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Mittwoch, 23. September 2020

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„Wir leben mit der Mülltonne“

Spezialfirma recycelt die Mülltonnen im Kreis Rottweil

SCHRAMBERG – Es klappert und klopft auf  einem großen Platz am Ende des Waldmössinger Gewerbegebietes Webertal. Ein halbes Dutzend Männer in dunkelblauen Overalls rücken den verbliebenen 20.000 ausrangierten Mülltonnen zu Leibe.

Die Männer klopfen die Räder an den ehemaligen Mülltonnen des Landkreises Rottweil von den Behältern ab, werfen Achsen und Räder in einen großen Container und stapeln die leeren Tonnen ineinander.

„Das ist ein Pfenniggeschäft“, erklärt Bruno Hartling von der Firma H & N aus Schermbeck, „da muss man große Mengen drehen, damit es sich lohnt.“ Der Dienstleister vom Niederrhein arbeitet dabei eng mit der Firma „Service und Logistik“ zusammen. „Service und Logistik“ habe den Gesamtauftrag im Kreis Rottweil, die alten Mülltonnen abzuholen und gegen neue auszutauschen, erläutert Hartling.  Sein Unternehmen sei für das Recycling der Tonnen zuständig.

Bruno Hartling vor den Mülltonnenstapeln in Waldmössingen Foto: him

Aus dem gesamten Kreis wanderten die Tonnen, vom kleinen 60-Liter-Behälter bis zu den großen Rollcontainern auf den Parkplatz in Waldmössingen. Dort, wo bis vor einigen Jahren Lastwagen darauf warteten, fertige Möbel von ArteM abzuholen, stapeln sich nun die braunen und grauen Tonnen mit ihren unterschiedlich farbigen Deckeln.

Alle Tonnen tauschen kommt günstiger

Aus rein wirtschaftlichen Gründen mache es Sinn, die Tonnen komplett auszutauschen, ist Hartling überzeugt. „Haben die Tonnen ein bestimmtes Alter erreicht, ist der Drops gelutscht.“ Dann häufen sich die Brüche im Material und müssten Tonnen häufiger ausgetauscht werden.

Wenn dann die Entsorger immer wieder ihre Leute losschicken müssten, um defekte Tonnen zu ersetzen, sei das sehr personal- und damit kostenintensiv. Schon im „Normalfall“ würden etwa fünf bis acht Prozent der Tonnen pro Jahr getauscht: Haushaltsgrößen ändern sich, wegen Wohnungswechsel, aber auch wegen Beschädigungen.

Seitenlader tunTonnen nicht gut

Diese entstünden häufig, weil die Bürger mehr Menge als zulässig in die Tonne stopften. 60 Liter bei den kleinen Tonnen, da sei man schnell drüber. „Aber wer schaut schon, wie viele Kilo da drin sind?“  Problematisch seien auch die Seitenlader für die Tonnen. Wenn es bergauf gehe, greife der Lademechanismus die Tonne oft nur an einer Stelle. Das gesamte Gewicht liegt dann an diese Stelle auf, und der Tonnenrand reißt ein. „Wenn dann der Kübel runterfällt, wird es gefährlich.“ 

Auch aus diesem Grund hat der Kreis Rottweil entschieden, dass künftig wieder die „Hecklader“ eingesetzt werden. Der Müllwerker kann die Tonnen korrekt in die Hebevorrichtung einhängen und so Beschädigungen vermeiden.

Viele tausend Tonnen stehen noch in Waldmössingen fürs Recycling bereit. Foto: Kaupp

Im Hintergrund rumpelt es weiter, Rad um Rad, Achse um Achse fliegen in den Container. Die meisten Kübel sind nicht mehr zu verwenden. „Höchstens drei bis fünf Prozent der Tonnen können weiterleben“, so Hartlings Erfahrung. Diese  würden meist nach Osteuropa verkauft.

Tonnenmühle am Niederrhein

Wenn die Männer etwa zehn Tonnen ineinander gestapelt haben, schieben sie sie zur Seite. Fertig zum Transport an den Niederrhein. „Wir machen ein vollständiges Recycling“, betont Hartling. Im Stammwerk  werden die farbigen Deckel abgetrennt. Dann kommen die Tonnen nach Farben sortiert in eine große Mühle, in der sie in kleine Stücke zermahlen werden.

In einer großen Trommel wird das Mahlgut anschließend gewaschen und eventuell noch anhaftende Müllreste entfernt. „Das saubere Mahlgut kommt in Big-Packs und wird an die Mülltonnenhersteller verkauft.“ Diese verwenden die Plastikteile zum Pressen neuer Tonnen, teilweise sogar ohne Frischplastik hinzu geben zu müssen.

Auf dem ehemaligen Parkplatz im Webertal weht ein kalter Wind. Die Arbeit ist hart. Bis Ende Januar wollen die Männer vom Niederrhein hier fertig sein. „Das ist ein Saisongeschäft“, erzählt Hartling. Seit Wochen seien sie vor Ort und haben sich in der Nähe eine Ferienwohnung genommen.

Harte Arbeit: Mülltonnen-Recycler in Waldmössingen. Foto: him

Weil die Verträge mit den Müllentsorgern meist zum Jahreswechsel  ausliefen, müssten die Logistiker bis Ende Dezember die alten gegen neue Tonnen tauschen. Dass seine Leute und er deshalb fast immer im Winter bei Wind und Wetter draußen schaffen müssten, sei halt so: „Wir leben mit der Mülltonne.“

 

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