Wenn aus Salat im Kopf tolle Bilder werden

DEISSLINGEN – Manchmal hat Nicole Dumke Kopfsalat. Was dabei herauskommt, wenn die 39-jährige Wahl-Deißlingerin  ihre Phantasien und Träume auf Leinwand bannt, war am Wochenende im Deißlinger Gemeindezentrum zu sehen: Bei ihrer Ausstellung „KopfsalART“. Portraits, Karikaturen, Illustrationen, meist in Pastell oder mit Bleistift gezeichnet, dezent und bescheiden wie Nicole Dumke selbst.

Doch hinter der Schüchternheit der vierfachen Mutter verbirgt sich Talent, nicht nur zeichnerisches: Auch Bauchreden hat sich Nicole Dumke selbst beigebracht, und trommeln kann sie zudem. Eine Kostprobe bekamen die Gäste der Ausstellungseröffnung am Samstagabend zu hören, als sie zusammen mit Andre Sütterlin und Karoline Schwarzkopf zwei Stücke zum Besten gab.

Kopfsalat: Monika Kustermann versuchte die Deutung, sie führte in die Ausstellung ein und gab zu, anfangs vom Titel etwas überrascht gewesen zu sein. Im Gespräch mit der Künstlerin ist sie ihm aber näher gekommen: Wenn sich die Gedanken überschlagen, wie bei einem Salat, wo viele Zutaten durcheinander gemischt werden, ein regelrechtes Chaos entsteht. Und Nicole Dumke dann ganze Nächte durchmalt, so sehr von ihren Ideen und der Umsetzung gefangen ist, dass sie nicht mehr auf die Uhr schaut, „sie verliert sich in dieser Welt.“ Die Motive? Holt sich die 39-Jährige in Begegnungen: „Mit Ihnen!“, so Monika Kustermann, die Künstlerkollegin.

Auch Manfred Sorg von der Gruppe Kunst und Kultur (Kukus) erklärte in seiner Begrüßung, wie sich die großen und kleinen, ineinander verschachtelten Salatblätter in Nicole Dumkes Hand in Bilder verwandeln. „Wir freuen uns sehr, dass nach langer Zeit wieder einmal eine einheimische Künstlerin ihr kleines, privates Heim-Atelier verlässt, um ihre Werke der Öffentlichkeit zu zeigen.“ Nicole Dumke wollte schon immer malen und zeichnen. „Und erstaunlicherweise ging das auch – ohne Ausbildung, autodidaktisch – auch als vierfache Mutter. Bewundernswert.“ Für dieses Wagnis, mit seinen Werken an die Öffentlichkeit zu gehen, belohne man sie am Besten mit einer Rückmeldung.

Weil, so Monika Kustermann: „Kunst beginnt da, wo die Sprache endet. Und in jedem Werk spiegelt sich eine Künstlerseele.“ Den Kopfsalat plastisch gemacht haben die Ausstellungsmacher um die Kukus, denn das blättrige Grün prägte den Raum, hing von der Decke, zierte Säulen und Tische und war im phantasievollen Vernissagen-Buffet zu leckeren Schnecken verarbeitet. Der Erlös der Ausstellung kommt dem Rottweiler Verein Frauen helfen Frauen + Auswege zugute, der sich um Menschen kümmert, die unter Gewalt leiden.

 

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