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Schuler Präzisionstechnik – Tag der Ausbildung am Freitag, 10. Juli 2020 und am Samstag, 11. Juli 2020

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Samstag, 4. Juli 2020
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    Von Vancouver nach Los Angeles mit dem Rad

    DIETINGEN-IRSLINGEN – Ein ganz besonderes Abenteuer und Erlebnis haben die beiden Irslinger Hans-Günter Schipke (69 Jahre) und Günther Schneider (64 Jahre), die Mitglieder der örtlichen Radgruppe sind, im September und Oktober 2019 bestritten.

    Angeregt durch einen Bildervortrag des Altoberndorfer Lehrers Michael Kipp im November 2017 in Oberndorf, der die Strecke von Vancouver nach San Diego in den Schulsommerferien 2017 bewältigt hatte, den Schipke besucht hatte, wurde die Idee, diese große Tour ebenfalls anzugehen, geboren. Im Vorfeld und zur Vorbereitung der Reise haben sich die beiden Radfahrer auch zweimal mit Michael Kipp getroffen und von ihm wichtige Infos bekommen.

    Die beiden Irslinger Radfreunde, die in den letzten Jahren gemeinsam mit zwei weiteren Radfreunden schon so manche größere Radtour gemeinsam bestritten hatten (2016: Irslingen-Rom, 2017: Irslingen-Breslau, 2018: Rostock-Danzig, 2019: Donauwörth-Wien) fanden sich zusammen, trauten sich und gingen das Wagnis dieser großen, und langen und anspruchsvollen Radreise mutig an.

    Nach ausgiebigen Besprechungen, Studium der einschlägigen Randwanderführer und Reiseführer, der Auffrischung der Englischkenntnisse, Flugbuchung und nicht zuletzt auch nach diversen Vorbereitungsradtouren im Jahr 2019 war es am 5. September 2019 so weit. Der Zeitraum der Radreise ab Anfang September war bewusst gewählt, um den amerikanischen Sommerferien, wo es am Pazific regelmäßig eng wird, aus dem Wege zu gehen. Weil Schneider noch selbstständig berufstätig ist, war der Reise-Zeitrahmen auf knapp sechs Wochen beschränkt.

    Mit dem verpackten Fahrrad und einem riesigen Packsack für alles andere im Gepäck, damit man nur ein Gepäckstück neben dem Fahrrad hatte, ging es von Frankfurt am Main mit British Airways zunächst nach London-Heathrow. Von dort folgte – mit dem größten Passagierflugzeug der Welt, einer A 380-800 – ein fast 10stündiger Non-Stopp-Flug mit fast 10.000 km über Schottland, den Atlantik, Island, Grönland und ganz Kanada nach Vancouver an der äußersten Westküste von Kanada. Dort wurde noch am selben Tag (Zeitunterschied neun Stunden) das bereits vorgebuchte Hotel bezogen und am nächsten Tag die beeindruckende Großstadt Vancouver mit dem Fahrrad erkundet.

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    Am 07. September 2019 starteten die beiden Irslinger Hobbyradler dann ihre ambitionierte Tour. Ausgestattet mit zwei Satteltaschen, dem Packsack für das Zelt und Zubehör und einer Lenkertasche, somit mit einem Gepäckvolumen von deutlich mehr als 20 Kilogramm, fuhren sie los. Navigiert wurde mit den beschafften Radkarten 1 – 5 der Pacific Coast Bicycle Route, zugekauften Übersichtskarten, Google-Maps und später auch mit der Wander- und Radfahrer-App Komoot. Zunächst entlang der Bucht von Vancouver und der gegenüberliegenden Insel Vancouver Island ging es schon bald auf dem legendären Highway 101 weiter nach Westen bis der Pazific erreicht war.

    Am größten Meer der Welt dem Pazific entlang, das ein Viertel der Erdfläche umfasst und von einem Feuergürtel umgeben ist, fuhr man auf diesem Highway immer Richtung Süden. Wenn das Meer immer rechts lang, waren man richtig. Zunächst galt es den waldreichen und nur dünn besiedelten US-Bundesstaat Washington zu durchqueren. Bei leider nicht immer nur gutem Wetter – es gab auf der 31-Tage-Radtour auch sieben Regentage zu bewältigen, die beiden waren insoweit aber auch gut ausgestattet – war man nach 800 Radkilometern der gigantische Columbia-River, der wasserreichste Fluss Nordamerikas, und die Stadt Astoria und damit auch der US-Bundesstaat Oregon erreicht.

    Es galt eine 6,5 KIlometer lange Brücke über den riesigen Fluss zu überqueren um in den 2. US-Bundesstaat auf der Radreise zu gelangen. Schon seit dem Erreichen der Pazific-Steilküste waren die Ausblicke auf die zerklüftete Küstenlinie und den Pazific überwältigend schön und „brannten“ sich nachhaltig – unterwegs auf einer der Traumstraßen der Welt – ins Gedächtnis ein. Auch im ebenfalls nur dünn besiedelten Oregon waren viele waldreichen Gegenden zu durchqueren, aber immer wieder folgten auch herrliche Küstenabschnitte. Riesige Holzlaster donnerten tagelang an den beiden Irslinger Radfahrern vorbei.

    Stationen im US-Bundesstaat Washington waren unter anderem Bellingham, Port Townsend, Port Angels, Forks, Aberdeen und Reymond. Nach weiteren ca. 800 Kilometern durch Orgon mit den wichtigsten Städten Seaside, Bay City, Tillamook, Lincols City, Nevport, Florence, Reedsport, Cose Bay,Port Orford, Gold Beach und Brookings und war die Grenze zum US-Bundesstaat California erreicht, wo es zur allgemeinen Überraschung innerhalb der USA Grenzkontrollen gab. Die schwäbischen Radfahrer wurden allerdings freundlich durchgewunken.

    Von Anfang an begegneten die Radreisenden sowohl in Kanada als auch in den USA immer wieder außerordentlich freundlichen Einheimischen, teils auch Radreisenden – oft mit deutschen Wurzeln -, die unkompliziert auf sie zukamen, sich erkundigten was man vorhabe und die vollbepackten Fahrräder und Radfahrer ob ihres Vorhabens und Zieles bewunderten. Auch Abendteuer pur gab es immer wieder. Nachdem am 13. Radtag, nach über 140,75 Kilometern, 9:13 Fahrzeit und 1183 Höhenmetern – beim besten Willen keine Unterkunft und kein Zeltplatz gefunden werden konnte, musste nachts um 23 Uhr direkt neben dem Schild „NO OVERNIGHT CAMPING ALLOWED“ wild gecampt werden und am nächsten Tag die „Devil Road“, die ihrem Namen sowohl von den extremen Steigungen her als auch von der unheimlichen Einsamkeit und Abgeschiedenheit her ihrem Namen alle Ehre machte, bewältigt werden.

    Nach der Einreise in California – den Golden State – war klar, dass noch rund. 1550 Radkilometer vor ihnen lagen und erst etwa die Hälfte der Gesamtstrecke zurückgelegt war. Kalifornien ist mit einer Fläche von rd. 424.000 Quadratkilometern deutlich größer als Deutschland und mit knapp 40 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat, in dem vor allem an der Küste auch viele Reiche und Schöne leben, weil auch sie natürlich wissen, wo es schön ist und wo mit bester Aussicht auf den Pazifischen Ozean gut leben kann.

    Fast unmittelbar nach der Grenze nach California stieß man – nunmehr auf dem berühmten und legendären Higway Number One unterwegs – auf die ersten Redwood-Wälder und Redwood-Nationalparks. Mehrere Tage lang waren diese verschiedenen Nationalparks mit den gigantischen Redwood-Mammutbäumen, die bis über 1500 Jahre alt werden können und oft einen Umfang von bis zu 20 Metern haben, zu durchfahren. Man fühlte sich zeitweise wie in einer Kathedrale angesichts der schieren Größe und der majestätischen Ausstrahlung der Bäume. Man konnten die Größe kaum fassen, war überwältigt und mussten immer wieder anhalten und staunen und natürlich auch fotografieren.

    Die Steilküste, wo man oft auf Höhen zwischen 200 bis 250 Höhenmetern über dem Meer unterwegs war, unterbrochen durch unzählige Creeks (Flusstäler), sorgten ständig dafür, dass es fast immer auf und ab ging und jetzt oft regelmäßig täglich deutlich über 1000 Höhenmeter zu bewältigen waren, was die Irslinger Biker manchmal schon auch schlauchte, aber nie mutlos machte. Im Gegenteil, sie konnten zunehmend – zumal mit der Zeit auch ihre Kräfte wuchsen – den Küstenweg – übrigens ein Teil der Panamericana, die von Alaska nach Feuerland, an der Südspitze von Südamerika, führt – nunmehr bei herrlichstem Spätsommerwetter genießen.

    Da die beiden auch mit dem Zelt unterwegs waren und das immer wieder zur Übernachtung in – geschützten und gut organisierten – State-Parks nutzten, konnte oft die Natur an der Pazific-Küste intensiv und naturnah erlebt werden. Auch finanziell waren die Zeltübernachtungen nicht uninteressant, zumal für beide bei dieser Art der Übernachtung lediglich Kosten zwischen 5 und 15 Dollar pro Nacht entstanden und dort trotzdem in der Regel heiße Duschen und Sanitärräume vorhanden waren. Das war nur ein Zehntel des sonst üblichen durchschnittlichen Übernachtungspreise in Hotels oder Motels.

    An 23. Radtag auf der Strecke, wurde das wichtigstes Zwischenziel San Francisco erreicht. Schon am Vortag konnten die Radler hocherfreut – zwei Radfreunde aus Bühl (Baden) treffen, die die gleich Strecke machten. Mit diesen zusammen durfte bei bestem Wetter und bester Sicht (was in der Bucht von San Francisco wohl dort eher selten ist) die Golden Gate Bridge überquert und anschließend San Francisco erkundeten werden. Unter anderem standen fisherman‘s wharf (Fischereihafen), Pier 39 mit seiner legendären Seehundkolonie und natürlich die berühmten Cable-Car’s und die hoch aufsteigenden Straßen von San Francisco auf dem Programm.

    Schon am nächsten Tag ging es für die beide Irslinger Radfahrer auch schon wieder weiter, zumal wegen des terminlich fest angemieteten Autos der Zeitdruck bestand, pünktlich in Los Angeles anzukommen. Weiter entlang an der traumhaften Pazific-Küste und teilweise auch durch das Landesinnere ging es bei schönstem Spätsommerwetter zügig voran. Im Süden von Kalifornien wurden dann die Motel- und Hotelpreise für die Übernachtung deutlich teuerer und sie mussten zweimal – mangels Alternativen – wirkliche Spitzenpreise bezahlen. Trotz der vielen Höhenmeter lag das Tagespensum nun in der Regel immer deutlich über 100 Kilometern.

    Immer wieder waren hier in California auch riesige landwirtschaftlich und teilweise bewässerte Flächen mit Gemüse, Erdbeerpflanzungen (die reifen Früchte wurden auch jetzt im Oktober noch – sicher eine von mehreren Ernten) von riesigen Scharen mexikanischer Erntehelfer abgeerntet und die Flächen gleich wieder bepflanzt und mit Plastikfolie abgedeckt). Es waren auch immer wieder unvorstellbar große Kürbisfelder und Gemüsefelder zu durchqueren. Über Santa Cruz, Seaside, Big Sur, Cambria, Carmel Valley, Santa Maria, Santa Barbara, Malibu, zuletzt vor Los Angeles an einem flachen Küstenabschnitt entlang, waren die Irslinger schließlich am 7. Oktober2019 – an ihrem 31. Radtag auf der Strecke – an ihrem großen Ziel Los Angeles angelangt.

    Glücklich und stolz auf ihre Leistung und nicht zuletzt dankbar dies alles unfallfrei bewältigt zu haben konnten sie in der Millionenstadt Los Angeles mit dem Fahrrad einfahren. Sie hatten – wie sie übereinstimmend meinen – die Radreise ihres Lebens hinter sich!

     

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