Die Vorstandsmitglieder Christoph Groß (links) und Steffen Schlenker (rechts) freuen sich auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Aufsichtsratsmitgliedern Joachim Hengstler (Zweiter von links) und Peter Emminger, die jeweils einstimmig im Amt bestätigt worden waren. Foto: Preuß

DEISSLINGEN – Die Volks­bank Deiss­lin­gen bilan­zier­te wäh­rend der har­mo­ni­schen Gene­ral­ver­samm­lung am Frei­tag in der Mehr­zweck­hal­le ein erfolg­rei­ches Geschäfts­jahr 2018. Der Vor­schlag, eine Divi­den­de in Höhe von 2,75 Pro­zent und einen Bonus von einem Pro­zent aus­zu­schüt­ten, wur­de ein­stim­mig ange­nom­men.

Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Joa­chim Hengst­ler begrüß­te die Mit­glie­der, von denen es mehr denn je gibt: Nach­dem auch 2018 die Zahl gestei­gert wer­den konn­te wird die Bank nun von 3367 Mit­glie­dern getra­gen. Vor­stands­spre­cher Chris­toph Groß erläu­ter­te die Zah­len des abge­lau­fe­nen Geschäfts­jah­res. Dem­nach stieg die Bilanz­sum­me um 14,5 Pro­zent auf 284 Mil­lio­nen Euro und das betreu­te Kun­den­vo­lu­men um mehr als 10 Pro­zent auf 592 Mil­lio­nen Euro. Bei­de Wachs­tums­ra­ten lie­gen deut­lich über dem Ver­bands­durch­schnitt.

Da die Volks­bank Deiss­lin­gen mit der soge­nann­ten Cost-Inco­me-Ratio, sie spie­gelt das Ver­hält­nis von Auf­wand zum Ertrag wider, von 64,5 % auch deut­lich pro­fi­ta­bler als der Schnitt der Volks­ban­ken im Land ist, fiel der Gewinn zufrie­den­stel­lend aus: Es müs­sen 64,5 Cent inves­tiert wer­den, um einen Euro zu ver­die­nen. So wur­den die Ergeb­nis­rück­la­gen dotiert und ins­be­son­de­re das Eigen­ka­pi­tal wei­ter auf­ge­stockt. „Das Ergeb­nis bestä­tigt das Ver­trau­en, das wir in der Regi­on genie­ßen“ ana­ly­sier­te Groß, „unse­re Anzie­hungs­kraft für Unter­neh­mer, Anle­ger und Bau­her­ren in der Regi­on ist groß.“ Die Volks­bank Deiss­lin­gen habe sich als gesuch­ter Part­ner eta­bliert: „Unse­re Kun­den emp­feh­len uns ger­ne und häu­fig wei­ter.“

Ange­sichts des hohen Wachs­tums­tem­pos mach­te Groß deut­lich, dass Vor­stand und Auf­sichts­rat sich einig sind, dass die wei­te­re Stär­kung der Sub­stanz im Fokus der Zukunfts­stra­te­gie steht. Zu die­ser Zukunfts­stra­te­gie zählt außer­dem, im Span­nungs­feld von per­sön­li­cher Bera­tung und Digi­ta­li­sie­rung eine dua­le Vor­ge­hens­wei­se zu ver­fol­gen. Jeder Kun­de, der per­sön­li­che Bera­tung wünscht, wer­de die­se auch wei­ter­hin von der Volks­bank Deiss­lin­gen erhal­ten. „Gleich­zei­tig unter­brei­ten wir jenen Kun­den, die das wün­schen, erst­klas­si­ge Online-Ange­bo­te“, so Groß. Das inter­net­ba­sier­te Ver­mö­gens­ver­wal­tungs-Tool „Solid­vest“ in Zusam­men­ar­beit mit der DJE Kapi­tal AG sei ein Bei­spiel dafür.

Die Mit­glie­der wer­den wei­ter­hin am Geschäfts­er­folg betei­ligt. Vor­stands­mit­glied Stef­fen Schlen­ker lei­te­te die Abstim­mung zur Ver­wen­dung des Bilanz­ge­winns. Der Vor­schlag, eine Divi­den­de von 2,75 und einen Bonus in Höhe von einem Pro­zent aus­zu­zah­len, wur­de ein­stim­mig ange­nom­men. Eben­so ein­stim­mig ver­lie­fen die Wah­len zum Auf­sichts­rat: Peter Emmin­ger, seit 1992 im Amt, und Joa­chim Hengst­ler, seit 2001 Auf­sichts­rat, wur­den im Amt bestä­tigt.

Bür­ger­meis­ter Ralf Ulb­rich lob­te die Volks­bank Deiss­lin­gen als „außer­ge­wöhn­li­ches Unter­neh­men“. Als Bür­ger­meis­ter sei er sehr dank­bar, denn „es ist nicht selbst­ver­ständ­lich, was die Volks­bank Deiss­lin­gen leis­tet.“ Die loka­le Wert­schöp­fung in Höhe von knapp 2,9 Mil­lio­nen Euro, die sich aus der Lohn­sum­me, Spen­den, Divi­den­de und Steu­er­zah­lun­gen zusam­men­setzt, nann­te er „Daseins­vor­sor­ge in der Pra­xis“. Ulb­rich freu­te sich, dass die Mit­glie­der das exakt gleich wahr­neh­men, denn die von ihm bean­trag­te Ent­las­tung fiel ein­stim­mig aus.

Das alles, beton­ten Groß und Schlen­ker, sei nur mit enga­gier­ten und gut aus­ge­bil­de­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern mög­lich, wes­we­gen ein beson­de­rer Dank an die 41 Beschäf­tig­ten ging. Im Schluss­wort ver­wies Hengst­ler auf das 150-jäh­ri­ge Jubi­lä­um der Volks­bank im kom­men­den Jahr. Die Grün­dungs­ver­samm­lung fand am 2. Febru­ar 1870 im Gast­hof Och­sen statt – und genau zu die­sem Datum in 2020 wird man in der Mehr­zweck­hal­le ein attrak­ti­ves Event bie­ten. Was genau, wer­de zu gege­be­ner Zeit ver­öf­fent­licht, die Mit­glie­der und Kun­den sol­len sich aber schon mal das Datum vor­mer­ken. Oder, so Hengst­ler, wie es heu­te auf Neu-Schwä­bisch heißt: „Save the date!“