Der Kreisvorsitzende der Senioren-Union, Karl-Heinz Glowalla (rechts) ehrt August Rebhan (20 Jahre), Markus Banholzer (10 Jahre im Vorstand) sowie Paul Bantle (20 Jahre) und dankt ihnen für ihre Treue zur SU. Foto: pm

ROTTWEIL – Bei der advent­li­chen Fei­er der Senio­ren-Uni­on in der Gast­stät­te „Zur Hoch­brü­cke“ in Rott­weil herrsch­te eine gera­de­zu drang­vol­le Enge: in Ana­lo­gie zum Mot­to des CDU-Bun­des­par­tei­tags „zusam­men füh­ren – zusam­men­füh­ren“ hieß die Devi­se bei die­ser sehr stim­mungs­vol­len Stun­de „zusam­men­rü­cken“.

Natur­ge­mäß blieb die Tages­po­li­tik dies­mal außen vor, anders als sonst das gan­ze Jahr über, wenn sich die CDU-Senio­ren mit The­men wie der Pfle­ge, der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung oder der Euro­pa­po­li­tik gewid­met haben. In die­sen für die CDU so wich­ti­gen Tagen mit ent­schei­den­den Wei­chen­stel­lun­gen ging es, weni­ge Tage vor Weih­nach­ten, umso mehr um die Grund­sät­ze christ­lich-demo­kra­ti­schen Selbst­ver­ständ­nis­ses. Was bedeu­tet Weih­nach­ten heu­te? Wor­in besteht der Kern die­ser 2000 Jah­re alten, heu­te noch genau­so wich­ti­gen Bot­schaft?

Damit beschäf­tig­ten sich die von Rudi Glow­ka, Wolf­gang Vater und Ilo­na Gra­thwol aus­ge­such­ten und vor­ge­tra­ge­nen Tex­te in ganz unter­schied­li­cher Her­an­ge­hens­wei­se: immer jedoch mit dem Blick auf das ganz per­sön­li­che Erle­ben und die Erfah­rung von Weih­nach­ten. Auf dem Hin­ter­grund des Appells, den Eber­hard Barth in sei­nen ein­lei­ten­den Wor­ten for­mu­lier­te: „Behal­ten wir das C, das D und das U unse­rer Par­tei stets im Auge und leben wir sie auf unse­rem gemein­sa­men Weg.“

Ein­mal mehr hat­te er ein sehr stim­mi­ges Pro­gramm zusam­men­ge­stellt, das von sehr bewe­gen­den und nach­denk­li­chen bis zu hei­te­ren Ele­men­ten alles ent­hielt, was das Leben wohl jedes Ein­zel­nen beinhal­tet und prägt. Dass bei den gemein­sam gesun­ge­nen Lie­dern Wolf­gang Vater (Key­board) und Alo Kuon (Flö­te) die pas­sen­de instru­men­ta­le Beglei­tung lie­fer­ten und dass Ilo­na Gra­thwol mit selbst geba­cke­nen „Breet­le“ und Hefe­zopf dafür sorg­te, dass der Gau­men bes­tens ver­wöhnt wur­de, waren gewis­ser­ma­ßen die i-Tüp­fel­chen die­ses ganz und gar nicht all­täg­li­chen Vor­mit­tags.

Bei der Begrü­ßung hat­te der Kreis­vor­sit­zen­de der CDU-Senio­ren, Karl-Heinz Glow­al­la, sei­nes im Febru­ar die­ses Jah­res ver­stor­be­nen Vor­gän­gers, Hel­mut Spre­ter, gedacht: „Es war das ein­schnei­dends­te und schmerz­lichs­te Datum die­ses Jah­res.“ Wenn er dann meh­re­re Mit­glie­der der Senio­ren-Uni­on für ihre lang­jäh­ri­ge Treue zu der Ver­ei­ni­gung ehren konn­te, dann wur­de damit zwi­schen Ver­lust und Schmerz sowie Freu­de und Aner­ken­nung nahe­zu die gesam­te Band­brei­te mensch­li­chen Daseins deut­lich: pas­send zu den tief gehen­den Gedan­ken, die in den Tex­ten und Gedich­ten zum Aus­druck kamen.

Geehrt wur­den Maria Sau­ter (Epfen­dorf, 30 Jah­re), August Reb­han (Wel­len­din­gen, 20), Her­mann Bant­le (Bösin­gen, 20), Paul Bant­le (Bösin­gen, 20) Gus­tav Kam­me­rer (Zim­mern, 20) sowie Mar­kus Ban­hol­zer (Zepfen­han, 10 Jah­re Mit­ar­beit im Vor­stand).