Waldkalkung im Raum Schiltach-Lauterbach startet

Waldkalkung per Helikopter. Archivfotos: pm

Hil­fe für ver­sau­er­te Wald­bö­den – Die bun­des­wei­te Boden­zu­stands­er­he­bung II hat gezeigt, dass eine geziel­te Kal­kung von Wald­flä­chen die Situa­ti­on hin­sicht­lich pH-Wert, Basen­sät­ti­gung, Koh­len­stoff­spei­che­rung, Viel­falt und Häu­fig­keit von Boden­le­be­we­sen deut­lich ver­bes­sert. Das berich­tet Mat­thi­as Schupp vom Forst­amt im Land­rats­amt Rott­weil. Des­halb flö­gen im west­li­chen Land­kreis Rott­weil jetzt wie­der die Hub­schrau­ber, die den Kalk gleich­mä­ßig über die Wald­ge­bie­te ver­tei­len, um damit eine Puf­fe­rung der Boden­ver­saue­rung zu errei­chen.

Der Kalk­be­häl­ter wird bela­den.
 

Das Forst­amt Rott­weil berich­tet wei­ter, dass in die­ser Woche  in den Wäl­dern der Mar­kun­gen Lau­ter­bach, Schiltach, Lehen­ge­richt, Schen­ken­zell und Kalt­brunn die Boden­schutz­kal­kung begin­ne.

Vie­le pri­va­te und kör­per­schaft­li­che Wald­be­sit­zer haben sich zusam­men­ge­schlos­sen, damit die­se dem Wald und dem Gemein­wohl die­nen­de Maß­nah­me besitz­über­grei­fend  auf grö­ße­ren Flä­chen durch­ge­führt wer­den kann. Mit der Aus­brin­gung von Kalk soll die Ver­saue­rung der Wald­bö­den abge­mil­dert und die natür­li­chen Rege­ne­ra­ti­ons­pro­zes­se der Böden unter­stützt wer­den. Eine gute Basis für kli­ma­sta­bi­le Wäl­der, die vie­le wich­ti­ge Funk­tio­nen haben, bei­spiels­wei­se als Was­ser­fil­ter und Erho­lungs­raum.

Zum Ein­satz kom­men bei der Wald­kalung fein­kör­ni­ge Gemi­sche aus Dolo­mit­kalk, Holz­asche und Was­ser. Eine gesund­heit­li­che Gefähr­dung für Men­schen und Tie­re durch das aus­ge­brach­te Mate­ri­al besteht nicht.

Wäh­rend der Kal­kung wer­den die beflo­ge­nen Wald­stü­cke abschnitts­wei­se gesperrt. Das Forst­amt bit­tet Wan­de­rer und Wald­be­sit­zer drin­gend, die­se  Absper­run­gen ein­zu­hal­ten und die gera­de bear­bei­te­ten Wald­flä­chen nicht zu betre­ten. Die Hub­schrau­ber­pi­lo­ten kön­nen nicht auf ein­zel­ne Per­so­nen ach­ten. Wenn das Gesteins­mehl auf Wald­be­su­cher nie­der­geht, ris­kie­ren die­se neben einer erheb­li­chen Ver­schmut­zung auch Ver­let­zun­gen bei sich selbst und Beschä­di­gun­gen an Ihrem Fahr­zeug durch ver­kleb­te Klum­pen und klei­ne­re Stein­chen.

Nach Abschluss der Aus­brin­gung dür­fen die Wäl­der wie­der betre­ten wer­den. Wer jedoch beim Wald­spa­zier­gang nicht stau­big wer­den will, für den emp­fiehlt es sich, den nächs­ten Regen­schau­er abzu­war­ten, der das Kalk­ge­steins­mehl dort­hin spült, wo es auch hin soll, -in den sau­ren Wald­bo­den.