Der Kreisvorstand der Frauen Union mit dem Abgeordneten Stefan Teufel. Foto: pm

ROTTWEIL – Bei der jüngs­ten Sit­zung der Frau­en Uni­on im Kreis Rott­weil haben sich die Frau­en laut Pres­se­mit­tei­lung über den Besuch des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ste­fan Teu­fel gefreut. Auf der Tages­ord­nung stand der Aus­tausch über aktu­el­le poli­ti­sche The­men.

Zuvor­derst haben sich die Frau­en für die Dis­kus­si­on zum Wahl­recht in Baden-Würt­tem­berg inter­es­siert. Die lan­des­wei­te Frau­en Uni­on hat sich für die Ein­hal­tung des Koali­ti­ons­ver­trags und damit für die Ände­rung des Land­tags­wahl­rechts aus­ge­spro­chen. Die CDU-Land­tags­frak­ti­on hat ein­stim­mig gegen eine Ände­rung votiert. Ste­fan Teu­fel erläu­ter­te den Frau­en sei­ne Sicht der Din­ge. Er sag­te, dass das neue Wahl­recht grö­ße­re Kreis­ver­bän­de bevor­zu­ge und dass es ande­re Wege gebe, Frau­en in der Poli­tik zu för­dern.

Die Rott­wei­ler Frau­en schlos­sen sich der Mei­nung an, dass der Land­tag auf kei­nen Fall grö­ßer wer­den soll, wie es in einem der Kom­pro­miss­vor­schlä­ge vor­ge­se­hen war. Einig war man sich, dass mehr Frau­en im Land­tag und ande­ren poli­ti­schen Gre­mi­en reprä­sen­tiert sein soll­ten. Ein neu­es Wahl­recht wäre aus Sicht der Frau­en ein Bau­stein zur Errei­chung die­ses Ziels. Die Frau­en Uni­on will sich in die wei­te­re Dis­kus­si­on zu die­sem The­ma ein­brin­gen.

Ste­fan Teu­fel stell­te den Frau­en sei­nen Vor­stoß in punc­to Pfle­ge vor. Der Abge­ord­ne­te schlägt ein all­ge­mei­nes Dienst­jahr vor. „Die Ein­füh­rung eines ver­pflich­ten­den Dienst­jah­res sehe ich als einen Bau­stein zur Begeg­nung der Her­aus­for­de­rung in der Pfle­ge. Mir ist bewusst, dass dies eine Ände­rung des Grund­ge­set­zes und auch viel Über­zeu­gungs­ar­beit bei eini­gen Ver­bän­den mit sich brin­gen wür­de, jedoch sehe ich die Vor­tei­le über­wie­gen“, sag­te Teu­fel.

Die Frau­en stimm­ten mit Teu­fel über­ein, dass der ein oder ande­re durch solch ein Dienst­jahr für den Pfle­ge­be­ruf gewon­nen wer­den könn­te. Teu­fel führ­te auch einen mög­li­chen grö­ße­ren sozia­len Zusam­men­halt der Gesell­schaft als Argu­ment an. Die Frau­en gaben zu Beden­ken, dass die Bezah­lung im Pfle­ge­be­reich nach wie vor nicht aus­rei­chend sei und dass die jün­ge­re Genera­ti­on durch befris­te­te Arbeits­ver­trä­ge ohne­hin schon belas­tet sei.

Teu­fel beton­te zudem, dass der sozia­le Woh­nungs­bau für ihn hohe Prio­ri­tät habe. „Die Erhö­hung des Ange­bots an bezahl­ba­rem Wohn­raum ist ein zen­tra­les poli­ti­sches Anlie­gen der Lan­des­re­gie­rung und muss auch im Land­kreis Rott­weil in den Fokus gerückt wer­den“, sag­te der Abge­ord­ne­te. Ein zen­tra­ler Schlüs­sel zur Lösung der Woh­nungs­pro­ble­ma­tik lie­ge in einer ange­mes­se­nen Bebau­ungs­dich­te und einer intel­li­gen­ten Durch­mi­schung des Geschoss­woh­nungs­baus auch außer­halb der unmit­tel­ba­ren Bal­lungs­räu­me.