in seinem eigenen Stück auch damit auseinandergesetzt, es erzählt von einem Europa ohne Schießen und Blutvergießen, was nach all den Kriegen schon fast einem Wunder gleich kommt, „ich will, dass das so bleibt!“ Mit Ina Deters „Neue Männer braucht das Land“ ging es in die 68-er, in die Zeit der Emanzipation, ein Sektor, auf dem vieles vorangebracht wurde, allerdings auch noch einiges zu tun bleibt, betonte Hecht. Und erzählte von Rosa Luxemburg, von Clara Zetkin, von Sophie Scholl, Vorkämpferinnen. Die Bots komponierten 1984 ihr Stück „Das weiche Wasser“ auf dem Hintergrund des kalten Krieges und der Nachrüstung: Das hier stationierte Material hätte ausgereicht, alles Leben in Europa und darüber hinaus zu vernichten, so Hecht. Und die Friedensbewegung habe immerhin das Ende des kalten Krieges erreicht, die Herrschenden hätten eingesehen, dass ein neuer Krieg in unsererem Raum das Ende gewesen wäre. „Wir würden sonst wahrscheinlich heute nicht hier sitzen!“

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    „Dos Kelbl“ und „Hawa Nagila“ gehörten ebenfalls zum Programm des Abends, das wie immer Bruno Bantle zusammengestellt hatte – auch die Judenverfolgung war damit Thema. Und der aktuelle Konflikt um Jerusalem, der betonte, dass es zwischen Palästinensern und Juden durchaus Brüderlichkeit geben könne. Beispiel: Daniel Barenboims „West-östlicher Divan“, ein Orchester, das zur Hälfte aus israelischen und arabischen Musikern besteht. „Das zeigt, dass aus Feinden Freunde werden können!“, so der Historiker. Ein Abend mit viel Geschichte, Völkerverständigung und Musik – manch einer freut sich jetzt schon auf nächstes Jahr im Bären.

     

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