Axel Anklam, „Land“, 2009 / 2017 Edelstahl, 210 x 300 x 110 cm Foto: Kunststiftung Erich Hauser

ROTTWEIL – Im Skulp­tu­ren­park der Kunst­stif­tung Erich Hau­ser ist ein Neu­zu­gang zu besich­ti­gen. Seit kur­zem steht zwi­schen den Wer­ken Erich Hau­sers die Edel­stahl­skulp­tur „Land“, 2009 / 2017 von Axel Anklam. Mit die­ser Arbeit star­tet die Prä­sen­ta­ti­on „Solo für Hau­ser“ als eine Art „work in pro­gress“.

Im Lau­fe des Som­mers kom­men wei­te­re Skulp­tu­ren hin­zu. So wer­den etwa drei bis vier groß­for­ma­ti­ge Arbei­ten von Axel Anklam in einen Dia­log mit Erich Hau­ser tre­ten. Wie stark die Umge­bung, die Natur und die Archi­tek­tu­ren auf die skulp­tu­ra­le Arbeit des Ber­li­ner Bild­hau­ers ein­wir­ken und umge­kehrt auch sei­ne Skulp­tur die Wahr­neh­mung der Stahl­ar­bei­ten Erich Hau­sers beein­flusst, stellt eine erstaun­li­che Erfah­rung dar.

Als gemein­sa­me Koor­di­na­ten ihres bild­haue­ri­schen Schaf­fens sind Natur, Stahl und Licht zu nen­nen. Kon­tras­tie­rend steht dann jedoch das fei­ne, orga­nisch wir­ken­de Geflecht aus Edel­stahl, das Trans­pa­renz und Flüch­tig­keit ver­kör­pert, der kris­tal­li­nen Stren­ge und dem geo­me­tri­schen Form­ver­ständ­nis Erich Hau­sers gegen­über. „Für mich geht es in der Kunst um Poe­sie und Ein­füh­lung. Ich möch­te dem Betrach­ter durch Abs­trak­ti­on eine ande­re Welt eröff­nen“, so der Künst­ler.

Axel Anklam wur­de 1971 in Wrie­zen gebo­ren. Nach einer Aus­bil­dung als Kunst­schmied und meh­re­ren Jah­ren, in denen er als Restau­ra­tor tätig war, stu­dier­te er an der HfkD, Burg Gie­bichen­stein in Hal­le und anschlie­ßend an der Uni­ver­si­tät der Küns­te in Ber­lin.

Im Jahr 2013 star­te­te in der Kunst­stif­tung Erich Hau­ser eine Aus­stel­lungs­rei­he mit dem Titel „Solo für Hau­ser”. Zeit­ge­nös­si­sche Künst­le­rin­nen und Künst­ler wer­den ein­ge­la­den, ihren Blick auf Erich Hau­ser, sei­ne Plas­ti­ken, den Skulp­tu­ren­park, Häu­ser und Kunst­samm­lung bild­ne­risch zu for­mu­lie­ren. Unter ande­ren hielt sich 2015 der Ber­li­ner Zeich­ner Mat­thi­as Beck­mann auf dem Are­al des Rott­wei­ler Bild­hau­ers auf. Ent­stan­den ist die doku­men­ta­ri­sche Zei­chen­se­rie „Beck­mann zeich­net Hau­ser“. Erich Hau­ser und sein Werk in einen Dia­log mit zeit­ge­nös­si­schen Künst­le­rin­nen und Künst­lern ein­zu­bin­den, trägt dazu bei, sei­ne inzwi­schen his­to­ri­sche künst­le­ri­sche Posi­ti­on auf span­nungs­vol­le Wei­se in der Gegen­wart zu ver­an­kern.

Im Skulp­tu­ren­park sind außer­dem Skulp­tu­ren der ehe­ma­li­gen Werk­statt­preis­trä­ger Ben­ja­min Appel und Hans Schü­le zu sehen.