Symbol-Bild von Sebastian Ganso auf Pixabay
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Nachdem im Januar die Nutzungsverträge für einen neuen Windpark im Landkreis Rottweil unterzeichnet worden sind, vermeldet der Energiedienstleister Badenova nun Fortschritte im Projekt. Zum 6. September startete das Unternehmen mit der Messung der lokalen Windverhältnisse. Diese dienen nach Unternehmensangaben unter anderem dazu, die genauen Standorte der Windräder festzulegen. Auch Untersuchungen rund um den Natur- und Artenschutz laufen bereits seit dem Frühling.








(Oberndorf / Epfendorf). Gemeinsam mit den Kommunen im Land will Badenova die Energie- und Wärmewende gestalten, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2035 in Summe ein Gigawatt Strom durch erneuerbare Energien zu erzeugen. Bis zu 300 Megawatt soll die Windkraft in Baden-Württemberg beisteuern. Der geplante Windpark bei Oberndorf und Epfendorf im Landkreis Rottweil sei eine wichtige Etappe auf diesem Weg und symbolisiere “aufgrund seiner großen Unterstützung durch die beteiligten Kommunen in besonderem Maße die Fahrt, die die Energiewende in der Gesellschaft aufgenommen hat”, schreibt das Unternehmen. Eine Kooperation, die für Badenova-Vorstand Heinz-Werner Hölscher deshalb Vorzeigecharakter hat. „Das ist ein herausragendes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und der Badenova. So kommen wir nicht nur unserem ambitionierten Ziel näher, sondern gestalten die Energiewende. Mit der Region und für die Region.“

Windräder – höher als der Rottweiler Testturm?

Windmessungen

Bevor sich jedoch in Oberndorf sowie Epfendorf Windkraftanlagen drehen können, müssen viele Parameter intensiv geprüft werden. „Durch die Messung wollen wir unser Verständnis der Windverhältnisse am Standort weiter steigern. Zudem erlangen wir wichtige Erkenntnisse über die konkrete Ausgestaltung des Windparks sowie seine Wirtschaftlichkeit“, erklärt Sebastian Schüßler, Teamleiter Projektentwicklung Windkraft bei “badenovaWÄRMEPLUS”.

Ein ähnliches Windmessgerät wird auch in Oberndorf / Epfendorf zum Einsatz kommen. Foto: pm / Badenova

Die Gewinnung der Daten startete mit dem 6. September 2023. Während in der Vergangenheit oftmals hohe Masten mit Messinstrumenten aufgestellt wurden, kommt beim Windpark im Landkreis Rottweil mit dem LiDAR-System ein optisches Verfahren zum Einsatz. Dieses arbeitet nach Angaben des Unternehmens vom Boden aus und kann das vertikale Windprofil bis in mehrere hundert Meter Höhe erfassen. Das LiDAR-System ist kompakt, kann auf einem Auto-Anhänger transportiert werden und wird zentral im Untersuchungsgebiet platziert. Strom bezieht das Gerät meist durch kleine PV-Module, eine zusätzliche Brennstoffzelle ermöglicht einen reibungslosen Betrieb des Messgeräts. Die gewonnenen Daten werden dauerhaft übertragen und können somit auch während der laufenden Messung, die rund ein Jahr andauern soll, ausgewertet werden, teilt Badenova weiter mit.

Hinweise zur Messtechnik

Der Laser des LiDAR-Systems orientiert sich an winzigen Luftpartikeln, sogenannten Aerosolen, in der Luft. Das Verfahren liefert Daten zu Haupt- sowie Nebenwindrichtungen, aber auch Erkenntnisse zu besonderen Strömungsverhältnissen, die sich aus der jeweiligen Topografie ergeben. Mögliche Abschattungen durch nahegelegene Hindernisse können so besser eingeschätzt werden, ebenso die lokalen Windereignissen (etwa Windturbulenzen).

Weitere Untersuchungen

Seit März dieses Jahres laufen außerdem erste Untersuchungen rund um den Natur- und Artenschutz. Dabei erweist sich laut dem Energiedienstleister ein im Frühjahr aufgestellter Vogelbeobachtungsturm als hilfreich. Voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres sollen die natur- und artenschutzrechtlichen Untersuchungen fertiggestellt sowie weitere Gutachten für die Erstellung des Genehmigungsantrags zusammengetragen werden.

Der Windpark

Über 25 Megawatt Nennleistung, das entspricht rund 60 Millionen Kilowattstunden grünen Strom pro Jahr, sollen die Anlagen laut dem Unternehmen in Summe bieten und können somit bilanziell 32.000 Haushalte dauerhaft mit regional produzierten, erneuerbaren Strom versorgen. So viel, wie Oberndorf, Epfendorf und die beiden Nachbargemeinden Vöhringen und Rosenfeld zusammen benötigen. Auf dem Gemeindegebiet von Oberndorf sollen nach derzeitigem Planungsstand drei Anlagen gebaut werden, zwei weitere Windmühlen auf dem Gebiet von Epfendorf.

Realisiert wird das Projekt durch die Badenova-Tochter “badenovaWÄRMEPLUS” und ihrer Schwesterfirma DGE (Das Grüne Emissionshaus). Die Voraussetzungen für den Windpark Oberndorf / Epfendorf seien vielversprechend, zumal die neue Generation der Windanlagen mit Nabenhöhen um 175 Meter, einem Rotordurchmesser um 170 Metern sowie einer Gesamthöhe um 260 Meter für die Region geradezu prädestiniert sei.

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