Der Zoll arbeitet auch mmit gut trainierten Hunden. Am Samstag gab es dazu eindrucksvolle Vorführungen. Foto: Moni Marcel

DEISSLINGEN – Einen Tag der offe­nen Tür beim Zoll, den gabs bis­lang in Deiß­lin­gen noch nicht. Am Sams­tag dann die Pre­mie­re: Erst­mals konn­te jeder, der Lust hat­te, sich gründ­lich umschau­en und erle­ben, wie die Zoll­fahn­der arbei­ten. Zum Bei­spiel mit ihren gut trai­nier­ten Hun­den, die ziem­lich flink auf Ver­bre­cher­jagd sind.

Anschau­lich zeig­ten die Hun­de­füh­rer, wie das zugeht, wenn ein Ver­däch­ti­ger sich wei­gert, aus dem Auto zu stei­gen oder gar eine Waf­fe zieht. Und wie schnell so einem dann ein schar­fer Schä­fer­hund am Arm hängt. In die­sem Fall natür­lich waren die „Täter“ gut gepols­ter­te Kol­le­gen, denen die Hun­de­bis­se nichts aus­mach­ten. Man konn­te sich aber gut vor­stel­len, dass so jemand recht froh ist, wenn der Hun­de­füh­rer sein Tier wie­der zurück­ruft und dann brav vor­zeigt, was er eigent­lich ver­ber­gen woll­te.

Sol­che Stü­cke waren dann auch in Schau­vi­tri­nen aus­ge­stellt: Koral­len, sel­te­ne Muscheln, Kro­ko­dil­le­der­schu­he, Taschen aus Python­le­der, Pla­gia­te von Luxus­wa­ren und vie­les mehr. Und man konn­te sehen, was die Fahn­der mit ihrem Rönt­gen­ge­rät so alles in den Pake­ten fin­den, die sie unter­su­chen. Eine 4000 Euro teu­re Por­sche-Uhr, die in einem Radio in Schwein­chen­form ver­steckt war bei­spiels­weis, eine ver­bo­te­ne Stein­schleu­der oder gar Pis­to­len.

„Die Leu­te wis­sen oft nicht, was wir alles machen und dass wir nicht nur an den Gren­zen tätig sind“, erläu­ter­te das Micha­el Wald­vo­gel, Aus­bil­dungs­lei­ter beim Zoll in Deiß­lin­gen. Dazu gehö­ren näm­lich unter ande­rem auch die Kon­trol­len von Schwarz­ar­beit, Steu­er­kon­trol­len und der gewerb­li­che Waren­ver­kehr. Und natür­lich, so Wald­vo­gel, ist man auch beim Zoll immer auf der Suche nach jun­gen Leu­ten, die hier eine Aus­bil­dung machen wol­len.