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Rottweil
Montag, 24. Februar 2020

Von Wahlrecht bis zum sozialen Wohnungsbau

ROTTWEIL – Bei der jüngsten Sitzung der Frauen Union im Kreis Rottweil haben sich die Frauen laut Pressemitteilung über den Besuch des Landtagsabgeordneten Stefan Teufel gefreut. Auf der Tagesordnung stand der Austausch über aktuelle politische Themen.

Zuvorderst haben sich die Frauen für die Diskussion zum Wahlrecht in Baden-Württemberg interessiert. Die landesweite Frauen Union hat sich für die Einhaltung des Koalitionsvertrags und damit für die Änderung des Landtagswahlrechts ausgesprochen. Die CDU-Landtagsfraktion hat einstimmig gegen eine Änderung votiert. Stefan Teufel erläuterte den Frauen seine Sicht der Dinge. Er sagte, dass das neue Wahlrecht größere Kreisverbände bevorzuge und dass es andere Wege gebe, Frauen in der Politik zu fördern.

Die Rottweiler Frauen schlossen sich der Meinung an, dass der Landtag auf keinen Fall größer werden soll, wie es in einem der Kompromissvorschläge vorgesehen war. Einig war man sich, dass mehr Frauen im Landtag und anderen politischen Gremien repräsentiert sein sollten. Ein neues Wahlrecht wäre aus Sicht der Frauen ein Baustein zur Erreichung dieses Ziels. Die Frauen Union will sich in die weitere Diskussion zu diesem Thema einbringen.

Stefan Teufel stellte den Frauen seinen Vorstoß in puncto Pflege vor. Der Abgeordnete schlägt ein allgemeines Dienstjahr vor. „Die Einführung eines verpflichtenden Dienstjahres sehe ich als einen Baustein zur Begegnung der Herausforderung in der Pflege. Mir ist bewusst, dass dies eine Änderung des Grundgesetzes und auch viel Überzeugungsarbeit bei einigen Verbänden mit sich bringen würde, jedoch sehe ich die Vorteile überwiegen“, sagte Teufel.

Die Frauen stimmten mit Teufel überein, dass der ein oder andere durch solch ein Dienstjahr für den Pflegeberuf gewonnen werden könnte. Teufel führte auch einen möglichen größeren sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft als Argument an. Die Frauen gaben zu Bedenken, dass die Bezahlung im Pflegebereich nach wie vor nicht ausreichend sei und dass die jüngere Generation durch befristete Arbeitsverträge ohnehin schon belastet sei.

Teufel betonte zudem, dass der soziale Wohnungsbau für ihn hohe Priorität habe. „Die Erhöhung des Angebots an bezahlbarem Wohnraum ist ein zentrales politisches Anliegen der Landesregierung und muss auch im Landkreis Rottweil in den Fokus gerückt werden“, sagte der Abgeordnete. Ein zentraler Schlüssel zur Lösung der Wohnungsproblematik liege in einer angemessenen Bebauungsdichte und einer intelligenten Durchmischung des Geschosswohnungsbaus auch außerhalb der unmittelbaren Ballungsräume.

 

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