Vorsicht, Zecken: Gesundheitsamt vermeldet mehr FSME-Fälle

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Auch in Coronazeiten sind die Zecken aktiv – als kleine Krabbeltiere, die Unheil verbreiten. Besser gesagt: Sie übertragen Krankheiten. In unseren Breiten sind dies vor allem die  Lymeborreliose und die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME). Davor warnt das Gesundheitsamt Rottweil. Und gibt zugleich steigende Fallzahlen bekannt.

“In diesem Jahr sind besonders viele FSME-Fälle im Landkreis Rottweil zu verzeichnen”, so Dr. Petra Sostak vom Gesundheitsamt Rottweil. Mit Stand vom 23. Juli 2020 seien bereits zehn Personen an einer FSME erkrankt, im ganzen vergangenen Jahr seien es nur vier Fälle, berichtet die stellvertretende Gesundheitsamtsleiterin beim Landratsamt. Bis auf eine Ausnahme hätten sich alle Erkrankten im Landkreis Rottweil infiziert, alle waren ungeimpft.

Meist beginne die Krankheit mit unspezifischen grippalen Beschwerden. Wenn dann andere Symptome wie starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit hinzukommen – im schlimmsten Fall sogar Bewusstseinstrübungen und andere neurologische Ausfälle – wird oft ein stationärer Aufenthalt erforderlich. So wie bei acht der zehn Patienten aus Rottweil in diesem Jahr, berichtet Sostak weiter.

In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. “Da eine wirksame Impfung gegen FSME zur Verfügung steht und es bisher zu einer unerwartet hohen Meldezahl kam, rät das Gesundheitsamt Rottweil zur Schutzimpfung gegen FSME, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Gegen die Lymeborreliose gibt es keinen wirksamen Impfstoff. “Eine möglichst frühzeitige Entfernung der Zecken kann verhindern, dass es zur Übertragung der bakteriellen Krankheitserreger auf den Menschen kommt”, so Dr. Sostak. Um zu erkennen, ob eine Infektion stattgefunden hat, sei es wichtig, auf Krankheitszeichen zu achten. Ein frühes, typisches Symptom sei die Wanderröte, eine ringförmige Rötung um die Zeckeneinstichstelle, die sich allmählich ausbreitet. “In diesem Fall sollte eine sofortige Vorstellung beim Arzt erfolgen”, rät das Gesundheitsamt.

Durch eine rasche Gabe von Antibiotika lasse sich verhindern, dass Folgeerkrankungen einer Borreliose wie Entzündungen des Nervensystems und der Gelenke auftreten.

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