16 Orchester mit 650 Mitwirkenden in Trossingen

Wettbewerb für Auswahlorchester

Die drei vom BDO sind seit Langem am Organisieren: Ernst Burgbacher (Vorsitzender), Anna Hayer und Geschäftsführer Lorenz Overbeck. Foto: Thomas Fink

Tros­sin­gen ist am Frei­tag und Sams­tag, 9. und 10. Novem­ber, Aus­tra­gungs­ort des 6. Bun­des­wett­be­werbs für Aus­wahl­or­ches­ter. 16 Ensem­bles der Spit­zen­klas­se aus ganz Deutsch­land wer­den dazu in der Musik­stadt erwar­tet.

Die zahl­rei­chen Auf­trit­te bei den Wett­be­wer­ben, aber auch Eröff­nungs- und Abschluss-Kon­zert bie­ten dem Publi­kum musi­ka­li­sche High­lights in den unter­schied­lichs­ten Stil­rich­tun­gen – und das bei frei­em Ein­tritt. Der Wett­be­werb ist in sei­ner Aus­rich­tung ein­zig­ar­tig in Deutsch­land und wird nur alle vier Jah­re ange­bo­ten.

Der 1998 erst­mals aus­ge­tra­ge­ne Bun­des­wett­be­werb für Aus­wahl­or­ches­ter fin­det die­ses Jahr zum zwei­ten Mal in Tros­sin­gen statt. Er geht auf eine Initia­ti­ve von Prof. Dr. Hans-Wal­ter Berg zurück, dem lang­jäh­ri­gen Direk­tor der Tros­sin­ger Bun­des­aka­de­mie für musi­ka­li­sche Jugend­bil­dung und eins­ti­gen Geschäfts­füh­rer der ver­an­stal­ten­den Bun­des­ver­ei­ni­gung Deut­scher Orches­ter­ver­bän­de (BDO). Bei den teil­neh­men­den Ensem­bles han­delt es sich um ver­eins- und schul­über­grei­fen­de über­re­gio­na­le Orches­ter mit aus­ge­wähl­ten Instru­men­ta­lis­tin­nen und Instru­men­ta­lis­ten aus dem Ama­teur­be­reich. In die­sen Klang­kör­pern tref­fen sich das Jahr über pro­jekt­wei­se Talen­te aus ande­ren Orches­tern zum Musi­zie­ren auf deut­lich höhe­rem Niveau. In ihren Fach­ver­bän­den gel­ten die­se Aus­wahl­or­ches­ter in der Regel als aus­ge­wie­se­ne Talent­schmie­den.

Aller­dings: Auch an die­sem Wett­be­werb gehen die in der Musik­welt zu beob­ach­ten­den Ver­än­de­run­gen nicht spur­los vor­über. Nah­men am fünf­ten Wett­be­werb im Jah­re 2014 in Sie­gen noch 28 Orches­ter teil, sind es dies­mal in Tros­sin­gen nur noch 16 Ensem­bles. Nach Ein­schät­zung der BDO sind die Grün­de für die­sen Rück­gang sehr viel­schich­tig. Sie rei­chen dem­nach von „knap­per gewor­de­nen Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten der Anrei­se bis hin zu Genera­ti­ons­um­brü­chen in der Beset­zung“. Die Ver­an­stal­ter haben des­halb auch ent­spre­chend reagiert und dies­mal auf­grund der logis­ti­schen und finan­zi­el­len Belas­tun­gen für die Orches­ter auf ein Preis­trä­ger­kon­zert ver­zich­tet. Der Wett­be­werb endet nun am Sams­tag­abend mit der Bekannt­ga­be der Ergeb­nis­se im Rah­men eines Kon­zer­tes mit dem Tros­sin­ger Orches­ter Hoh­ner­klang.

Den Auf­takt des Wett­be­werbs mit rund 650 Mit­wir­ken­den bil­det am Frei­tag um 20 Uhr das Eröff­nungs­kon­zert im Ernst-Hoh­ner-Kon­zert­haus mit dem Lan­des­blas­or­ches­ter Baden-Würt­tem­berg und dem Lan­des-Poli­zei­or­ches­ter. Der Wett­be­werb ist tags dar­auf an drei Spiel­or­ten: Kon­zert­haus, Bun­des­aka­de­mie und Musik­hoch­schu­le. Im Kon­zert­haus stel­len sich von 11 bis 14.40 Uhr die Akkor­de­on­or­ches­ter den Juro­ren, von 15 bis 17.40 Uhr sind die Big­bands an der Rei­he. Die Blas­or­ches­ter sind von 9 bis 16.10 Uhr in der Bun­des­aka­de­mie dran. Der ein­zi­ge teil­neh­men­de Posau­nen­chor tritt von 11 bis 11.40 Uhr in der Musik­hoch­schu­le vor die Jury. In der Musik­hoch­schu­le sind von 14 bis 16.40 Uhr Zupfor­ches­ter und Gitar­ren­or­ches­ter zu hören.

Die Abschluss­ver­an­stal­tung mit Bekannt­ga­be der Ergeb­nis­se fin­det um 20 Uhr im Kon­zert­haus statt.

Kos­ten­freie Tickets gibt es unter www.wao18.de.